The Colour of Spring
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
12.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Mark Hollis |
Gesang, Klavier, Orgel, Variophon, Gitarre, Melodica |
| Lee Harris |
Schlagzeug |
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Gastmusiker
| Phil Reis |
Percussion |
| Morris Pert |
Percussion |
| Martin Ditcham |
Percussion |
| Danny Thompson |
Kontrabass |
| Alan Gorrie |
Bass |
| Steve Winwood |
Orgel |
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| Tim Friese-Greene |
Keyboards |
| Robbie McIntosh |
Gitarre |
| David Roach |
Saxophon |
| Daviod Rhodes |
Gitarre |
| Mark Feltham |
Mundharmonika |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Happiness is Easy
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6:37
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| 2. |
I Don't Believe in You
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5:01
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| 3. |
Life's What You Make It
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4:26
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| 4. |
April 5th
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5:49
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| 5. |
Living in Another World
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6:57
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| 6. |
Give It Up
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5:15
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| 7. |
Chameleon Day
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3:16
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| 8. |
Time it's Time
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8:11
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| Gesamtlaufzeit | 45:32 |
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Rezensionen

Mit "The Colour of Spring" haben Talk Talk den Synthie-Pop endgültig hinter sich gelassen. Die elektronischen Instrumente sind weitgehend verschwunden (bis auf das "Variophon", das den Klang von Blasinstrumenten elektronisch nachbildet), die Songs wesentlich komplexer als noch auf dem Vorgänger "It's My Life". Trotzdem enthielt "The Colour of Spring" mit "Life's what you make it" noch eine Hitsingle; aber der schleppende Rhythmus dieses Songs und das Gitarrenspiel von Gastmusiker David Rhodes heben es weit über das Niveau üblichen Hitparadenkrams hinaus. Insgesamt ist die Instrumentierung hier reichhaltiger als auf den beiden Folgealben, insbesondere an Schlaginstrumenten wird nicht gespart, so weist die Besetzungsliste zu "Happiness is Easy" gleich vier Percussionisten auf.
Es finden sich aber auch schon Beispiele für den stärker minimalistischen Stil der späteren Alben, so im melancholischen "April 5th", bei dem ein gleichförmiger Tambourinrhythmus mit leisen Klaviertupfern und klagendem Sopransaxophon kombinert ist.
Das völlig rhythmusfreie "Chameleon Day" geht mit seiner an moderne Kammermusik erinnernden Atmosphäre sogar schon in Richtung von Mark Hollis' Soloalbum. Den Auftakt bilden atonale Klänge des Variophons, die von leisen Klavierakkorden abgelöst werden. Dann beginnt Hollis mit fast unhörbarem, murmelnden Gesang, der urplötzlich in einem verzweifelten Aufschrei wechselt. Aber gleich darauf fällt er wieder in leises Murmeln zurück, und mit den Klängen eines kleinen Bläserensembles klingt das Stück leise aus. Was die Leute von der Plattenfirma wohl dachten, als sie das gehört haben...?
Fazit: erstaunlich, wie sich in relativ kurzer Zeit aus belanglosen Synthiepoppern eine der beeindruckendsten Progressive-Rock-Formationen der Achtziger entwickelt hat.
| Anspieltipp(s): |
Happiness is Easy, April 5th, Chameleon Day |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
30.9.2006 |
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Ich habe mir bei The Sensual World erlaubt, eine Rezension ohne jegliche Beschreibung oder Begründung zu verfassen und die Platte nur mit der Bedeutung für mich und in meinem Leben benotet. Bin versucht, dasselbe hier zu wiederholen. Bei den ersten Tönen von "Happiness is easy" fühle ich mich wie durch eine Zeitmaschine ins Jahr 1986 zurückversetzt, spüre jedes Gefühl von damals und vergesse alles um mich herum.
Das setzt sich bei der hypnotischen Pianolinie von "life`s what you make it" und der zu Tränen rührenden Zerbrechlichkeit von "April 5th" fort und endet beim fliessenden "time it`s time", dessen Schluss, man verzeihe mir, einfach göttlich ist. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dieses Album sei nur für mich geschrieben worden.
*Pluff*, Tonarm hoch, ich bin wieder in der Realität. Freue mich auf die nächste Reise.....
| Anspieltipp(s): |
Happiness is easy, life`s what you make it |
| Vergleichbar mit: |
nichts!!! |
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| Veröffentlicht am: |
28.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
29.7.2003 |
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Im Jahr 1986 erschien die dritte Platte der britischen Band Talk Talk. „The Colour Of Spring“ heißt dieses Album und auf ihm war ganz deutlich eine Entwicklung festzustellen: Aus der ehemaligen Synthi-Pop-Band Talk Talk war eine Formation geworden, die zwar immer noch Popmusik auf dem allerhöchsten Niveau fabrizierte, nun aber neben den Popklängen auch ganz andere Töne und Stile zuließ. Die Musik auf „The Colour Of Spring“ war nicht mehr durchgehend radiotauglich, die Musik wurde eklektizistisch, abwechslungsreicher und vielschichtiger.
