King Kong
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
|
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Jean-Luc Ponty |
violin |
| George Duke |
keyboards |
| Harold Bemko |
keyboards |
| Donald Christlieb |
bassoon |
| Gene Cipriano |
english horn,oboe |
| Gene Estes |
percussion,vibraphone |
| John Guerin |
drums |
|
| Buell Neidlinger |
bass |
| Milton Thomas |
viola |
| Art Tripp |
drums |
| Ian Underwood |
sax |
| Ernie Watts |
saxes |
| Vincent DeRosa |
french horn |
| Frank Zappa |
guitar |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
King Kong
|
4:54
|
| 2. |
Idiot Bastard Son
|
4:00
|
| 3. |
Twenty Small Cigars
|
5:35
|
| 4. |
How Would You Like To Have A Head Like That
|
7:14
|
| 5. |
Music For Electric Violin And Low Budget Orchestra
|
19:20
|
| 6. |
America Drinks And Goes Home
|
2:39
|
| Gesamtlaufzeit | 43:42 |
|
|
Rezensionen

1969 stellt der Produzent Richard Bock Frank Zappa und den französischen Jazz-Geiger Jean-Luc Ponty einander vor. Als Resultat spielte kurz darauf Ponty auf Zappas "Hot Rats" und Ponty nahm ein Album mit von Zappa komponierten und arrangierten Stücken auf: "King Kong". Da auf dem Album auch noch ehemalige Mothers wie Athur Tripp und Ian Underwood, sowie der bald neue Zappa-Keyboarder George Duke, könnte man es fast als Zappa-Album ansehen, insbesondere, da der Meister bei einem Stück auch selbst in die Gitarren-Saiten greift. Allerdings soll Zappa sich später mit Ponty überworfen haben.
Die erste Hälfte der Platte ist sehr jazzig; die Stücke sind im Prinzip arrangiert für Rhythmus-Gruppe, E-Piano, Violine und Sax. Das eröffnende "King Kong" ist vielversprechend: treibender Dreier-Rythmus, engagierte Soli von Duke (ich wiederhole mich zwar, aber: der Mann ist fantastisch!) am E-Piano und Ponty an der E-Violine. Diese Version ist zwar nicht ganz so rauh wie das Original auf "Uncle Meat", aber vielleicht noch mitreissender und gottseidank nicht so ausufernd lang.
Die nächsten beiden Nummern verpassen dem Hörer allerdings wieder einen kleinen Dämpfer: zu den gemächlicheren, besonnener swingenderen Tempi von "Idiot Bastard Son" (von "We're Only In It For The Money") oder "Twenty Small Cigars" ("Chunga's Revenge") passt für meine Ohren Pontys aufdringlicher, klinischer, fast ausdrucksloser E-Violinen-Sound einfach nicht, sondern nervt im Gegenteil: schade. Besser wird das Ganze wieder mit der einzigen Ponty-Komposition der Platte, "How Would You Like To Have A Head Like That", mit deren flottes Jazzrock-Fusion-Feeling die E-Violine einfach besser harmoniert. Hier hat übrigens Zappa selbst neben Ponty, Ernie Watts am Sax und Duke am E-Piano auch ein bisschen Platz für ein Wah-Gitarren-Solo.
Die ausgedehnte Zappa-Komposition "Music For Electric Violin And Low Budget Orchestra" bildet dann fast einen kleinen Stilbruch: Dirigent Ian Underwood navigiert ein kleines Orchester (Violine, Piano, Fagott, Oboe, Horn, Flöte, Cello, Bass, Viola, Drums) durch eine komplexe Zappa-Partitur. In Fantasie-Manier wechseln sich schräge Neuklassik, jazzige Solo-Stellen, burleske Orchesterarbeit und fast freie Ausbrüche ab. Vom ein oder anderen Holperer in der Orchestrierung abgesehen ein durchaus interessantes und spannendes frühes Zeugnis von Zappas Klassik-Ambitionen, wie immer mit einem zwinkernden Auge versehen. Leider finde ich, obschon Zappa sich in den Liner-Notes lobend über ihn äussert, den Drummer Artie Tripp mit dieser Nummer überfordert. Vor allem an den etwas swingenderen, jazzigeren Stellen holpert er sich mehr schlecht als recht durch's Arrangement, was den guten Gesamteindruck etwas stört.
Das abschliessende "America Drinks And Goes Home" (Original auf "Absolutely Free") ist dann noch ein humorige Bar-Band-Nummer, die vor allem von Dukes abgedrehter Bar-Pianisten-Parodie lebt.
Mein Gesamteindruck von "King Kong" ist etwas zwiespältig. Ich weiss, dass das Album bei Zappa-Fans viele Freunde hat, aber einigen coolen, sehr schönen Stellen stehen auch Ausfälle wie Pontys deplazierter E-Violinen-Sound in den ruhigen Nummern und der holpernde Drummern in "Music For..." gegenüber. Dennoch denke ich, dass es Zappa-Fans Spass machen sollte, die dessen jazzigeren Ausflüge a la "Hot Rats" und/oder seine orchestralen Versuche mögen.
| Anspieltipp(s): |
King Kong, Music For Electric Violin And Low Budget Orchestra |
| Vergleichbar mit: |
Frank Zappa |
|
| Veröffentlicht am: |
27.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
27.5.2002 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jean-Luc Ponty
Zum Seitenanfang
|