Variety
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Menga |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Rodrigo Ramor |
Vocals, Percussion |
| Frank Voigt |
Flute, Effects |
| Gerd Pohl |
Guitars, Vocals |
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| Ricky Ramor |
Bass |
| Friedhelm Wördehoff |
Drums, Percussion |
| Kajo Sandrik |
Violin, Viola, Organ, Piano, Percussion, Effects |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
variety
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7:37
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| 2. |
watercorps
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5:07
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| 3. |
drops
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8:19
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| 4. |
draw conclusions from ...
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13:59
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| 5. |
last door
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3:15
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| 6. |
more drops
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7:54
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| 7. |
all that I remember
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6:49
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| Gesamtlaufzeit | 53:00 |
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Rezensionen

Think kamen aus Marl im Ruhrgebiet und ihre einzige LP ist - wie viele der auf dem Garden-of-Delights-Label wieder veröffentlichten Scheiben - im Vinyloriginal sehr selten und teuer. "Variety" erschien 1973 auf dem kleinen Gelsenkirchener Menga-Label, wie auch das ein Jahr später erschienene einzige Album der anderen "bekannten" Band aus Marl namens Join In ("Kentalope Island" - welches übrigens auch von Garden of Delights wieder veröffentlicht wurde). Versehen mit zwei hochwertigen Bonusstücken gehört das CD-Reissue von "Variety" zu den interessantesten der wirklich obskuren Alben, die Garden-of-Delights-Macher Walter Nowicki aus den Untiefen der deutschen Proghistorie ausgegraben hat.
Die Musik von Think klingt eher nach Kalifornien als nach Ruhrgebiet. Lockerleicht und farbig rocken die drei Deutschen, die beiden Ungarn und der Tscheche hier dahin, jazzig, psychedelisch, folkig und auch klassisch progressiv. Am ehesten erinnert mich diese Musik an It's a Beautiful Day, wird hier doch oft ähnlich fluffig und rund, gleichzeitig aber komplex musiziert. Etwas erdiger, mitunter bluesig-rockig sind Think allerdings zu Gange, aber auch eine Spur experimenteller, versehen mit ein paar krautig-meditativen Ingredienzien, ein paar härteren Ausbrüchen und einem Schuss frühe Pink Floyd ("drops", vor allem in der kantigeren Bonusversion).
Klangprägend ist Frank Voigt an der Flöte, elegisch tonmalend oder flotter dahin hüpfend, begleitet von der beschwingt voran gleitenden Band. Die Klangzwischenräume füllen Gerd Pohl an der eher zurückhaltenden, doch kantigen E-Gitarre, die nur gelegentlich bluesig-rockig aufjault, und Kajo Sandrik an Orgel (selten Piano) oder Violine. Dabei sorgt vor allem er für das klassisch progressive Element, wobei sein Fideln mitunter auch etwas Folkiges hat. Dazu kommt schließlich noch der eher unauffällige, aber durchaus angenehme Gesang Rodrigo Ramors, der mitunter von Pohls Stimme schattiert wird.
Die beiden Bonusstücke entstanden mehr als ein Jahr vor dem eigentlichen Album. Die Klangqualität ist sehr gut. Hier ist die Band etwas rauer und lauter zu Gange, noch nicht so raffiniert, dafür aber druckvoller. Gerade das schon erwähnte "more drops" wirkt in dieser "dreckigen" Version noch besser. Das abschließende "all that I remember" klingt über weite Strecken nach recht ordinärem, aber schwungvollem Bluesrock (allerdings nicht ganz so sehr, wie ein geringfügig störender, so gar nicht dahin passender Abschnitt nach etwas über 2 Minuten im langen "draw conclusions from ..."), oder besser Bluesrockjam, der aber durch einige extravagante Flöteneinlagen einen recht eigenen Charakter bekommt.
"Variety" ist eine rundum gelungene Scheibe mit wiederentdeckenswertem Krautrock, die einen größeren Bekanntheitsgrad verdient hätte! Allzu krautig klingt das Ganze dabei eigentlich gar nicht. Schöne Platte!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.2.2008 |
| Letzte Änderung: |
8.2.2008 |
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