Erewhon
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| David Thomas |
Gesang, Melodeon |
| Keith Moliné |
Gitarre |
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| Andy Diagram |
Trompete, Klavier |
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Gastmusiker
| Paul Hamann |
Bass ("Weird Cornfields") |
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| Jim Jones |
Gesang ("Obession") |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Obsession
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4:33
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| 2. |
Planet of Fools
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2:59
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| 3. |
Nowheresville
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3:48
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| 4. |
Fire
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6:02
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| 5. |
Lantern
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3:22
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| 6. |
Morbid Sky
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5:44
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| 7. |
Weird Cornfields
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3:53
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| 8. |
Kathleen
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8:30
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| 9. |
Highway 61 Revisited
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11:13
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| Gesamtlaufzeit | 50:04 |
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Rezensionen

Erwehon aus dem Jahre 1996 war das erste von bislang (Aug. 2008) drei Alben, die unter dem Namen David Thomas & Two Pale Boys erschienen, und es ist klar das radikalste und experimentellste davon. Gerade ein Jahr zuvor hatte Thomas' Stammband Pere Ubu mit Ray Gun Suitcase eine konventionellere Phase beendet und sich wieder auf experimentelle Klänge besonnen; Erewhon ist aber noch viel radikaler ausgefallen.
Die Instrumentierung beschränkt sich im wesentlichen auf Trompete, Gitarre und gelegentlich Melodeon (eine Art Ziehharmonika), wobei die Klänge der Gitarre häufig auf unterschiedlichste Art verfremdet werden. Dazu zieht David Thomas hier nun wirklich alle Register sein Stimme. Das hatte ich zwar schon bei Pere Ubus The Art of Walking geschrieben, aber auf Erewhon setzt er noch einen drauf und erweitert seine Stimmkünste um einige ziemlich abartige Geräusche.
Manche Songs erinnern in ihrer Machart an Pere Ubu in ihren besten Zeiten, wirken aber durch die reduzierte und eigentlich völlig un-rockige Instrumentierung noch viel spröder und sperriger. Völlig krass sind aber zwei Stücke, in denen sich David Thomas fast nur mit dem Melodeon begleitet. In Fire ist dies sogar ausschließlich der Fall, es ist ein reines Solostück, und so ziemlich das kränkste, was ich aus der Ubu-Ecke bisher gehört habe. Zwischen langgezogenen Klängen des Melodeons und Thomas' gequältem Gesang beginnt sich immer wieder eine Art folkiger Melodie herauszuschälen. Aber jedesmal geht nach kurzem sowohl Thomas als auch seinem Instrument sprichwörtlich die Luft aus, von Thomas hört man nur noch leises Knurren, vom Melodeon nur noch das Klackern der Knöpfe. Das klingt nicht nur äußerst kurios, man leidet sogar richtig mit dem Mann!
Das andere Stück ist Kathleen, das ursprünglich von Pere Ubus 1993er Album The Story of my Life stammt. Leider kenne ich das Original nicht, das Album gehört jedenfalls zur konventionelleren Ubu-Phase. Diese Version ist jedoch alles andere als konventionell. Zu Klängen, die im Verlauf des Stücks immer spärlicher werden, quält David Thomas seine Stimmbänder mit heiserem Gekreische, das immer mehr in ein asthmatisches Keuchen übergeht.
Dazu gibt es Noise- und Industrial-beeinflusste Stücke wie Lantern, Morbid Sky oder die Klangcollage Highway 61 Revisited, die ganz oder teilweise von stakkato-artigen Rhythmen, schrillen Trompeten und allerlei unidentifizierbaren Geräuschen dominiert werden.
Einige der Stücke dieses Albums (Nowheresville, Morbid Sky, Weird Cornfields) verwendete David Thomas später für sein Bühnenwerk Mirror Man, die dort zu hörenden Versionen unterscheiden sich aber fundamental von diesen hier, genau genommen würde man vom bloßen Hören nie auf die Idee kommen, dass es sich um die gleichen Stücke handelt.
Erewhon ist ein schwieriges, aber faszinierendes Album, dem vielleicht ein bisschen der stilistische rote Faden fehlt. Aber möglicherweise musste David Thomas nach der oben erwähnten konventionelleren Phase seiner Stammband einfach mal wieder die experimentelle Sau rauslassen. Den Liebhabern außergewöhnlicher Klangerlebnisse ist Erewhon jedenfalls rundherum zu empfehlen.
| Anspieltipp(s): |
Kathleen |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.8.2008 |
| Letzte Änderung: |
9.8.2008 |
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