Gudrun
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MP Records |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Arturo Staltieri |
Keyboards, Percussion, Gitarre, Flöte, Violine |
| Galo Chiocchio |
Gitarre, Mandoline, Cembalo, Zither, Sitar |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Gudrun
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11:29
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| 2. |
Dietro Il Silenzio
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2:35
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| 3. |
Plaisir d'Amour
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4:43
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| 4. |
Gallia
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2:05
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| 5. |
Giovane Madre
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3:53
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| 6. |
Sonde in Profondita
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3:31
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| 7. |
Morella
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5:03
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| 8. |
Mein armer Italiener
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5:15
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| 9. |
Gudrun (versione inedita)
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6:48
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| 10. |
Giovane Madre (versione inedita)
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3:48
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| Gesamtlaufzeit | 49:10 |
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Rezensionen

1977 war kein gutes Jahr für den Progressive Rock. Angesichts des Aufkommens von Punk und Discomusik änderten viele Bands ihren Stil und wandten sich kommerzielleren Klängen zu. Auch Pierrot Lunaire verließen den Stil ihres zwei Jahre zuvor erschienen Debuts - aber nur, um sich viel radikaleren Experimenten zu widmen. "Gudrun" ist ein Konzeptalbum, dessen Thematik im Hüllentext beschrieben wird, allerdings nur auf Italienisch.
In den ersten drei Minuten des Titelstücks klingt noch etwas die verträumte Atmosphäre des vorherigen Albums an, dann aber setzt eine eigenartig repetitive Orgelmelodie ein, eine Kinderstimme deklamiert einen italienischen Text, schließlich beginnt Neuzugang Jacqueline Darby in hellstem Sopran zu singen, oder eher zu rezitieren, es handelt sich um eine Art Sprechgesang. Ab und zu kratzt die E-Gitarre dazwischen, seltsame elektronische Geräusche flirren durch die Boxen - jetzt wird klar, warum diese Formation sich nach einer Komposition von Arnold Schönberg benannt hat. Nach dem bedächtigen Klavierstück "Dietro Il Silenzio" geht es mit "Plaisir d'Amour" reichlich bizarr weiter: eine Stimmcollage geht in freie elektronische Geräusche über, zu der Jacqueline Darby einen französischen Text singt, der mir aus einer Oper oder so bekannt vorkommt. Die Gesangsmelodie wird anschließend vom Klavier aufgenommen und mit indisch angehauchter Percussion begleitet. "Gallia" besteht praktisch nur aus mehreren übereinander liegenden Gesangsspuren, die miteinenander darum wetteifern, jeweils noch höhere Sphären zu erklimmen. Nach so viel Obskurität folgt mit "Giovane Madre" quasi zur Erholung ein flottes, orgelbetontes Instrumentalstück, das am ehesten in die üblichen Progrock Kategorien fällt. "Sonde in Profondita" ist ein weiteres Instrumentalstück, aber in deutlich gemächlicherem Tempo. Das folgende "Morella" ist von sehr verträumter Atmosphäre, mit gewohnt herrlichem Gesang und schöner Klavierbegleitung. Sicher nicht das avantgardistischste Stück dieser Platte, aber neben dem Titelstück mein Favorit. Schließlich folgt mit "Mein armer Italiener" ein deutsch gesungenes Stück, auf dem sich Pierrot Lunaire wieder von ihrer experimentellen Seite zeigen. Die CD Ausgabe enthält als Bonus noch zwei Titel in Alternativversionen.
Insgesamt ist "Gudrun" keine leichte Kost, aber wer eine Vorliebe für experimentellere Klänge hat, liegt hier genau richtig. Für mich ist es eine Sternstunde nicht nur des italienischen Prog. Leider war das zweite Pierrot Lunaire Album auch das letzte dieser bemerkenswerten Formation.
| Anspieltipp(s): |
Gudrun, Morella |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.10.2003 |
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