Seattle
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Damo´s Net Work |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Damo Suzuki |
Vocals |
| Michael Karoli |
Guitar, Violin |
| Mandjau Frati |
Bass |
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| Alex Schönert |
Guitar |
| Thomas Hopf |
Drums |
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Gastmusiker
| Dustin Donaldson |
Sound Effects |
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| Mark Spybey |
Toys, F.X. Processing |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Half Of Heaven At Half Past Eleven
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12:42
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| 2. |
Fall Of Fire Bird
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7:30
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| 3. |
She Crosses The Universe
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7:30
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| 4. |
Light Of Fortune
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8:09
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| 5. |
Seattle Shuffle
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8:51
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| Gesamtlaufzeit | 44:42 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Port Of Timeless Situation
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17:46
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| 2. |
N.J.L.O.L.W.O.Y. ... Mother Sky
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16:40
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| 3. |
Bellevue Cocktail / Floating Bridge Mix
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29:54
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| 4. |
Leaving Fenix
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7:02
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| Gesamtlaufzeit | 71:22 |
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Rezensionen

Damo Suzuki, der zweite Sänger der Krautrockavantgardisten Can, verschwand nach der Veröffentlichung von "Future Days" relativ sang- und klanglos von der Bildfläche. Erst Mitte der 80er Jahre meldete er sich in der Musikwelt zurück, zuerst bei der Band Dunkelziffer, dann mit seiner Damo Suzuki Band. Irgendwann in den 90ern benannte Suzuki seine Formation in Damo Suzuki's Network um. Suzuki ist mit dem Network, dessen Besetzung sich stetig ändert, ausschließlich live tätig, von Studioarbeit hält er offenbar nichts.
Seit einigen Jahren veröffentlicht der in Deutschland lebende Japaner auf seinem eigenen Label immer mal wieder eines dieser Konzerte (oder Ausschnitte von mehreren) auf CD, meist in Form von schön gestalteten Doppel-CD-Digipacks. Auch das 1999 erschienen "Seattle" gehört in diese Reihe (siehe auch "Suomi"). Aufgenommen wurde das Ganze am vierten Oktober 1998 in einem Club namens Fenix, der sich in der titelgebenden, amerikanischen Stadt befindet.
Für den Can- und Krautrockadepten gibt es - neben der Hauptattraktion Damo Suzuki - zwei Gründe sich gerade dieses Album aus der doch schon recht umfangreichen Network-Diskographie zuzulegen. Erstens ist hier der ehemalige Can-Gitarrist Michael Karoli mit dabei und zweites spielt die Band eine ziemliche fetzige und ausgeflippte Version des Can-Klassikers "Mother Sky" (siehe "Soundtracks"). Die Klangqualität ist zudem aller erste Sahne!
Damo Suzuki's Network improvisieren die meisten Stücke mehr oder weniger ohne große Vorgaben bei jedem Konzert neu. Nur ab und zu gleitet die Band in alte Can-Nummern hinein, wie es hier mit "Mother Sky" geschehen ist. Wer bei "Improvisation" an scheppes und wirres Geplinge und Gejaule Marke quietschende Tür denkt, ist auf der falschen Spur. Improvisationen bedeuten beim Network, dass Rocknummern, mal spacig, mal psychedelisch, mal härter mal jazzig, mal krautig, mal schräg-experimentell live entstehen und Suzuki allerlei seltsame, spontan geformte Texte von sich gibt (wie er das schon bei Can getan hat). So exaltiert und durchgeknallt wie vor 35 Jahren ist er dabei allerdings nicht mehr zu Gange. Begleitet wird Suzuki von zwei Gitarristen bzw. einem Gitarristen und einem Geiger, Bass und Schlagzeug, die zwischen entspannten Rockern und wüstem Durcheinandergejamme zu ziemlich alles abdecken. Dazu kommen noch die eher zurückhaltenden Klangspielereien der Gäste Dustin Donaldson und Mark Spybey (letzterer einer der Köpfe von Zoviet France).
CD1 ("Upper Disc") bietet eher zurückhaltendes und entspanntes Material. Die Band dümpelt und rockt sich eher getragen durch die ersten Stücke, Suzuki sprechsingt recht "normal" und melodisch und mit "Seattle Shuffle" gibt es gar eine fast poppig-wavige Nummer zu hören, die nur aufgrund ihrer Länge etwas aus dem Rahmen fällt. Etwas schräg und seltsam ist die Atmosphäre aber schon hier.
Mit CD2 ("Lower Disc") legt die Musik dann in Bezug auf Exaltiertheit deutlich zu. Hier wird kantig und wild, krautig und ungezwungen gejammt und intensiv und spacig gerockt. Dem Ganzen hängt eine sehr motorische Energie an (wie weiland bei Can), die beiden klangtüftelnden Gäste sorgen für allerlei zischende, wabernde, fiepende und heulende Sounds, Karoli bearbeitet exzessiv seine Gitarre und Suzuki steht stellenweise seiner alten Expressivität nicht viel nach. Der Höhepunkt wird nach 6 Minuten im zweiten Stück erreicht, wenn Suzuki plötzlich den Text von "Mother Sky" intoniert und die Band ihm heftig und wüst in den alten Can-Klassiker folgt.
In Anlehnung an neuere rockmusikalische Stilbegriffe könnte man das was Damo Suzuki's Network hier bieten als Kraut-Jamrock bezeichnen. Band und Sänger lassen sich durch die Musik treiben und gelegentlich gehörig die Sau raus, Vermutlich ist das Ganze live noch beeindruckender und mitreißender. Doch auch zuhause macht "Seattle", insbesondere die "Lower Disc", sehr viel Spaß!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.11.2007 |
| Letzte Änderung: |
5.11.2007 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Damo Suzuki's Network
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2005 |
Hollyaris |
10.00 |
1 |
| 2006 |
Suomi |
12.00 |
1 |
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