SUCHE
Erweiterte Suche
ALBEN MIT NOTE 15
the 3rd and the mortal - Tears Laid In Earth
801 - Listen now!
After Dinner - Paradise of Replica
Amon Düül II - Kobe (Reconstructions)
Tori Amos - Little Earthquakes
Jon Anderson - Olias Of Sunhillow
Änglagård - Epilog
Änglagård - Hybris
Änglagård - Made In Norway (DVD/Bluray)
Aphrodite's Child - 666
Ashra - @shra
Ashra - @shra Vol. 2
Bad Dudes - Bad Dudes
Banco del Mutuo Soccorso - Io sono nato libero
The Beatles - Abbey Road
The Beatles - Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band
Björk - Medulla
Björk - Vespertine
Björk - Vespertine live at the Royal Opera House 2001 (DVD)
Björk - Vulnicura
The Box - Le horla
Buzzard - Churp!!!
Can - Tago Mago
Nick Cave & The Bad Seeds - No More Shall We Part
Chandelier - Facing Gravity
Clarion Call - The next big thing
Hal Darling - D2R
Doctor Nerve - Skin
Dream Theater - Images and Words
Dream Theater - Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory
Dream Theater - When Dream And Day Unite
Echolyn - Mei
Emerson, Lake & Palmer - Pictures at an Exhibition
Emerson, Lake & Palmer - Trilogy
Brian Eno - Before And After Science
Fantômas - Suspended Animation
Fates Warning - A Pleasant Shade of Gray
Fish - Tales from the big bus - Live Köln 20.11.1997
Genesis - Foxtrot
Genesis - Nursery Cryme
Genesis - Trespass
Gentle Giant - Live - Playing The Fool
Gentle Giant - Octopus
Godley & Creme - L
Guerilla Toss - Guerilla Toss
Steve Hackett - Genesis Revisited: Live At Hammersmith
Haggard - Awaking The Centuries
Peter Hammill - Enter K
Peter Hammill - The UNION CHAPEL Concert (Peter Hammill & Guy Evans)
Roy Harper - HQ
László Hortobágyi - The traditional music of Amygdala - A psychomusical expedition to the Archepelago in cooperation with the Computer Department of Ethnomusicology, Gayan Uttejak Society, Budapest
IQ - Subterranea
Isildurs Bane - MIND Volume 1
Isis - In the absence of truth
Isis - Oceanic
Island - Pictures
Ron Jarzombek - Solitarily Speaking of Theoretical Confinement
Jelly Fiche - Tout Ce Que J'ai Rêvé
Jethro Tull - A Passion Play
Kansas - Leftoverture
Kansas - Miracles Out Of Nowhere (CD/DVD)
Nusrat Fateh Ali Khan - Mustt Mustt
King Crimson - In The Court Of The Crimson King - An Observation By King Crimson
King Crimson - Larks' Tongues in Aspic - The Complete Recordings
King Crimson - Lizard
King Crimson - The ConstruKction of Light
Little Women - Throat
Magma - Ëmëhntëhtt-Ré
Magma - K.A
Magma - Mekanïk Destruktïw Kommandöh
Magma - Mythes et légendes Volume III (DVD)
Magma - Theusz Hamtaahk Trilogie
Mahavishnu Orchestra - The Inner Mounting Flame
Malicorne - Le bestiaire
Manfred Mann's Earth Band - Solar Fire
Marillion - The Thieving Magpie
Massacre - Funny Valentine
Motorpsycho and Ståle Storløkken - The Death Defying Unicorn
Naked Sun - Naked Sun
Native Construct - Quiet World
Mike Oldfield - Amarok
Mike Oldfield - Exposed
Mike Oldfield - Hergest Ridge
Mike Oldfield - Incantations
Mike Oldfield - Ommadawn
Opeth - Watershed
Payne's Gray - Kadath decoded
Pink Floyd - Animals
Pink Floyd - Live at Pompeii (DVD)
Pink Floyd - Wish You Were Here
Planet X - Moonbabies
Pekka Pohjola - Urban Tango
Popol Vuh (Dt.) - Hosianna Mantra
Porcupine Tree - In Absentia
Porcupine Tree - Lightbulb Sun
Porcupine Tree - Stupid Dream
Psychotic Waltz - A social grace
Psychotic Waltz - Into the everflow
Quiet Sun - Mainstream
Radiohead - Kid A
Ritual - Ritual
Rush - Hemispheres
Rush - Moving Pictures
Rush - Permanent Waves
Saga (Kan.) - Full Circle
Saga (Kan.) - Generation 13
Saga (Kan.) - House Of Cards
Saga (Kan.) - Images At Twilight
Saga (Kan.) - In Transit
Saga (Kan.) - Saga
Saga (Kan.) - Silent Knight
Savatage - The Wake of Magellan
Shadow Gallery - Legacy
Sieges Even - A Sense Of Change
Sloche - J'un Oeil
Judge Smith - Curly's Airships
Soft Machine - Third
Starcastle - Fountains of Light
Starcastle - Starcastle
Demetrio Stratos - Cantare la voce
Sweet Smoke - Just A Poke
Symphony X - V (The new mythology suite)
Talk Talk - Laughing Stock
Talk Talk - Spirit of Eden
This Heat - Deceit
Toxic Smile - In Classic Extension (DVD)
Transatlantic - Bridge Across Forever
Tribute - New Views
UK - UK
Umphrey's McGee - The Best Show On Earth - 2004-12-31 The Riviera - Chicago, IL
The United States of America - United States of America
Van der Graaf (Generator) - H to He Who am the Only One
Vangelis - Albedo 0.39
Various Artists - More Relics - A tribute to Pink Floyd
Rick Wakeman - Journey To The Center Of The Earth
Watchtower - Concepts of Math: Book One
Watchtower - Control And Resistance
Steven Wilson - Drive Home
Steven Wilson - Hand.Cannot.Erase.
Steven Wilson - The Raven That Refused To Sing And Other Stories
Robert Wyatt - Rock Bottom
Stomu Yamashta's Go - The GO Sessions
Yes - Close To The Edge
Yes - Relayer
Yes - Tales From Topographic Oceans
Zs - Arms
<< 14- >>
STATISTIK
23977 Rezensionen zu 16376 Alben von 6364 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Fates Warning

