Dig?
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EG Records |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Bill Bruford |
electronic, acoustic & chordal drums |
| Django Bates |
keyboards, Eb Peck Horn |
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| Iain Ballamy |
saxophones |
| Tim Harries |
acoustic & electric bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stromboli Kicks
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5:33
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| 2. |
Gentle Persuasion
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4:21
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| 3. |
Downtown
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5:48
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| 4. |
Pilgrim´s Way
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6:20
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| 5. |
Dancing on Frith Street
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4:19
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| 6. |
A Stone´s Throw
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6:04
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| 7. |
Libreville
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6:10
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| 8. |
Corroboree
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4:44
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| Gesamtlaufzeit | 43:19 |
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Rezensionen

1988 schrieb Bill Bruford in seinem Buch When in doubt, roll!:
"I had left the electronic drumset in disgust, irritated beyond belief by its unmitigated gall in wanting to be called a "musical instrument". But time heals old wounds, and the scientists have been working. Keyboardist-producer Dave Stewart and I returned to grappling with MIDI and multi-sample synthesis and jazz, and there is no doubt that electronics can excite as they can frustrate. My current album, Earthworks, has me seated behind a "drumset", comprising, as I recall, two timpani, one conga drum, two pitched steel pipes, one gas blast, one door slam, and a bass drum. Not surprisingly, those old licks sound kind off different and, often, kind of useless." (S. 134)
Deuten diese Worte auf einen nicht einfachen künstlerischen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess hin, so ist dessen Resultat für den Hörer eine sehr zweischneidige Angelegenheit. Brufords Earthwork-Platten - auch "Dig?" - klingen über weite Strecken nach einer allzu versöhnlichen musikalischen Friedfertigkeit. Die "alten Wunden" waren vielleicht zu gut verheilt. Alles ist von einer Atmosphäre der Nettigkeit umgeben, die man zuweilen wohl auch als Spannungslosigkeit bezeichnen könnte.
"Dig?" enthält Musik, die zweifellos kompetent gespielt und keineswegs aus billigen Zutaten gemischt ist. Aber das Ergebnis ergibt einen Befund, der für so manches Jazzrockprojekt festzustellen ist: Man hat es hier eher mit gut gemachter Hintergrundmusik zu tun als mit einer packenden, mitreißenden Produktion, zu der man als Hörer mit Leidenschaft immer wieder zurückkehrt. Da helfen auch Ausflüge in Aborigines-inspirierte Klänge (Corroboree) nicht viel weiter (leichte Anleihen dieser Art gibt es bekanntlich auch im ebenfalls 1989 erschienenen Anderson, Bruford, Howe, Wakeman-Projekt). Wer "Dig?" hört, kann man kaum glauben, daß dies eine Platte von dem Mann ist, der einst Yes verließ, weil er neue Herausforderungen suchte (es dabei allerdings verpaßte, an der musikalisch - nicht zuletzt auch rhythmisch - komplexesten Platte dieser Gruppe, nämlich "Relayer" teilzuhaben). Wenn man die alte Petula-Clark-Nummer "Downtown" im Earthworks-Arrangement zur Kenntnis nimmt, fragt man sich: Ist das wirklich alles, was sich daraus machen ließ?
Der Kopf der Band hat sich hier beim Drumming - wie seine Mitstreiter an den anderen Instrumenten - keineswegs übermäßig verausgabt. Bei der Eröffnungsnummer "Stromboli Kicks" sind die Drumparts sogar ein wenig nervtötend, und "Gentle Persuasion" ist bei weitem zu "gentle" - James Last hätte nicht allzu viel daran ändern müssen, um es seinen Erfolgsalben einverleiben zu können. Wesentlich interessanter ist demgegenüber das hier zum Anspieltip erkorene "Dancing on Frith Street".
Alles in allem: Man kann "Dig?" nicht als schlecht bezeichnen. Aber man sollte diese Art von Musik mehr als nur ein bißchen mögen, um sich die Platte zuzulegen. Sie ist interessant als ein Dokument aus Brufords vielfältigem Schaffen, enthält einige bessere Passagen, aber auch viele Schwachstellen.
| Anspieltipp(s): |
Dancing on Frith Street |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2005 |
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