Social Gathering
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polydor |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Shinki Chen |
Guitar |
| Hiro Yanagida |
Keyboards |
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| Masayoshi Kabe |
Bass |
| Hiro Tsunoda |
Drums |
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Gastmusiker
| Michihiro Kimura |
Bass Clarinet (Track 8) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
That Will Do
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9:12
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| 2. |
Naked Mountain
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0:32
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| 3. |
Waltz for M.P.B.
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3:45
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| 4. |
Liver Juice Vending Mashine
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3:21
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| 5. |
The Conflict of The Hippo And The Pig
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0:31
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| 6. |
Clock
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5:27
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| 7. |
One-Sided Love
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0:48
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| 8. |
The Hole in A Sausage
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15:03
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| 9. |
Dedicated to Bach
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0:51
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| Gesamtlaufzeit | 39:30 |
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Rezensionen

Food Brain? Foodbrain ... brainfood. Darüber, ob der Bandname nun zusammen oder auseinander geschrieben wird, ist sich das weltweite Netz nicht ganz einig. Auf dem Albumcover selbst steht jedenfalls "Food Brain". Angeblich soll der Titel des Albums "Social Gathering" lauten. Diese beiden Worte kann ich allerdings nirgends auf der mir vorliegenden CD-Ausgabe von Universal Japan entdecken. Allerdings ist dort allgemein nicht viel Lesbares zu finden, für einen nicht des Japanischen mächtigen Mitteleuropäer zumindest. Vielleicht hat das Album ja einen japanischen Titel, der in etwa dem obigen englischen entspricht. Nehmen wir also einmal an, dass der Titel dieses Album wirklich "Social Gathering" ist.
Food Brain waren Shinki Chen (vormals bei den Golden Cups und der Formation Powerhouse), Masayoshi Kabe (genannt M. Glue, ebenfalls von den Golden Cups), Hiro Yanagida (von April Fool) und Hiro Tsunoda (von den Jacks). So wenig mir die in den Klammern aufgeführten Bandnamen etwas sagen, im Japan des Jahres 1970 waren die vier offenbar einigermaßen bekannt. Food Brain war daher eine Art von Supergroup, die allerdings nur sehr kurze Zeit bestand. Chen gründete bald darauf, zusammen mit Kabe, die Band Speed, Glue & Shinki. Hiro Yanagida bediente noch bei Love Live Life + One die Tasten, ehe er eine Solokarriere startete. Schlagzeuger Tsunoda tauchte später bei Strawberry Path, Flied Egg und der Sadistic Mika Band auf.
Eine ziemlich rohe, sehr eigene Mischung aus Psychedelik, frühem Hardrock, Protoprog und freien Experimenten haben die vier Japaner auf "Social Gathering" zusammengebraut. Gesungen wird nicht. Jede der 5 Nummern klingt recht anders und die Verwirrung wird durch die vier kurzen, dazwischen gestreuten Miniaturen noch gesteigert. Das einleitende "That Will Do" beginnt als holpriger Hard-Rock'n'Roll, versehen mit verstimmtem Honky-Tonky-Piano, verwandelt sich dann aber in einen ziemlich durchgeknallten Hardrockjam mit dominanter, protoprogressiver Schweineorgel. Später arbeitet sich auch Shinkis verzerrte E-Gitarre in den Vordergrund. Nach dem krummen Bass- und Gitarrengedöns von "Naked Mountain" kommt dann mit "Waltz for M.P.B." eine psychedelisch-entspannte Westcoastnummer, die ein wenig nach den Doors klingt.
"Liver Juice Vending Machine" bietet, nach langer klimpernder und hallender Perkussioneinleitung, bluesigen Psych-Rock, wieder mit schönem Orgeleinsatz und fast krautigen, spacig-hallenden Gitarrenausflügen. In "The Conflict of The Hippo And The Pig" gibt es eine halbe Minute lang Sambaperkussion zu hören, dann wird das Ganze ausgeblendet. In "Clock" steht wieder die Orgel im Mittelpunkt, die sich vom knurrenden Bass und Schlagzeug begleitet austobt, ab und zu von Shinkis Gitarren-Freak-Outs unterbrochen.
"One Sided Love" bietet dann entspannte Spinettklänge, ehe das lange "The Hole in A Sausage" auf den Hörer hereinbricht. Nach eher zurückhaltendem, jazzigem Beginn verwandelt sich die Nummer in ein ziemlich freies Durcheinander an Bassgewummer, schrägem Bassklarinettengetröte (Michihiro Kimura von den Taj Mahal Travellers), wirren Orgeleinschüben, Schlagzeugausbrüchen und Gitarrendröhnen, welches effektverfremdet und hallend aus den Boxen gesprungen kommt. Ähnlich abgefahren ist das abschließende "Dedicated to Bach", welches aus extrem verfremdeten, durch den Mixer gedrehten Orgelklängen besteht. Derb!
"Social Gathering" ist eine sehr unterhaltsame Scheibe mit eigenständiger, progressiver Musik aus dem Japan der frühen 70er Jahre, welches allen, die sich eine Gegenüberstellung von orgelndem Psych-Hardrock und recht abgefahrenem Free-Rock vorstellen können, von Interesse sein könnte. Lustige Scheibe!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
2.6.2008 |
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