Aber auch auf „The Colour Of Spring“ gibt es diese Titel, die sofort ins Ohr gehen und einen nicht mehr loslassen. Das beginnt gleich mit der ersten Nummer „Happiness Is Easy“. „Glück ist einfach“ nuschelt Mark Hollis da auf Englisch. Und wenn dazu dann der Kindergartenchor einsetzt, dann passiert etwas in einem. Das Ganze verpackt in einer getragenen Popnummer und Talk Talk schafft es, wie kaum eine andere Band, Stimmungen zu produzieren. Diese entsprechen beim ersten Stück allerdings nicht dem „Glücklich sein“, sondern sehr viel eher der süßen Melancholie.
Schon ein bisschen weniger poppig wird es dann bei „I Don’t Believe In You“. Hier bestimmt, entsprechend dem Titel des Stücks, eine traurige Stimmung die Gefühlslage und hüllt den Hörer damit vollkommen ein. Ebenso mitreißend, allerdings wieder einen Tick fröhlicher und sogar tanzbar ist „Life’s What You Make It“. Eine schöne rhythmische Nummer, bei dem eine kleine, dem Lied zugrunde liegende Melodie, auf dem Keyboard fast mantrartig wiederholt wird und das Stück somit fast ein bisschen hypnotisierend werden lässt.
„April 5th“ geht dann schon sehr in die Richtung Musik, die Talk Talk auf den nächsten beiden Platten bis zur Perfektion ausleben wird. Eine Art Minimalismus herrscht hier vor. Das Ganze hat nun auch nur noch am Rande etwas mit Pop-Musik zu tun. Was hier zu hören ist, das ist längst nicht mehr so populär wie „Such A Shame“ zum Beispiel. „April 5th“ lebt von der Atmosphäre. Die Wichtigkeit einer schönen Melodie tritt deutlich in den Hintergrund, das Erzeugen von Stimmungen ist jetzt die Aufgabe der Musik geworden.
Allerdings schon beim nächsten Stück, „Living In Another World“, ist das alles wieder Makulatur. Hier stehen jetzt wieder die Beats im Vordergrund - und eine packende Melodie. Dazu gesellt sich, zum Verdichten des Sounds, noch ein fetter Orgelklangteppich, der selbst Jon Lord von Deep Purple zu Ehren gereicht hätte. Das Ganze in Kombination mit einer Mundharmonika und ein weiterer Höhepunkt im Schaffen von Talk Talk war geboren.
„Give It Up“ geht ebenfalls wieder in die Richtung „eingängige Popnummer“, vermittelt dabei allerdings erneut sehr viel Atmosphäre. Auch bei diesem Stück gibt es wieder einen fetten Orgelsound zu hören, für den sich Steve Winwood auszeichnet. Der kürzeste Track des Albums, „Chameleon Day“, nimmt dann erneut schon sehr viel von den nächsten beiden Alben vorweg. Ähnlich wie bei „April 5th“, ist hier ein wunderschöner Minimalismus zu hören. Alles, Instrumente wie Gesang, werden hier irgendwie nur angetestet, nur ganz zurückhaltend angeboten, bleiben im Hintergrund, obwohl sich im Vordergrund rein gar nichts abspielt. Nur ganz kurz bricht Mark Hollis mit seinem Gesang aus diesem Klanggebilde aus, um „Breathe on me, Eclipse my mind, It's in some kind of disarray, Killing time, I cradle far, Chameleon Days, Chameleon Day“ herauszustoßen. Besser kann man Musik kaum akzentuieren.
Zunächst poppig, dann immer hymnischer, wird das Album mit „Time It’s Time“ beendet. Auf über acht Minuten ziehen Talk Talk hier noch mal alle Register des Liederschreibens. Man hört schöne Melodien, einen groovenden Rhythmus, dichte Hintergrund-Chorpassagen, fröhliche Variophon- und Melodica-Instrumentalabschnitte und eine, den Hörer immer wieder einfangende Stimmung und Atmosphäre.
Fazit: Ein unglaublich dichtes und gleichzeitig abwechslungsreiches Album ist Talk Talk mit „The Colour Of Spring“ gelungen. Wunderschöne Melodien eröffnen sich hier dem Hörer, die mal zum Nachdenken und In-Sich-Gehen, mal zum Mitwippen einladen. Schade ist nur, dass das Album nach dem achten Lied bereits endet. Aber dann eben noch mal von vorne.
| Anspieltipp(s): |
Jeder der acht Titel. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.4.2012 |
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