Engines of Creation
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Göran Fors |
bass, vocals |
| Ulf Pettersson |
keyboards |
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| Sven Larsson |
guitars |
| Göran Johnsson |
drums, background vocals |
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Gastmusiker
| Tanja Hedlund |
additional background vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A.I.
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1:38
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| 2. |
The assemblers
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5:45
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| 3. |
Signals
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4:21
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| 4. |
Engines of creation
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7:04
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| 5. |
State insane
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6:09
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| 6. |
Fog City
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5:10
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| 7. |
The Cinnamon hideaway
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2:04
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| 8. |
Men and monsters
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9:44
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| 9. |
Machine mother
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6:21
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| 10. |
Lightworks
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9:12
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| Gesamtlaufzeit | 57:28 |
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Rezensionen

Wenn es etwas gibt, das ich von Galleon niemals erwartet hätte (außer vielleicht, dass sie Pizza für mich backen ;-)), dann ist es ein Album wie dieses. "Engines of creation"? - Nun, diesen Motoren der Schöpfung hört man die gestiegenen Energiepreise jedenfalls nicht an, aber ich weiß noch gar nicht genau, ob mir das nun gefällt oder nicht, dass sie so rund laufen?
Galleon war bisher eine Band nach meinem Geschmack, die mir zuverlässig meinen geliebten hymnisch-kitschigen Neoprog geliefert hat, von dem ich täglich eine kleine Dosis benötige, weil ich sonst anfange, unkontrolliert rumzupunken. Sie haben das mal schlechter gemacht ("Heritage & Vision"), mal mit solide verdientem Respekt ("The all European hero"), mal mit Einzel-Highlights ("King of Aragon") und mal nur noch genial ("From Land to Ocean").
Aber nun ist Schluss mit lustig, jetzt machen sie das nie mehr. Denke ich jedenfalls, denn wer einmal den Schritt bis hierhin (= bis zu diesem neuen Stil) gemacht hat, der kommt wahrscheinlich nicht mehr zurück.
Warum nicht? Ganz einfach: Galleon versuchen neuerdings, cool zu sein, und davon kommt man nicht mehr zurück, denn dann wäre man ja uncool - Und wer will das schon sein?
Kommen wir zu der Frage, was eigentlich cooler Prog ist. Also Zeit zum Notieren von Rezepten, wie das früher die Hausfrauen gemacht haben: man nehme knackige Gitarrensoli, kühle (coole!), schneidige Orgel-Keyboards und untermale diesen Grundteig mit allerlei elektronischen Noises, also coolen Geräuschen. Bässe und Schlagzeug müssen nur noch dröhnen und krachen, dürfen die Coolness aber nicht durch unnötige Virtuosität stören. Und Melodien sind erst recht nicht wichtig, denn die könnten ja kitschig (=uncool) wirken. Man braucht aber trotzdem welche in Grundansätzen, damit der Hörer dranbleibt (ohne darüber nachdenken zu müssen).
Eigentlich ist das ja gar nicht so schlecht; diese Musik lässt mich durchaus hier und da mal mitgehen. Aber da spukt so ein Gedanke in meinem Hinterkopf herum - coolen Prog in diesem Sound-Modus, das hatten wir doch schon...? - Klar, wir hatten das bei Frost zum Beispiel und wir haben das zuhauf auf neuren Werken von Spock's Beard. Und sonst auch noch ab und zu, das ist diese Art von neurem Prog des neuen Jahrhunderts, der nichts verkehrt machen will, der alle Fans bedienen will, nicht nur die alten Säcke wie mich, und der deswegen eben - cool sein muss.
Und so was ausgerechnet von Galleon?
Na ja, Uncooles gibt's auf dem Album auch: das sind vor allem die Texte von Göran Fors. Schon auf "From Land to Ocean" hatte er seine Umwelt-Bewegtheit ausgiebig thematisiert, und das wird jetzt noch exzessiver. Freilich ist das Grundanliegen immer wieder berechtigt; was mich daran nur stört, ist das Phänomen, dass die 'Lyrics' immer weniger lyrisch werden, je aufdringlicher die Botschaft vermittelt wird - das hat mich schon in den 80ern an späten Alben von Novalis genervt. Fors dichtet z.B. so was wie: "No one wants this Orwell land, where government can peek and sneak and glare, but some people say they've got nothing to hide; man, you've been taken for a ride". Das habe ich nur mal so ohne langes Suchen als Zufallstreffer rausgefischt - ich will solchen Texten ihre inhaltliche Berechtigung wirklich nicht absprechen, aber - nennt mich einen Snob - ich kann einfach nichts ernst nehmen, was so hölzern-naiv und mit ausgelutschten gesellschaftskritischen Klischees formuliert ist. Die ersten Worte des Albums lauten übrigens "Hello, is there anyone there", und später im Song "Fog City" geht's mit "Welcome to the world of great science" weiter, und wenn dann noch ein Song "Machine Mother" heißt, dann weiß wohl jeder, warum ihm das bekannt vorkommt - zuviel Floyd hat schon mancher bereut...?