A Pleasant Shade of Gray

(Siehe auch: Leitfaden "ProgMetal")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Progmetal
Label: Massacre Records
Durchschnittswertung: 11.67/15 (6 Rezensionen)

Besetzung

Ray Alder Vocals
Jim Matheos Gitarre, Gitarren Synthesizer
Mark Zonder Drums
Joey Vera Bass

Gastmusiker

Kevin Moore Piano, Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Part I 1:53
2. Part II 3:25
3. Part III 3:53
4. Part IV 4:26
5. Part V 5:24
6. Part VI 7:28
7. Part VII 4:51
8. Part VIII 3:31
9. Part IX 4:45
10. Part X 1:19
11. Part XI 3:34
12. Part XII 7:45
Gesamtlaufzeit52:14


Rezensionen


Von: Daniel Bosen (Rezension 1 von 6)


Die Jungs von FW scheinen sich gedacht zu haben, dass es der heutigen Prog-Welt an langen Songs mangelt, und haben daraufhin dieses ca. 54 minütige Epos geschaffen. Ob man "Songs" dieser Länge überhaupt als eine Entität ansehen kann sei mal dahingestellt, jedenfalls sehen es oben genannte Musiker so, und auch musiktechnisch spricht einiges dafür. So findet man etliche Leitthemen, die sich ihren Weg durch die Platte Bahnen, und lyrisch präsentiert sich das Stück sowieso als Einheit. Dadurch ergeben sich ein Paar Redundanzen (while(true) do "let nothing bleed into nothing") aber alles in allem strotzt das Werk nur so vor Ideen.

