Et Cetera
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Global Records |
| Durchschnittswertung: |
14/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Wolfgang Dauner |
Synthesizer, Pianos, Clavinett, Clavichord, Ringmodulator, Percussion, Trumpet, Flutes, other el. Instruments |
| Sigi Schwab |
Guitars, Surmandel, Sitar, Tarang, Lute, Veena, Sarangi, Tambura, Psalter, Flutes, Balafon, The Bag, Kalimba, Ringmodulator |
| Eberhard Weber |
Bass Instruments, Cello |
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| Fred Braceful |
Percussion, Vocals, One-String-Guitar-Bongo |
| Roland Wittich |
Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Thursday Morning Sunrise
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11:35
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| 2. |
Lady Blue
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3:02
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| 3. |
Mellodrama Nr. 2A
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5:12
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| 4. |
Raga
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16:11
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| 5. |
Milkstreets
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4:08
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| 6. |
Behind The Stage
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6:35
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| 7. |
Tau Ceti
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7:10
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| 8. |
Kabul
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8:51
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| Gesamtlaufzeit | 62:44 |
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Rezensionen

Als "Et Cetera" 1971 auf dem Jazzlabel Global Records erschien, waren auf der LP keine Hinweise auf die beteiligten Musiker zu finden. Das war durchaus beabsichtigt. Hätten nämlich potentielle Käufer in der Besetzungsliste den Namen von Wolfgang Dauner entdeckt, hätten die meisten wohl geschlossen, dass sie ein weiteres reines Jazzalbum in den Händen hielten, für welche Dauners Formation bis dato vornehmlich bekannt war. So aber erreichte das Album, in das man nun wohl oder übel hat reinhören müssen, ein weitaus größeren Käuferkreis. "Et Cetera" (mitunter auch unter dem Titel "Lady Blue" in Discographien zu finden) wurde gar zu einem kleinen Verkaufsschlager (so steht es zumindest im Beiheft des Long-Hair-CD-Reissues zu lesen) und in der Zeitschrift Sounds wurde die Band gar im Leserpoll 1971 zum Newcomer des Jahres gewählt.
Wenn man die Scheibe heute hört, kann man sich darüber nur wundern, ist doch die hier gebotene Mischung aus Rock, Jazz, Psychedelischem und Freiformatigem, angereichert mit arabischen und indischen Einflüssen, ausgesprochen abenteuerlich und radikal. Aufbauend auf Dauners vielfältigen, meist elektronisch verfremdeten Tastenklängen entfaltet sich auf "Et Cetera" ein ziemlich durchgeknallter Trip durch wirre und wirrste Klangwelten. Webers Bassinstrumentarium und die doppelt besetzte Rhythmusabteilung treiben das Ganze druckvoll und virtuos voran. Dazu toben sich Sigi Schwab und Dauner an allerlei weiteren Instrumenten aus, an Gitarren, Ringmodulatoren, verschiedenen Flöten, einer Trompete und einer Ladung exotischer, u.a. auch indischer und arabische Klangerzeuger. Ab und zu kommen noch einige seltsame, gesprochene oder gesungene Vokaleinlagen Bracefuls dazu.
Das Ergebnis ist ein krautig-psychedelischer Experimentaljazzrock mit Weltmusikatmosphäre, der so ziemlich alles, was 1971 im Rockbereich als ungewöhnlich, verrückt, exotisch und avantgardistisch galt in einen Topf schmeißt und mit einem sehr guten Schuss Jazz versehen homogen vermengt. Wenn Embryo, Amon Düül II und Dzyan Anfang der 70er eine wüste Jamsession veranstaltet hätten, wäre vermutlich etwas Ähnliches dabei herausgekommen. Oder nein, eine planlose Jamsession ist das hier Gebotene auf keinen Fall. Kreativ, durchdacht und virtuos musizieren die fünf Instrumentalisten miteinander und erzeugen sehr ungewöhnliche, farbig-exotische Rocknummern, bei denen man meist, auch aufgrund der starken Schlagwerkabteilung, Mühe hat stillzusitzen.
Erstaunlicherweise wurde "Et Cetera" erst im Herbst 2008 erstmals auf CD wieder veröffentlicht. Das CD-Reissue von Long Hair Music beinhaltet drei umfangreiche Bonusstücke, die vermutlich (im sonst sehr ausführlichen, die Karrieren der Beteiligten beleuchtenden Beihefttext sind keine diesbezüglichen Informationen zu finden) aus derselben Session wie die regulären Albumtracks stammen. Die drei Stücke bieten auf gleichem Niveau ähnliches Material, welches dem Rest des Albums in nichts nachsteht. Im Gegenteil! Das geheimnisvoll schwebende "Tau Ceti" und das schräge, druckvoll dahin treibende "Kabul" gehören zu den Höhepunkten der Scheibe. Fast könnte man vermuten, dass damals ein Doppelalbum geplant war, aber nicht verwirklicht wurde.
"Et Cetera" ist ein legendäres Album, ein Klassiker des kreativen Krautrocks, des avantgardistischen Jazzrocks, der experimentellen Progressivrocks, welches sich niemand, der in musikalischer Hinsicht Ungewöhnliches und wirklich Progressives schätzt entgehen lassen sollte. Das gelungene CD-Reissue von Long Hair bietet nun eine wunderbare Möglichkeit, dieses beeindruckende Album der Sammlung einzuverleiben. Sehr empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2008 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Et Cetera (Dt.)
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 1972 |
Knirsch |
11.00 |
1 |
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