Aber wenn ich mir das Achten auf die Texte erspare, bleibt immerhin ein musikalisch dichtes Album übrig, das wenig Langeweile aufkommen lässt - es sei denn, man durchschaut das Nummer-Sicher-Strickmuster, das offenbar auf einen risikolosen Mainstream-Prog abzielt.
Für einigermaßen gelungen - trotz allem - halte ich die saftigen Gitarren- und Bass-Rhythmen in der zweiten Hälfte von "Men and Monsters", den überraschenden Retro-Charme von "State insane", die kurze instrumentale Überleitung "The Cinnamon hideayway" (leise, aber bedrohlich spannend) und den Schlusstrack "Lightworks", der mit hämmerndem Klavier vor orchestralem Bombast-Prog noch einmal die Band in dem Licht erscheinen lässt, in dem ich sie immer am liebsten gesehen (und gehört) habe.
Daraus folgt: Wer nicht so ewiggestrig drauf ist wie ich, findet das Album vielleicht viel besser...
| Anspieltipp(s): |
Lightworks |
| Vergleichbar mit: |
Irgendwie ist das echter Prog von heute: knackig bunt, rockig und viel launiger, als es die kritischen Texte vermuten lassen. Wer Frost, Kino und die neueren Alben von Spock's Beard mag, wird die 'neuen' Galleon wahrscheinlich auch genießen. |
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| Veröffentlicht am: |
22.11.2007 |
| Letzte Änderung: |
13.7.2012 |
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Galleon ist eine schwedische Prog-Band, die mit ihrer bisher letzten Scheibe, der Doppel-CD From Land To Ocean aus dem Jahre 2003 bei mir recht gut angekommen waren. Da gabs mit dem Titelstück ein spannendes 52-minütiges Werk im schönsten melodischen Neo-Prog Klang und auch sonst allerlei Gutes aus diesem Untergenre der Prog-Musik zu entdecken. Ganze vier Jahre und eine Umbesetzung auf dem Drum-Stuhl später kommt ihr neues ? achtes ? Album.
Nun, der Neo-Prog ging über die Bordwand der Galleone, Engines Of Creation will modern sein. Modern, das heißt heute für die meisten Bands aus dem Genre vor allem mehr Hektik, mehr Härte, weniger funktionierende Songs und weniger Emotionalität. In dem Sinne ist ihnen das gut gelungen. Das Album klingt moderner, berechenbarer, langweiliger. Gitarrist Larsson gibt mehr Gas, dudelt uninspirierte, aber schnellere Soli als früher. Sänger und Bassist Göran Förs, eh mit seiner dünnen Stimme schon vorher nicht die Trumpfkarte in der Band, versuchts auch mit lauter und kräftiger und scheitert natürlich kläglich, weil es sein Organ einfach nicht hergibt diese Art Musik zu singen. Da machen mir die abwechslungsreichen Klänge des Keyboarders noch mit Abstand am meisten Spaß.
Und so finde ich überall auf dem Album mal winzigkurze bis auch mal zwei Minuten lange Stellen die mir richtig gefallen, die aber nie zu nem spannenden Song gehören. Engines Of Creation nervt mich nicht einmal, es ist einfach nur langweilig in seiner Verkrampftheit jetzt aber echt mal was ganz Modernes, kantigeres machen zu wollen. Ausgelutscht aber wahr, das Sprichwort ?Schuster bleib bei deinen Leisten?. Wandeln wir mal holprig um (passt dann auch gut zu Förs? Texten) zu ?Progger bleib bei deinem Untergenre?.
Wenn man auf diese Art des Progs mit seinen harten Gitarren, hektischerem Songaufbau und dann wieder melodischeren, etwas floydigen Teilen steht, gibt es keinen Grund diese Scheibe hier zu kaufen. Da ist das Regal mit den neueren SPOCK?S BEARD, KINO oder auch FROST schon gut bestückt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2008 |
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