Aqualung
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Chrysalis |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Ian Anderson |
Gesang, Flöte, Gitarre |
| Clive Bunker |
Schlagzeug |
| Martin Barre |
Gitarre |
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| John Evan |
Klavier, Orgel, Mellotron |
| Jeffrey Hammond-Hammond |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Aqualung
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6:37
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| 2. |
Cross-eyed Mary
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4:09
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| 3. |
Cheapday return
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1:23
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| 4. |
Mother Goose
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3:53
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| 5. |
Wond'ring aloud
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1:55
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| 6. |
Up to me
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3:15
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| 7. |
My God
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7:13
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| 8. |
Hymn 43
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3:19
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| 9. |
Slipstream
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1:13
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| 10. |
Locomotive breath
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4:26
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| 11. |
Wind-up
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6:04
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| Gesamtlaufzeit | 43:27 |
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Rezensionen

Mit "Aqualung" wagten sich "Jethro Tull" zum ersten Mal an ein Konzept-Album. Die erste Seite ("Aqualung" bis "Up To Me") beschäftigt sich mit Obdachlosen und Armut, z.B. mit der Gestalt des Stadtstreichers Aqualung. Die zweite Seite handelt dann von Gott bzw. institutionalisierter Religion.
Musikalisch lässt sich gut die Entwicklung Tulls vom ersten Album an über "Stand Up" und "Benefit" hin zu "Aqualung" nachvollziehen. Hier auf "Aqualung" ist Martin Barres elektrische Gitarre noch ein Stück schärfer und rockiger geworden, die Songs sind grösstenteils sehr griffig und kompakt und nähern sich teilweise regelrechtem Hardrocksound an (der Mittelteil von "Wind Up" gibt dafür ein schönes Beispiel, weitere siehe gleich). Und mit "Locomotive Breath" hat man auch eine Nummer an Bord, die dank starker Präsenz auf diversen Rock- und Oldie-Samplern sowie gelegentlichem Radio-Einsatz auch vielen normalen Rock-Fans ein Begriff ist.
Was mich jedoch heute am meisten an "Aqualung" begeistert ist die Sound-Vielfalt, die hier vertreten ist: viele Stücke sind in ihrem Kern kraftvoll hardrockig, aber meist aufgelockert durch andere Zutaten, wie z.B. das mystisch-sinfonische Mellotron-Intro zum kraftvollen "Cross Eyed-Mary", der erst klassizistische, dann jazzige Einstieg ins titelgerecht stampfende "Locomotive Breath" oder die klasse Mönchs-Chöre im hymnischen "My God". Dazu gibt es einige kleine, aber sehr schöne Akustik-Nummern, die hauptsächlich von Ian Andersons Gitarre und Gesang leben wie "Cheap day return", "Wond'ring aloud" und "Slipstream", sowie das folkige "Mother Goose".
Vielleicht ist "Aqualung" insgesamt nicht so filigran und schön ausgearbeitet wie z.B. "Thick As A Brick", der Sound ist rauher und die einzelnen Stücke sind nicht besonders komplex oder raffiniert, aber für "Tull"-Freunde ist es dennoch essentiell, denke ich.
| Anspieltipp(s): |
Cross-eyed Mary, My God |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
15.5.2002 |
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"My God" und "Wind up" hießen zufällig die ersten Stücke von Jethro Tull, die ich bewußt gehört habe. Sowas, so empfand ich es damals, auf gewisse Weise Einleuchtendes wie die Gesangsmelodie von "Wind up" und sowas teuflisch Gutes wie die Spannungsmomente von "My God" war mir bis dahin nicht untergekommen. Die Gitarrensolos fand ich allerdings ziemlich unbeholfen.
Die kompositorisch gelungenen (hört euch zum Vergleich die energetischen Live-Versionen von "Bursting out" an) "Cross-eyed Mary" und "Locomotive Breath" verlieren sehr viel durch den flachen Sound von "Aqualung". "Cross-eyed Mary" leidet außerdem, wie übrigens die ganze Platte, unter dem unispirierten Schlagzeugspiel von Clive Bunker. Auf "Locomotive Breath" soll der angeblich mit den Leistungen des Schlagzeugers unzufriedene Anderson selbst die Felle bearbeitet haben. Allzu professionell klingen diese Parts dadurch auch nicht gerade. "Hymn 43" und "Up to me" sind für mich seltene Beispiele für völlig überflüssige Tull-Songs. Damit ist "Aqualung" das erste Album der Band - "This was" mal ausgenommen - auf dem sich auch sehr schwache Einfälle finden lassen.
Heute finde ich "Aqualung" vor allem klanglich eher ermüdend, auch wenn Anderson zu den Hardrocksongs einige charmante akustische Lieder gepackt hat. "Mother Goose", "Wond'ring aloud" und "Slipstream", diese meist viel zu kurzen, akustischen Perlen, gehören für mich neben dem schlicht genialen Titelsong und den zwei am Anfang genannten Titeln zu den Highlights dieses unausgeglichenen Albums.
| Anspieltipp(s): |
Aqualung,My God,Wind up,Wond'ring aloud,Slipstream |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2004 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2004 |
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"Aqualung" gehört für mich zu den gelungensten Werken von Jethro Tull. Klar, vieles klingt noch ein bisschen roh und ungeschliffen - aber das macht auch gerade den Reiz dieser Platte (und manch anderer Platten aus der Frühzeit des Prog) aus. Fast jeder Song ist eine Perle für sich, und bei aller stilistische Vielfalt wirkt das Album als ganzes geschlossen, im Gegensatz zu "Stand Up", wo die - qualitativ ebenfalls hochwertigen - Songs doch etwas zusammengewürfelt wirken.
Der Titelsong mit seinem Wechsel zwischen rockenden und sanften, akustischen Passagen ist ebenso ein Allzeit-Klassiker der Band wie "Locomotive Breath", aber auch die restlichen Songs wissen zu überzeugen. Bei "Cross-Eyed Mary" kontrastiert das mystische Mellotron-Intro mit dem rockigen Hauptteil und Andersons "dreckigem" Gesang, "My God" hat ein herrliches Flötensolo (noch ausgedehnter in der Live-Version auf der "25th Anniversary Box"), dazwischen die folkigen Songs wie "Mother Goose" oder "Wond'ring Aloud", von denen manche geradezu Song-Miniaturen sind. Und auch das von Siggy kritisierte "Up To Me" gehört zu meinen Favoriten, unter anderem wegen Clive Bunker, der hier ein ganzes Arsenal unterschiedlichster Schlaginstrumente (aber kein "richtiges" Schlagzeug) verwendet.
Ich kann Udos Fazit nur unterstreichen: "Aqualung" ist eines der essentiellen Alben von Jethro Tull.
| Anspieltipp(s): |
Cross-Eyed Mary, Up To Me, My God |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.5.2004 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2004 |
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