The Myth of Dying
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Privatpressung |
| Durchschnittswertung: |
13/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Anonymous |
all instruments except violin |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Canto I: Incident at Charing Cross Road
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0:40
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| 2. |
Canto II: Transcendence
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9:33
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| 3. |
Canto III: the visions of Eternity
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9:00
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| 4. |
Canto IV: Beyond the Light
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4:37
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| 5. |
Canto V: The Devil's Proffer
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6:25
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| 6. |
Canto VI: The Devil's Lament
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6:58
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| 7. |
Canto VII: The Realm of the Skeptics
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5:59
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| 8. |
Canto VIII: the Mysterium of the Divine
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2:54
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| 9. |
Canto IX: The Truth of Eternity
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12:26
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| Gesamtlaufzeit | 58:32 |
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Rezensionen

Das Nachfolgewerk zu "The Art of Madness" hat wahrlich nicht lange auf sich warten lassen. Und das 1-Mann-Ensemble knüpft musikalisch nahtlos an das Debüt an, wobei hier die Tiefen noch weiter ausgelotet werden, die Extreme noch deutlicher zu Tage treten. Die harmonischen Parts sind noch harmonischer, die schrägen Attacken sind noch heftiger ausgefallen.
Während beim Debüt noch ein deutlicher Pink Floyd Einfluss erkennbar war - natürlich, wie der Name nahelegt, sind hier eher die frühen Floyd gemeint - ist diese Referenz auf "The Myth of Dying" kaum noch wahrzunehmen. Stattdessen wird stellenweise ganz klar Bezug auf Gentle Giant genommen.
Nach der kurzen Soundcollage "Incident at Charing Cross Road" folgt mit "Transcendence" gleich eine Nummer aus der Rubrik "Schönklang". Stellenweise erinnern mich leicht esoterische Klänge an Passagen von Daevid Allens "Now is the happiest time of our lives". Schöne Melodien, flirrende Synthesizer, angenehme Stimme - hier macht sich bei mir schnell Wohlfühlstimmung breit. Ein wunderschöner Song in typischer Psychedelic Ensemble Machart. Doch wer "Mr. TPE" kennt, weiß, dass dieses Klima nicht allzu lange vorherrschen wird.
Das deutet sich schon im recht komplexen "the visions of eternity" an, bei dem die wieselflinken, sperrigen Keyboardläufe schon fast ein wenig übertrieben wirken. Auch das ist ein typisches Markenzeichen. Es geht zunächst sehr keyboard-dominiert weiter, und es bleibt auch bei einer recht anstrengenden musikalischen Reise, die übrigens verschiedene Phasen im "Leben nach dem Tod" eines jungen Dichters darstellen soll. Bei "The devil's proffer" muss man angesichts der Gesangslinien und der eingesetzten Clavinet-Keyboardsounds zwangsläufig an Gentle Giant zu deren stärkster Zeit denken.
Es folgt dann wieder die obligatorische bluesige Nummer. Wie schon beim Debüt gilt auch hier: eigentlich mag ich diese Spielart nicht, doch bei TPE funktioniert das komischerweise auch für meine Ohren, wobei die Nummer völlig untypisch mit einem tollen klassischen Geigensolo endet. Auch wenn es ursprünglich anders geplant war, ist die Geige übrigens das einzige Instrument, das nicht von Herrn TPE eingespielt wurde. Es folgt eine entspannte Nummer, die von akustischer Gitarre bestimmt wird. Und ich stelle nebenbei fest, dass der zwischenzeitlich manifestierte Eindruck völlig verschwunden ist, dass es sich um ein keyboard-dominiertes Album handelt, denn in diesem Abschnitt geben die Saiten wieder den Ton an.
In dem klassisch angehauchten "The mysterium of the divine" darf sich der Gastgeiger erneut präsentieren, hinzu kommt interessantes Klavierspiel. Hier wird deutlich, dass dem Komponisten zeitgenössische klassische Musik wahrlich nicht fremd ist. Doch die klassische Phase ist schnell beendet, und plötzlich findet man sich wieder in Gentle Giant-beeinflusstem Fahrwasser.
Den Abschluss bildet das über 12-minütige "The truth of eternity", bei dem im Mittelteil die Stimme von TPE urplötzlich nach Ian Anderson klingt und man - wenn auch nur kurz - denkt, man befände sich auf einem Jethro Tull Album. Dieser Song hat wieder einige faszinierende Momente, allerdings übertreibt er gegen Ende die Spielerei mit seiner Stimme ein wenig, wenn der Song auf seinem Finale entgegen strebt.
Es ist durchaus nicht so, dass mir nun jede einzelne Nummer super gut gefällt, aber irgendwie schafft es dieser Musiker, dass ich mich auch für Bereiche zu interessieren beginne, die mir eher fremd sind. Die angebotene Stilvielfalt und deren verblüffend leichte, spielerische Umsetzung faszinieren mich immer wieder. Erneut ein großartiges Album, und ich bin mir sicher, auf dem nächsten Album weiß mich TPE wieder zu überraschen, hohe Qualität garantiert. Und auch dieses Album wird nicht lange auf sich warten lassen.
Bei Prog Awards Italy erhielt "The myth of dying" übrigens gerade eine Nominierung zum besten ausländischen Album und zur besten Produktion 2010.
| Anspieltipp(s): |
Um gleich mal beide Extreme kennenzulernen: transcendence und the devil?s proffer |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.1.2011 |
| Letzte Änderung: |
7.3.2012 |
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