The Meek Shall Inherit What's Left
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eyeball Records |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Josh Benash |
Synths, Guitar, Vocals |
| Jared Karns |
Drums, Percussion |
| Mike Abiusio |
Guitar, Synths, Vocals |
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| Rebecca Schlappich |
Violin, Vocals |
| Patrick Southern |
Bass, Vocals |
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Gastmusiker
| James Smith |
Didgeridoo #11 |
| D. James Goodwin |
Acoustic Guitar #10 |
| Kate Cassella |
Violin |
| Nesrine Balbeisi |
Viola |
| Egil Rostad |
Cello |
| Sam Oattes |
Trumpet, Bass Guitar |
| Alex Regazzi |
Trombone |
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| Ed Vinson |
Tuba |
| Meredith Godreau |
Choir #6 & #8 |
| Jacqelyn Kennelly |
Choir #6 & #8, #11 |
| Rachel Browne |
Choir #6 & #8 |
| Dan Romer |
Choir #6 & #8 |
| Andrew Futral |
Choir #6 & #8 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Best Mistake
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2.54
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| 2. |
Plague #11
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2.25
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| 3. |
Haunted By The Beauty Of An Imperfection
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0.36
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| 4. |
All They Draw
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2.56
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| 5. |
Innocent I
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2.23
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| 6. |
Innocent II
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3.31
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| 7. |
IIIIIIIIII
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2.23
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| 8. |
Hate
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4.04
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| 9. |
Through The Day
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2.59
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| 10. |
If They Only Knew
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5.00
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| 11. |
Virus
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15.57
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| Gesamtlaufzeit | 45:08 |
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Rezensionen

Nach den ersten 1-2 Durchläufen könnte man noch vorschnell der Meinung sein, dass sich nicht wirklich viel bei Kiss Kiss geändert hat, denn die Ingredienzien ihres irgendwie hip klingenden Indie(p)rocks sind dieselben geblieben - eine dominante Geige, osteuropäische Folklore und manischer Gesang am Rande des Nervenzusammenbruchs. Lediglich die szenediscokompatiblen Hits des Debütalbums fehlen auf The Meek Shall Inherit What's Left völlig. So ist man zwar froh, endlich wieder was von der Band zu hören, aber zunächst auch fast enttäuscht, weil man sich vielleicht doch etwas mehr erhofft hatte. Schnell wird jedoch klar, dass dieser erste Eindruck völlig falsch ist, denn das neue Album klingt dann doch irgendwie weniger studentisch als Reality vs. The Optimist, dafür aber viel atmosphärischer, runder und vor allem ernsthafter.
Regten die Geräuschtracks auf dem Vorgänger beispielsweise noch zum Skippen an, fügen sie sich hier organisch in ein dramaturgisches Gesamtkonzept ein, das sich erst nach und nach erschließt. So pulverisiert sich bei den letzten acht Minuten von "Virus" irgendwann der erste Eindruck, dass hier nur Zeit geschunden wurde, um wenigstens eine Kassettenseitenlänge Gesamtspielzeit erreichen zu können, denn in dem verzweifelt und gruselig klingenden Rückwärtsgesang kulminiert die Anspannung und Dunkelheit, die man aufgrund der wieder mal sehr rasanten Kompositionen (sechs der neun Songs sind nicht einmal drei Minuten lang) beim ersten Durchgang vielleicht gar nicht mitbekommen hat. Genau das macht dann auch das Album aus - was oberflächlich betrachtet einfach "nur" schwungvoll und schmissig zu sein scheint, offenbart bei genauerem Hinhören Abgründe und Widerhaken, die wehtun, aber auf geradezu masochistische Art und Weise dazu anregen, noch einmal und immer wieder in The Meek Shall Inherit What's Left einzutauchen.
Diese unterschwellig düstere Atmosphäre erklärt sich u.a. durch eine fast einjährige ärztlich verordnete Gesangpause für den Hauptkomponisten Josh Benash, dem nach einem cholerischen "Fuck you, asshole!"-Ausbruch am Steuer seines Autos von einem Moment auf den anderen die Stimme weggeblieben war, was den graduierten Musikstudenten in ein tiefes Loch voller Horrordiagnosen und Zukunftsängste fallen ließ. Wie so oft scheinen Depressionen aber großartige Musik zu beflügeln, denn diese Zeit wurde produktiv dazu genutzt, am musikalischen Profil zu arbeiten und den ohnehin schon recht ausgefeilten Stil noch weiter zu verfeinern. Dass mit Rebecca Schlappich nach den Wechselspielchen der Vergangenheit endlich eine Violinistin gefunden wurde, die nicht nur vom musikalischen Anspruch her, sondern auch menschlich in die Band passte, entpuppte sich als weiterer Katalysator für die Höchstleistungen, die auf "The Meek Shall Inherit What's Left" in Polycarbonat gepresst wurden.
Man sollte das Album auf jeden Fall immer komplett hören, denn hier bildet von der ersten bis zur letzten Sekunde alles eine Einheit, die man nur ungerne zerreißen möchte. Der Song "Virus" geht z.B. nur im Kontext (vor allem die letzten acht Minuten), aber wenn es denn sein muss, dann höre man doch bitte in "Innocent" rein, das im 2. Teil in ein geradezu bombastisches Postrock-Inferno mit Bläsern mündet. Am besten lässt man dann zum zwischenzeitlichen Runterkommen (ha, als ob!) das Interlude "IIIIIIIIIII" durchlaufen, um danach mit "Hate" noch ein bisschen Zigeuner- und Tim Burton/Danny Elfman-Feeling zu tanken.
Dieses Album zu toppen, wird sehr schwer sein, zumal ich mich frage, wie ein besseres Album von Kiss Kiss wohl klingen müsste - mehr Songs über drei Minuten und dafür echte Longtracks? gar keine Interludes mehr? mehr Prog, weniger Indie? Ich habe wirklich keine Ahnung, möchte mir die Höchstnote dafür aber doch noch vorbehalten.
| Anspieltipp(s): |
Innocent I+II, Hate |
| Vergleichbar mit: |
Mr Bungle trifft Tim Burton und Danny Elfman auf dem Balkan. |
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| Veröffentlicht am: |
3.8.2009 |
| Letzte Änderung: |
28.2.2012 |
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