Little Red Record
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Sony Music |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Dave McRae |
Keyboards |
| Robert Wyatt |
Drums, Vocals |
| Phil Miller |
Guitars |
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| Bill MacCormick |
Bass |
| David Gale, Alfreda Benge, Julie Christie |
Der Mutter Korus |
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Gastmusiker
| Brian Eno |
Synthesizer (Track 6) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Starting In The Middle Of The Day We Can Drink Our Politics Away
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2:31
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| 2. |
Marchides
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8:25
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| 3. |
Nan True's Hole
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3:37
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| 4. |
Righteous Rhumba
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2:50
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| 5. |
Brandy As In Benji
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4:24
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| 6. |
Gloria Gloom
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8:05
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| 7. |
God Song
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2:59
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| 8. |
Flora Fidgit
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3:27
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| 9. |
Smoke Signal
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6:38
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| Gesamtlaufzeit | 42:56 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Instant Pussy / Lithing and Gracing
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7:56
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| 2. |
Marchides
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10:30
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| 3. |
Part of the Dance / Brandy as in Benj
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8:41
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| 4. |
Starting In The Middle Of The Day We Can Drink Our Politics Away (Take One)
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2:51
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| 5. |
Smoke Signal (Take Four)
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6:44
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| 6. |
Flora Fidget (Take Eight)
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6:38
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| 7. |
Mutter
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3:23
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| Gesamtlaufzeit | 46:43 |
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Rezensionen

"Matching Mole" ist Robert Wyatts Nachfolge-Projekt nach seinem Ausstieg aus "Soft Machine" ("Matching Mole" von "machine molle"). An der Entstehung dieses zweiten "Matching Mole"-Albums wirkten übrigens einige prominente Namen mit: Robert Fripp als Produzent und Brian Eno als VCS3-Synthie-Leihgeber.
Nichtsdestotrotz muß ich zugeben, daß ich aus dieser Platte nicht so recht schlau werde, und das nicht wegen der kruden kommunistischen Untertöne. Nach dem seltsamen Opener "Starting In The Middle Of The Day We Can Drink Our Politics Away", in dem "Der Mutter Korus" den Titel des Stückes über Klavierbegleitung choral darbietet, meandern die Stücke irgendwie ohne Struktur und Ziel vor sich hin. Die einzelnen Nummern fließen ineinander, aber man bemerkt nicht, wann ein Stück beginnt oder aufhört. Es gibt viel E-Piano Geplinge, jazzige Frickel-Soli von allen Bandmitgliedern (Dave McGrae, keys, Robert Wyatt, dr+voc, Phil Miller, git, Bill McCormick, b) über Baß- oder Piano-Figuren, viele Stellen mit konversationsmäßig gesprochenen oder deklamierten Vocals, dronenartige Soundspielereien und kaum Teile mit Wiedererkennungswert.
Hightlights sind Wyatts gewohnt virtuoses, pulsierendes und musikalisches Schlagzeugspiel, der etwas an "Soft Machine: Vol.1" erinnernde, wenigstens andeutungsweise songartige Teil in "Gloria Gloom" mit typischen schrägen Vocals in Wyatts einzigartiger krähend-rauher Stimme und noch der endlich etwas konzisere "God Song" mit ebensolchen Vocals und Baß-Akkustische Git.-Begleitung.
Vielleicht habe ich diese Platte auch einfach zu selten gehört, aber im Moment würde ich eher eine "Thumbs Down"-Empfehlung geben und Hörer, die Wyatts Gesang interessiert, an "Soft Machine 1/2" und sein Solo-Output verweisen.
| Anspieltipp(s): |
Marchides, God Song |
| Vergleichbar mit: |
Soft Machine |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
23.5.2012 |
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So negativ sehe ich "Little Red Record" nicht. Zwar wirkt das Cover, das die Band unter wehender roter Fahne als eine Art Mischung von Guerilla und Mao-Jünger zeigt, aus heutiger Sicht etwas befremdlich, aber das gehört doch irgendwie als Zeitkolorit zu den 70ern dazu. Und Wyatts politische Ansichten scheinen schon immer etwas durchgeknallt gewesen zu sein, angeblich hat ihn die britische KP nach einigen Jahren Mitgliedschaft wegen zu großer Spinnerei wieder rausgeworfen...
