Exit
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenvertrieb |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Andy Schmid |
Guitar, Harmonica |
| Edwin Schweizer |
Bass (Tracks 1,2,3,4) |
| Roman Portail |
Organ, Synthesizer (Tracks 1,2,3,4,5,6,10) |
| Kafi Kaufmann |
Drums, Percussion |
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| Edi Soltermann |
Bass (Tracks 5,6,10) |
| Gallus Bachmann |
Sax, Clarinet (Tracks 6,10) |
| Martin Beerli |
Keyboards (Tracks 7,8,9) |
| Mac Wilhelm |
Bass (Tracks 7,8,9) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Paradise
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7:50
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| 2. |
Balade of live
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11:18
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| 3. |
Talk around
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12:45
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| 4. |
Bad gossip
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6:24
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| 5. |
Wake up
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5:48
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| 6. |
Take a little more time
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4:52
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| 7. |
I
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4:45
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| 8. |
Coffee bar
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5:48
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| 9. |
II
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10:18
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| 10. |
Clarinetto
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4:05
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| Gesamtlaufzeit | 73:53 |
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Rezensionen

Exit kamen aus Frauenfeld, was südlich des Bodensees in der Schweiz liegt. Die Band wurde 1972 von Andy Schmid und Kafi Kaufmann gegründet, war live sehr aktiv, erreichte einen größeren Bekanntheitsgrad, als sie Mitte des Jahrzehnts im Vorprogramm von Birth Control und Jane auftreten konnte und veröffentlichte 1975 ihr einziges Album im Eigenverlag. Nach verschiedenen Besetzungswechseln lösten Schmid und Kaufmann die Gruppe 1979 auf.
350 Exemplare wurden von "Exit" gepresst und meist bei Konzerten an Mann und Frau gebracht. 1993 wurde das rare Album von Black Rills Records auf Polyvinylchlorid wieder veröffentlicht. 2008 folgte nun auch eine CD-Ausgabe, versehen mit 6 Bonusnummern.
E-Gitarre, Orgel, Synthesizer, Bass und Schlagzeug gibt es auf "Exit" zu hören. Dazu kommt der nicht so furchtbar bemerkenswerte Gesang, für den sich in den Credits niemand verantwortlich zeigen möchte. Dem kurzen Beihefttext des CD-Reissues kann man aber entnehmen, dass es Andy Schmid ist, der hier meist sein Organ erklingen lässt. Dass Exit mit den beiden weiter oben genannten deutschen Bands auf Tour war, deutet schon ein wenig die Musik an, die die Schweizer im Angebot hatten. Einen von der Orgel dominierten, krautigen Symphoprog mit leichten Hardrockanleihen gibt es auf "Exit" zu hören, der stellenweise durchaus an die etwas früheren Produktionen von Birth Control und Jane erinnert. Deutlich tastenlastiger ist die Musik der Schweizer allerdings, leicht angejazzt und versehen mit einem leichten, locker-flockigen Westcoastflair. Zudem haben auch Pink Floyd Spuren in dieser Musik hinterlassen (was ja auch für einige Nummern von Jane gilt).
Für das Entstehungsjahr 1975 klingt die Musik allerdings ziemlich angestaubt. Eher würde man auf die späten 60er oder frühen 70er tippen. Protoprog ist das somit fast, was Exit hier spielen, leidlich abwechslungsreiche Rocknummern, versehen mit einigen ausladenderen Tasteneinlagen, wabernden Orgelausflügen, jazzigen Einsprengseln, instrumentalen Jamabschnitten und verhaltenen Synthesizereskapaden ("Talk around"). Dabei wirkt die Musik ziemlich zaghaft und brav, so als würde sich die Band nie so richtig trauen loszurocken. Dementsprechend ist das Tempo des Gebotenen eher gemächlich (nur das einleitende "Paradise" hat etwas mehr Schwung), was nicht unbedingt die Aufmerksamkeit des Hörers (des Rezensenten) erhöht. Diese wird dafür durch die gelegentlich recht drollige Aussprache der englischen Texte geweckt (vor allem in "Balade of live" - was wohl "Ballad of life" heißen sollte).
Die spätere Nummern des sehr ordentlich klingenden, aus verschiedenen Studiosessions stammenden Bonusmaterials sind etwas jazziger und gelegentliche auch funkiger ausgefallen ("Take a little more time"). Mit Gallus Bachmanns Sax kommt eine andere Klangfarbe in die Musik, während Martin Beerli auf den neuesten Stücken (Tracks 7-9) die Jazzrockausrichtung der Musik mit einem schwungvollen E-Piano (neben den klassisch-progressiv eingesetzten Orgel und Synthesizer) verstärkt. "II" ist dabei eine abwechslungsreiche Instrumentalnummer mit nettem, etwas nach Canterbury klingenden Symphojazzrock, die durchaus Spaß macht. Mit "Clarinetto" sorgt dann die Band mit einem nicht so recht zum Rest passenden Dixie-Swing-Kalauer für einen humorvollen Abschluss.
"Exit" ist eine etwas halbgare Scheibe, die aber zumindest zeigt, dass man auch in der Schweiz in den 70er Jahren einen ganz ordentlichen Tastenprog machen konnte. Allerdings hatten Bands wie Krokodil, Island, Circus, Welcome oder Kedama doch sehr viel Interessanteres im Angebot. Fans von Jane können hier aber trotzdem einmal reinhören!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
14.11.2008 |
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