The Butcher's Ballroom
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Candlelight Records |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Daniel Håkansson |
guitar, vocals |
| Pontus Mantefors |
guitar, keys, effects |
| Annlouice Loegdlund |
vocals |
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| Andy Johansson |
bass |
| Johannes Bergion |
cello |
| Andreas Halvardsson |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Balrog boogie
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3:53
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| 2. |
Heroines
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5:22
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| 3. |
Poetic Pitbull revolution
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4:51
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| 4. |
Rag doll physics
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3:53
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| 5. |
D'Angelo
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1:54
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| 6. |
Velvet embracer
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4:05
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| 7. |
Gunpowder chant
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1:50
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| 8. |
Infralove
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4:54
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| 9. |
Wedding march for a bullet
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3:13
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| 10. |
Qualms of conscience
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1:16
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| 11. |
Zodiac virtues
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4:47
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| 12. |
Porcelain Judas
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4:09
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| 13. |
Pink noise waltz
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6:06
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| Gesamtlaufzeit | 50:13 |
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Rezensionen

Schön ist, dass man sich auch nach vielen Jahren des Musikhörens immer wieder von etwas Ungewöhnlichem überraschen lassen kann. Da kommen nun sechs Schweden (eigentlich fünf und eine Schwedin) daher, schütteln kräftig den musikalischen Stilbecher und heraus kommt ein weiteres Überraschungsalbum 2007, wo doch dieses Jahr wahrlich schon mit einigen guten Alben gesegnet ist. Gut "The Butcher's Ballroom" wurde durch die Band im Eigenverlag bereits 2006 veröffentlicht (und diese Ausgabe liegt mir sogar vor), aber international wird das Album erst just im September 2007 durch Candlelights Records verfügbar gemacht. Die verrückte Geschichte des Orchestras, siehe die Kurzfassung auf unserer Bandseite - aber in jedem Fall auch die lange Version auf der mySpace-Seite der Band lesen! - erklärt vielleicht die seltsame Musik, die einen hier erwartet.
"The Butcher's Ballroom" verbindet jazzigen Swing mit metallischen Brechergitarren, Operngesang, Trompeten, Mariachi-Gitarren, kratzigem bis klagendem Cello, druckvoller Drumarbeit und so weiter. Nicht immer alles in einem Song, aber doch oftmals in wirren Kombinationen, die aber trotzdem funktionieren.
Annlouice Loegdlunds infernalisch hoher, aber tonsicherer Gesang hat der Band einige Nightwish-Vergleiche eingebracht, die aber eigentlich jeglicher Grundlage entbehren, soweit ich Nightwish kenne. Das Diablo Swing Orchestra geht viel weiter, auch wenn ein gewisser Gothic-Touch nicht von der Hand zu weisen ist. Aber was ist nicht ein bisschen in diesem Stil-Konglomerat vorhanden? Mir kommen da ja eher Haggard, aber mit Therion-Gesängen und einem Schuss Shining-Abgedrehtheit in den Sinn, um überhaupt mal einen vagen Vergleich zu finden. Da gibt es sakarale Orgelattacken, ruhige, fast klassiknahe Passagen, Loegdlund trägt gar einen Titel im Stile eines klassischen Kunstlieds vor. Didgeridoo-Klänge werden mit orientalischen Melodien verbunden. Und dann immer wieder wüstes Gitarrengebretter (welches allerdings ein bisschen variabler sein dürfte, aber knackig ist es allemal), treibende Drums und ein profunder Donnerbass. Besonders schön sind die klagenden, weinenden ruhigen Cello-Passagen, die immer wieder eingestreut werden.
Mit "The Butcher's Ballroom" haben die sechs Schweden vom Diablo Swing Orchestra gleich mit ihrem Debüt ein ziemlich unvergleichliches Monument geschaffen. Gut, bei einer über 500jährigen Bandhistorie (siehe die Bandgeschichte) vielleicht nicht so verwunderlich. Auf jeden Fall: Eines der ungewöhnlichsten Alben (ein weiteres) 2007. Wer den Over-The-Top-Gesang von Annlouice Loegdlund ertragen kann, der wird mit einem höchst unterhaltsamen, kuriosen Musikerlebnis belohnt. Tipp!
| Anspieltipp(s): |
Am besten mit "Balrog Boogie" beginnen, da steckt schon alles drin... |
| Vergleichbar mit: |
siehe Rezi, das ist ziemlich einmalig, aber für eine vage Richtung: Haggard meets Therion meets Shining mit Opern-Sopran-Gesang... |
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| Veröffentlicht am: |
14.9.2007 |
| Letzte Änderung: |
20.3.2013 |
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"Tipp" schreibt Thomas - und Recht hat er: "The Butcher's Ballroom" ist ein tolles Bombastprogalbum, das dem geneigten Hörer viel Spaß nicht nur versprechen kann. Bombast nicht nur wegen der tatsächlich herausragenden Annlouice Loegdlund, deren gesangliche Leistung durch die Tatsache, dass in anderen Bands in lila Samt gekleidete Frauen ähnlich singen, keineswegs geschmälert wird, im Gegenteil: Die Stimme passt nun mal einfach zu der Musik, die in weiten Teilen als vielleicht nicht allerintelligentester, aber doch gut gemachter Bombastprog durchgehen kann (und nicht zwingend als gothisch gehört werden will). Die Stilzitate, die auf dem Zweitling der Band deutlich in der Überzahl sind, scheinen hier noch ein eher nebenbei betriebenes Hobby der Band gewesen zu sein (der Diablo-Swing "Balrog boogie" zum Beispiel) - und diese größere stilistische Einheitlichkeit ist es, die dieses Album seinem Nachfolger überlegen macht. Umso mehr für Progfans, ist "The Butcher's Ballroom" doch ganz und gar ein Progalbum, während "Sing Along Songs for the Damned & Delirious" überwiegend Swings, Tangos und alle möglichen anderen ins Metalgewand gekleidete Musiken versammelt, während nur einige Songs mit Progelementen aufwarten: "The Butcher's Ballroom" funktioniert ob seiner größeren stilistischen Kompaktheit als Progalbum einfach besser.
Der Bombastprog, der hier zu hören ist, steht, wie so oft, in derselben Tradition kitschig-pathetischer Scheiben wie der etwa Arjen Lucassens - ist diesem allerdings trotz des vergleichbar unkomplizierten Grundmaterials durch das geschickte Einarbeiten unterschiedlicher Stile in die auch hier schon mit sicherer Hand gestrickten Arrangements haushoch überlegen: Das musikalische Vokabular des Diablo Swing Orchestra ist größer. Ganz im Hintergrund steht dabei der Urvater des nicht immer ganz ernst gemeinten Bombastprogs, Rick Wakeman, der schon auf seinen frühen Alben immer wieder Varietémusiken, Boogie, Oper(ette) und andere klassische oder populäre Stile zitiert und kombiniert hat. Allerdings kleidet das Diablo Swing Orchestra diese in ein deutlich härteres Gewand, indem es einige Metal-Stilmittel anwendet. Ob daraus schon "richtiger" Metal wird, lasse ich dahingestellt, angemetalt ist das aber allemal - und es gibt auch eine ganze Reihe metalfreier Stücke auf dem Album.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2011 |
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