Musikalisch enthält das Album dann aber alles, was das Herz des Canterbury-Fans begehrt: perlendes E-Piano, wunderbare jazzige Gitarrensoli von Phil Miller (v.a. "Marchides"), seltsame Gesangs- oder auch Sprachpassagen. Die Bandbreite der Stücke reicht dabei von lockeren Jams im Stil der frühen Caravan bis zu den strukturlosen Klängen, die weite Teile von "Gloria Gloom" oder "Smoke Signal" dominieren. Ja, die Stücke fließen so in einander, dass man tatsächlich nicht immer erkennt, wo Anfang und Ende sind, aber das sehe ich hier nicht als Mäandern ohne Ziel, sondern eher als übergreifendes (wenn auch krudes, vgl. Cover) Konzept.
Von mir also ein klares "Thumbs Up"!
| Anspieltipp(s): |
Marchides |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.9.2005 |
| Letzte Änderung: |
27.9.2005 |
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Ihr zweites und letztes Studioalbum spielten Matching Mole in etwas entspannterer Atmosphäre ein als das Debüt. Man nahm in den gerade neu eröffneten Whitfield Studios auf, man hatte mit Robert Fripp einen namhaften Produzenten gefunden, mit Dave MacRae hatte man einen der besten damals verfügbaren britischen Keyboarder in den Reihen, das Quartett hatte sich live perfekt eingespielt und Robert Wyatt hatte gerade Alfie (Alfreda Brenge, Künstlerin, Poetin und Wyatts spätere Frau) kennen gelernt. Dementsprechend war "Little Red Record", mit seinem doch ziemlich witzigen Cover (einer chinesischen Propaganda-Postkarte mit dem Titel "Wir werden Taiwan unbedingt befreien!" nachempfunden - ansonsten gibt es hier eigentlich keine Politik), eine deutlichere Gruppenproduktion als der Erstling.
"Little Red Record" bietet ein ziemlich abwechslungsreiches Gemenge, das vornehmlich von eher freiformatig-avantgardistischem Canterbury-Prog, Klang- und Stimmspielereien, freiem Jazzrock, sperrigem Gerocke, entspannten Songs, dadaistischem Free-Pop, diversem bizarrem Geschwätz und auch ein wenig Elektronik gebildet wird. Für letztere war kein Geringerer als Brian Eno zuständig, der von MacCormick gebeten wurde die Nummer "Gloria Gloom" mit elektronischen Ambientklängen ein- bzw. auszuleiten. Das Ergebnis ist ein reichlich unkonventionelles, nicht einfaches, aber trotzdem faszinierendes Album mit progressiv-experimenteller Musik und immer wieder Wyatts sehr eigenen Gesangseinlagen.
Das Anfang 2012 von Esoteric Recordings wieder veröffentlichte Album wurde, wie der beim gleichen Label wieder aufgelegte Erstling, stark erweitert. Die Doppel-CD bietet auf der ersten Scheibe das originale, klanglich aufbereitet Album, auf der zweiten CD dann einiges an Bonusmaterial. Dabei handelt es sich einmal um fünf Nummern, die am 27. July 1972 für eine BBC Radio One "In Concert" Session live mitgeschnitten wurden. Dieselben haben einen erstklassigen Klang, wurden aber schon zweimal auf CD veröffentlicht, zuerst auf der EP "BBC Radio 1 Live in Concert", später dann auf der HUX-CD "on the radio".
Die restlichen Stücke entstammen dann den originalen Album-Sessions und sind nur hier zu finden. Dabei handelt es sich um drei deutlich verschiedenen Alternativversionen, von denen vor allem die von "Starting In The Middle Of The Day We Can Drink Our Politics Away" bemerkenswert ist, ist hier doch nur Wyatt als Sänger zu hören (in der Albumversion gibt's da einen schrägen Chor). Zum Abschluss erklingt dann noch eine Art von "Improvisation" des "Der Mutter Korus".
"Little Red Record" steht dem Erstling wenig nach, bietet zwar mehr oder weniger "more of the same", ist aber trotzdem allen Canterburyphilen Proggern - insbesondere die neue Version on Esoteric - sehr empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.5.2012 |
| Letzte Änderung: |
31.8.2012 |
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