Magic Music (New Age Magical Music)
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Blueprint |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Glen Sweeney |
Percussion |
| Mick Carter |
Guitar |
|
| Neil Black |
Violin |
| Lyn Dobson |
Sax, Flute |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Gog and Magog
|
7:39
|
| 2. |
Flight of the Coven
|
6:05
|
| 3. |
Dance of the Elves
|
9:05
|
| 4. |
Atlantic rising
|
5:07
|
| 5. |
Midnight on Mars
|
7:34
|
| Gesamtlaufzeit | 35:30 |
|
|
Rezensionen

Nach dem missglückten Versuch 1973 ein viertes Album zu veröffentlichen (siehe "The Magus") hat sich die Third Ear Band nicht aufgelöst, obwohl die Besetzung die an den Aufnahmen beteiligt war auseinander fiel. Glen Sweeney hielt die Gruppe weiter am Leben, doch wurden Auftritte immer seltener und seit den frühen 80er Jahren ward nicht mehr viel von der Third Ear Band gehört.
1988 kam es dann zu einer Reunion. Glen Sweeney und Paul Minns gaben zusammen mit Allen Samuel (Violine) und Mick Carter (E-Gitarre) u.a. ein Konzert in Italien, welches im selben Jahr als "Live Ghosts" von Materiali Sonori veröffentlicht wurde. Ende der 80er hat sich dann eine neue, stabile Besetzung der Third Ear Band gebildet. Minns und Samuel waren nicht mehr dabei, dafür der ehemalige Soft-Machine-Saxophonist Lyn Dobson und der Geiger Neil Black. Anfang der 90er Jahre spielte dieses Quartett einiges an Material ein, welches auf drei Studioalben veröffentlicht wurde.
Gleich zwei davon haben den Titel "Magic Music". Das erste erschien 1990 (ebenfalls bei Materiali Sonori), das zweite, das hier rezensierte Album, welches mitunter auch als "New Age Magical Music" bezeichnet wird, erst 1997. Aufgenommen wurden beide Scheiben allerdings, wie auch das Album "Brain Waves", Anfang der 90er Jahre (in identischer Besetzung), so dass ich vermute, dass die auf dem zweiten "Magic Music" zu findenden Nummern Überbleibsel aus den Sessions zum ersten "Magic Music" oder "Brain Waves" sind. In stilistischer Hinsicht sind die drei Scheiben jedenfalls sehr ähnlich, wobei das zweite "Magic Music" deutlich elektronischer ausgefallen ist, ähnlich "Brain Waves".
Die Musik der Third Ear Band in den späten 80er bzw. frühen 90er Jahren hatte sich im Vergleich zu den Alben der 70er natürlich verändert. Sehr viel elektronischer sind die Klänge nun, weniger kammermusikalisch und karg, dafür klangvoller, voluminöser und runder. Die Musik wird bestimmt von E-Gitarre, elektrisch verstärkter und Midi-verfremdeter Violine und allerlei Synthesizersounds, die dichte, elektronisch Klangflächen, -gebirge und -flüsse erzeugen. Dazu kommt wie eh und je Sweeneys Hamdperkussion und Dobson an Sax und Flöte. Der Alternativtitel sollte keine falschen Vermutungen aufkommen lassen. Mit New-Age-Gesäusel hat die Musik nichts gemein, auch wenn dem Ganzen durchaus etwas Magisches anhängt. Hypnotisch ist diese Musik, sehr rhythmisch, mitunter fast folkig-tänzelnd, beinhaltet aber auch freieres Tonschweben und jazzige Einlagen und wird auch mal wüst und laut. Wie Frippsche Soundscapes versehen mit hektischer Perkussion und Sax wirkt diese Musik oft, unterlegt mit repetitiven Synthesizerflächen (wobei die Besetzungsangaben nicht verraten, wer dafür verantwortlich ist), aus denen sich ab und an Gitarre und Violine mit ihrem "natürlichen" Klang in den Vordergrund arbeiten.
"Magic Music" ist eine beeindruckende Scheibe aus dem Grenzbereich von Jazz, Avantgardistischem, Folk, Worldmusic und Elektronik, welches aufgeschlossenen Klangforschern sehr empfohlen sei. Alle Stücke des Albums sind übrigens auf der Mooncrest-Kompilation "Hymn to the Sphynx" zu finden, wo sie mit den Nummern von "Abelard and Heloise" die erste CD bilden.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
26.12.2007 |
| Letzte Änderung: |
31.1.2008 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Third Ear Band
Zum Seitenanfang
|