Manfauna
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Daniel O'Sullivan |
guitar, harmonium |
| Orlando Harrison |
piano, organ |
| Sara Hubrich |
violin, viola |
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| Leo Smee |
bass |
| Dave Smith |
drums, percussion |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Manfauna
1. Manticore 9:45 2. Taus 5:36 3. Garp Gadriel 6:04
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| Gesamtlaufzeit | 21:25 |
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Rezensionen

Diese CD ist ein Kleinod. Sie ist in der Limited Edition des Labels Southern in der Edition Latitudes erschienen. Dort werden seit 2005 in einer Auflage von jeweils 1.000 Exemplaren Aufnahmen von so illustren Bands wie Shit & Shine, Ariel Pink's Haunted Graffiti, Magik Markers oder eben Miasma & the Headless Horses veröffentlicht, die speziell für diese Edition eingespielt worden sind. Die Idee hierzu geht zurück auf die legendären BBC-Sessions von John Peel und es soll ausgewählten Bands die Gelegenheit geboten werden, etwas Spontanes oder Experimentelles im labeleigenen Studio aufzunehmen (http://www.southern.net/southern/label/LTT/ ).
Wer das meiner Meinung nach geniale erste Album des Guapo-Ablegers Perils kennt, wird auch von dem, was auf Manfauna dargeboten wird, keinesfalls enttäuscht sein. Würde ich zur Fraktion derjenigen zählen, die etwas daran zu mäkeln haben, wenn eine CD ihre potentielle Spielzeit von 80 Minuten nicht ausfüllt, müsste ich Punktabzug geben, da Manfauna eine CD in EP-Länge von gerade mal etwas über 21 Minuten ist. Aber ich konnte noch nie einsehen, was die Länge einer CD mit der Qualität der dargebotenen Musik zu tun haben soll, wenn sie wie hier die 20-Minuten-Marke, mithin die Länge eines veritablen Longtracks, füllt. Und als Longtrack darf Manfauna natürlich gehört werden, auch wenn es in drei Teile zerfällt.
Den Eindruck einer irgendwie spontanen Jam macht Manfauna keinesfalls. Es wirkt im Gegenteil geradezu in klassischer Weise durchkomponiert. Im ersten Teil (Satz?) - Manticore - wird nach einem kurzen Intro mit Geige und Percussion das Motiv mit der Gesamtband in geradezu riffartiger, wuchtiger Weise ausbuchstabiert. Soundmäßig ist das bester Avantprog, der durchaus Erinnerungen an King Crimson, aber auch an eine Art "Zigeunermusik" weckt (bzw. an "surreal-burleske Düsterwalzer" wie in einer Kritik zu Perils zu lesen war). Hervorstechend sind dabei wiederum die Streicher, aber auch die übrigen Instrumente tragen ihren Teil zum Gesamtbild bei, etwa die Orgel oder die äußerst differenzierten Schlaginstrumente.
Hiernach folgt ein kürzerer ebenso finsterer wie ruhiger Teil - Taus -, bei dem sich aus der Stille heraus soundscapeartig Stimmungen herausschälen. Melodien oder Riffs wie im ersten Teil sucht man hier vergebens.
Den Abschluss bildet Garp Gadriel, eingeleitet am Piano, gefolgt von der Geige, das zunächst gemächlich, dann intensiver - aber zunächst immer wieder stockend - zum Tanz herausfordert, um schließlich einen furios-infernalischen Abschluss zu finden.
Die Titel der einzelnen Stücke (Manticore, Taus, Garp Gadriel) verweisen auf einen mystischen Hintergrund. Mit Leo Smee hat übrigens auch der Cathedral-Bassist - nein, nicht der von der Prog-, sondern der von der Doom-Metalkapelle Cathedral! - zu Miasma gefunden.
Insgesamt stellt Manfauna für Liebhaber des kammermusikalischen Avant-Progs einen Leckerbissen dar, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.10.2008 |
| Letzte Änderung: |
23.3.2012 |
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| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2005 |
Perils |
11.00 |
3 |
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