Minne
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
BASF |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Joschi Dinier |
Lead Vocal, Bass, Guitar, Percussion |
| Gerd Köthe |
Sax, Flute, Recorders, Vocals |
| Roland Heck |
Organ, E-Piano, Cembalo, Mellotron, Vocals |
| Klaus R. Nagel |
Acoustic Guitar, Recorder, Percussion, Vocals |
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| Hans Lingenfelder |
Guitars, Vocals |
| Albin Metz |
Trumpet, Bass, Recorder, Percussion, Vocals |
| Hans W. Herkenne |
Drums, Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Origo
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2:38
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| 2. |
Minne Wunder kann din Güete / Monogam-Poygam
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5:51
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| 3. |
Der din wip alrerst betrouc
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2:07
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| 4. |
Cinctura virginae
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2:37
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| 5. |
Swer gieht, daz Minne Sünde si / Abrupto
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4:20
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| 6. |
Venus
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2:49
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| 7. |
Al min Fröide
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1:59
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| 8. |
Thermae
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3:06
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| 9. |
Roter Mund wie Du dich swachest
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3:05
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| 10. |
Bacchanal
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4:21
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| 11. |
Flos lividus I
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4:36
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| 12. |
Flos lividus II
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6:15
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| 13. |
Atlantic
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2:54
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| 14. |
Rhinozeros
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2:51
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| 15. |
Jaguar
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3:08
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| 16. |
Spiralnebel
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2:15
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| 17. |
Early mornin moanin
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3:46
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| 18. |
Proud Angelina
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3:30
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| 19. |
Achtigall
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2:30
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| 20. |
Time machine
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2:59
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| 21. |
Electric circus
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2:56
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| Gesamtlaufzeit | 70:33 |
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Rezensionen

Ende 1973, nach dem Erscheinen von "Reflections", waren Joy Unlimited wieder auf der Suche nach einem Sänger. Ken Traylor hatte nämlich die Gruppe verlassen, um seine Zeit ganz dem Motocross-Rennfahren zu widmen. Für ihn kam Joschi Dinier, der zudem Bass- und Gitarrensaiten zu bearbeiten verstand. Auch Gitarrist Dieter Kindl verließ die Band. Er wurde durch Hans Lingenfelder ersetzt.
Die Musiker von Joy Unlimited verdienten damals ihr Geld hauptsächlich als Begleit- und Studiomusiker und mit Werbemusik. So priesen z.B. Cinzano, Sarotti oder die Bahn ihre Produkte in Radio und Fernsehen mit Musik der Band an, die zu diesem Zweck natürlich unter anderem Namen tätig war. 1974 trat Lothar Höfgen, der damalige Leiter der Balletttruppe des Mannheimer Nationaltheaters, mit einer Idee für eine neue Produktion an die Gruppe heran. Höfgen hatte wenige Jahre zuvor in Bonn mit Joy Unlimited schon "
Schmetterlinge" verwirklicht.
"Minne", so der Titel des neuen Werkes, das die Band bald zusammengebastelt hatte, handelte von der Liebe, so wie sie in den Texten von Walter von der Vogelweide vielgestaltig dargestellt wird. Das Ballett lief erfolgreich über zwei Spielzeiten. Zudem spielte die Band eine Studioversion davon ein, welche Anfang 1975 von der BASF als viertes Album von Joy Unlimited veröffentlicht wurde.
"Minne" bietet teilweise recht andere Klänge als die, welche man bisher von Joy Unlimited gewohnt war. Angelehnt an "King Richard's court jester" vom Vorgängeralbum herrschen nun folkloristisch-mittelalterliche Muster vor, die sich jedoch meist im für die Band typischen jazzig-progressiven Rock auflösen. Akustikgitarre, Cembalo und diverse Blockflöten sorgen für das mittelalterliche Element, während Orgel, Querflöte, Sax und E-Gitarre die Musik wieder in schwungvollere, meist jazzig-brassrockende Gefilde tragen. Ab und an, im einleitenden, krautig-sphärische "Origo" z.B., kommt auch ein Mellotron zum Einsatz. Dazu deklamiert Dinier Vogelweides Texte, für meinen Geschmack vielleicht eine Spur zu affektiert. Allzu viel wird allerdings nicht gesungen.
Das Ergebnis ist eine recht ungewöhnliche, aber durchaus gelungene Mischung aus Folk und Brass/Jazzrock bzw. klassischem Orgelprog, die wohl relativ einzigartig dasteht. Sehr professionell und druckvoll ist das Ganze zudem eingespielt und abgemischt. Vergleiche mit angloamerikanischen Produktionen brauchten die sieben Mannheimer sicher nicht zu scheuen.
Als Bonus sind auf dem im Sommer 2008 erschienen CD-Reissue von Garden of Delights noch 9 Bonusnummern zu finden. Dabei handelt es sich um weitere, die auf "Reflections" erschienen Bonusstücke ergänzenden Radiosessions aus dem Jahre 1971 (Tracks 13-16), eine Alternativversion der 1972 erschienenen Single "Early Moarning Moanin"/"Proud Angelina" (das Original ist ebenfalls auf der CD-Version von "Reflections" zu finden), ein kurzes Stück, welches 1976 für ein von Hans Herkenne ersonnenes Hörspiel entstanden ist ("Achtigall") und schließlich die beiden Nummern einer Demonstrationssingle, welche Gerd Köthe Anfang 1974 mit der Band für den Blasinstrumentehersteller Keilwerth eingespielt hat. Hier sollen vor allem, in einem jazzrockigen Rahmen, die Toneffekte eines neuen, von obiger Firma entwickelten Tonabnehmersystems für Saxophone vorgeführt werden.
"Minne" war im Grunde das letzte reguläre Album von Joy Unlimited. Es erschien zwar noch das Album "Instrumental Impressions", doch wurden hier nur weitere Radioaufnahmen der Band zweitverwertet. Zudem wurde dieses Album nur in Italien veröffentlicht. 1976 lösten sich Joy Unlimited auf. Nicht unerwähnt bleiben soll das weitere Schicksal des letzten Joy-Unlimited-Gitarristen Hans Lingenfelder. Der legte sich 1976 den Künstlernamen Ricky King zu. Unter diesem spielte er so um die 30 Alben mit E-Gitarrenschlagern ein, die ihn und seine Produzenten Heck und Köthe reich machen sollten. Allzu progressiv war das dann allerdings nicht mehr ...
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.8.2008 |
| Letzte Änderung: |
2.9.2008 |
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