Utopia
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jeff Lane |
Guitars, Bass, Keyboards, Vocals |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prelude
|
2:40
|
| 2. |
Metropolis
|
3:51
|
| 3. |
Elementary
|
2:44
|
| 4. |
Another Day
|
4:15
|
| 5. |
Alexanders Lament
|
3:38
|
| 6. |
The Dream
|
2:44
|
| 7. |
A Call To Arms
|
2:22
|
| 8. |
Conditioning
|
3:24
|
| 9. |
Before The Court
|
3:37
|
| 10. |
Escape
|
1:41
|
| 11. |
The Knight
|
7:28
|
| 12. |
Winter
|
7:35
|
| Gesamtlaufzeit | 45:59 |
|
|
Rezensionen

Durch Zufall, und mit Hilfe der Kollegen vom Rock Hard, bin ich auf dieses Schätzchen aufmerksam geworden. Ein Glück, denn was die beiden Jungs aus Los Angeles hier abziehen, ist eine wahnwitzige, süchtig machende Kombination aus zahlreichen Zitaten großartiger klassischer Hard- und Progrockbands.
Das Konzeptwerk ist im Stile des Jahrhundertopus "Operation: Mindcrime" von Queensrÿche gehalten. Fast jeder Songs wird mit Samples eingeleitet und beendet, was das Album noch mal ein Stück interessanter macht und man das Ding auf jeden Fall durchhören will.
Am effektivsten aber sind natürlich die Songs, die es absolut in sich haben. "Metropolis" und "Elementary" erinnern mit ihren treibenden Riffs, den Gesangsmelodien und dem Drumming an eine Mischung aus alten Iron Maiden und alten Rush, wobei "Metropolis" sogar noch Queen-Anleihen zu bieten hat. Das ganze klingt absolut frisch und locker, niemals aufgesetzt oder anbiedernd, sondern macht einfach nur tierischen Spaß.
Aber nicht nur Rush und Queen haben die Jungs aus den US of A im Angebot. Bei "Alexanders Lament" kommt einem unweigerlich eine gute alte Spock's Beard-Ballade aus der Zeit, als Neal Morse noch nicht alles gemacht hat, was Gott ihm gesagt hat, in den Sinn. "The Dream" ist ein wahnsinnig mitreißender Rocksong im Midtempo-Bereich, der genauso gut auf einem der ersten Coheed And Cambria-Alben hätte stehen können und bei "Call To Arms", "Escape" und "The Knight" treffen wiederum alte Rush auf Brian May. Großartig!
"Conditioning" und "Winter" bieten wunderbare Beatles-Gesangsmelodien, ebenfalls eingebettet in dem besten Rockgewand, das die alten Klassiker der Hardrock-/Progrockszene so hergeben.
Es ist unfassbar, wenn ich sehe, wer mittlerweile alles mit einem Plattenvertrag durch die Gegend läuft und dabei die schlimmste Grütze auf die arme Proggergemeinde loslässt, und solche Bands, wie die beiden Jungs von Heart Of Cygnus tatsächlich und allen ernstes noch ohne Deal rumwerkeln.
Das möge sich mit dem Zweitwerk, an dem die Band bereits arbeitet, bitte schleunigst ändern! Einfach mal eine doofe Dream Theater-Kopie weniger unter Vertrag nehmen, und dafür diese fantastische neue Band, die es versteht von der ersten bis zu letzten Minute mit frischer, abwechslungsreicher und hochwertiger Musik zu unterhalten.
"Utopia" kann man, dank des immer noch guten Dollarkurses, recht günstig auf der Myspace-Seite direkt bei der Band erwerben.
Die Note halte ich bewusst noch etwas flach, weil ich davon ausgehe, dass dieses Schätzchen hier noch überboten werden kann und auch wird.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
Rush, Iron Maiden, Queensryche, Coheed And Cambria, Beatles, Spocks Beard,... |
|
| Veröffentlicht am: |
6.9.2008 |
| Letzte Änderung: |
13.5.2013 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Heart of Cygnus vs. Heart of Cygnus... der Zufall und meine Unentschlossenheit wollen es, dass ich das Debüt von Heart of Cygnus sowie dessen Nachfolger nahezu zeitgleich erworben habe und sich daher beide Alben in den letzten Wochen ein Duell in meinem Player liefern...
Das Debüt von Jeff Lane – der nahezu für alles bis auf das Schlagzeug verantwortlich ist – und Jim Nahikian ist eigentlich die Überraschung des – leider letzten – Jahres. "Utopia" schafft in ziemlich einzigartigerweise den Brückenschlag zwischen solider Härte und Sympho-Prog. Gerade Proggies, die nicht gleich bei der ersten härteren Gitarre einen Ausschlag kriegen, dürften hier dem Ziel ihrer Träume wieder ein Stückchen näher gekommen sein. Nahikians variables Schlagzeugspiel und Lanes druckvoller Bass befeuern hardrockige bis metallische Songs, die mit gelungenen Melodien und furioser Gitarrenarbeit aufwarten. Lanes guter Gesang ist dann noch das Tüpfelchen auf dem berühmten I. Die Kollegen haben die Assoziationsketten schon genannt, meine gehen natürlich nicht so in Richtung des klassischen 80er-Metals (mangels entsprechendem Hintergrund), aber diese Mischung aus Rush- und Queen-Anklängen, eingebettet in solidem Hardrock begeistert ungemein. Ich liebe vor allem diese Hallo-Brian-May-Gitarren. Wenn ich schon herumkritteln wollte, dann höchstens dahingehend, dass die Keyboards nur eine absolute Randrolle spielen und man hier noch ein bisschen farbigere Arrangements herausholen hätte können.
Die ersten zehn Tracks bieten dem Proggie darüberhinaus eine Konzeptsuite, welche die – zwar nicht originelle, aber irgendwie passende – Geschichte vom zukünftigen Überwachungsstaat samt Rebellion und Flucht erzählt. Der Spannungsbogen wird geschickt über alles geschlagen und diverse Gimmicks und Sprachsamples illustrieren das Ganze fast schon hörspielartig.
Das dann zum Abschluss mit dem mittelalterlich beginnenden und sich zum Sympho-Rocker steigernden "The Knight" und dem wahrhaft King's X alle Ehre machenden "Winter" zwei formidable Songs quasi als Nachschlag folgen, macht das Album richtig rund.
| Anspieltipp(s): |
für erste Eindrücke vielleicht "Metropolis" oder "A Call To Arms", aber eigentlich ist ganz hören angesagt |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
23.4.2009 |
| Letzte Änderung: |
13.5.2013 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Heart Of Cygnus
Zum Seitenanfang
|