In den ersten Teilen wird langsam eine Spannung aufgebaut, die im vierten Teil ihren ersten Höhepunkt erlebt. Leider geht jetzt diese Spannung etwas verloren, aber nur um wieder nach weiteren vier Teilen in Part 8 dann ein wirklich geniales Instrumental Stück umso besser dastehen zu lassen. Ab jetzt ist aber kein halten mehr, und bis zum letzten und besten Stück, Teil 12 (wer hätte es gedacht!) bekommt man Musik vom feinsten zu hören.

Musikalisch bewegt sich die Platte auf hohem Niveau, vor allem Schlagwerker Mark Zonder zeigt mit seinem einfallsreichen und filigranem Stil, dass er zu den besten seiner Zunft gehört. Die musikalische Struktur der einzelnen Teile reicht von sehr melodiös bis moderat frickelig, und ist mit den prog-üblichen rhythmischen Spielereien angenehm durchsetzt.

Man muss aber die CD tatsächlich möglichst als ganzes ansehen um in den vollen Genuß von APSoG zu kommen, das heißt auch, daß einem die Platte anfangs etwas lau vorkommt, aber keine Sorge, dies ändert sich erfahrungsgemäß sehr schnell.

Mein Tip ist sich die Platte erst ein paar mal nur als Berieselung anzuhören (wirklich!), so dass man unbewußt ein paar Melodien aufnimmt, danach sollte man sich mit einem Glas Rotwein bewaffnen und die Platte ungestört geniessen.

TIMEWARP

Nach einem weiteren 3/4 Jahr hörens der Platte seit meiner Rezension oben muss ich leider feststellen, das ich mir nicht mehr zustimmen kann. Ich habe ja schon damals angedeutet, dass die CD bei mehrmaligen hören besser wird, und ich hatte eigentlich den Eindruck gehabt, nach etwa einem Jahr, sollte meine Meinung gefestigt sein. Aber weit gefehlt! Ende des Jahres 1999 hat ich mir mal (erfolglos) Gedanken dazu gemacht, was den DIE Platten der 90er Jahre waren. Und die einzige CD die eigentlich bei jeder Betrachtungsweise, von allen Seiten, und unter berücksichtigung beliebiger Parameter IMMER in den Top 3 gelandet ist, war nun mal "A Pleasant Shade Of Grey".

Also ich kann nur sagen dass ich nicht weiss, wo meine Ohren waren, als ich die Rezi geschrieben habe. Z.B. das ich die Stücke nach Part IV so niedergemacht habe. BLÖDSINN! Part V hat das genialste Schlagzeug, das ich überhaupt kenne. Derartig filigran und einfallsreich, trotzdem treibend und hoch energetisch, der reine Wahnsinn. Oder der Bass in Part VI, besser als Levin (ich verteidige diese Aussage vor jedem Gericht dieser Welt). Oder der Piano Übergang, vom repetitiven "Regentropfen-Sound" in das Instrumental Stück. OK, darüber habe ich mich damals schon positiv ausgesprochen.

Also, meines Erachtens kommt man an dieser Platte nicht vorbei, ohne wenn und aber. Aber es kostet Zeit, viel Zeit.

Anspieltipp(s): Part IV, Part XII
Vergleichbar mit: LTE2, Track 5 0:39-1:02 (Drums!)
Veröffentlicht am: 28.5.2002
Letzte Änderung: 28.5.2002
Wertung: 14/15

Zum Seitenanfang

Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 6)


Dies ist es also. Das Album des Jahres 1997 - und das schon im Mai? (Gemeinsam mit IQs Subterranea, das im Herbst nachlegen konnte!)

Wahrlich wird es für andere Bands schwer werden diesen hohen Standard zu erreichen, den 'A Pleasant Shade Of Gray' setzt. Ein Album abseits aller Trends zu machen ist im progressiven Bereich ja normal. Ein Album mit nur einem Song zu füllen hingegen schon weit weniger, daß man im Trendverseuchten Amiland damit allerdings auf Platz 37 in den Billboard Charts einschlägt hätte wohl niemand erwartet - am wenigsten wohl die Band selbst, wollten sie sich doch mit diesem Album selbstverwirklichen.

Wie dem auch sei. 'A Pleasant Shade Of Gray' ist ein Traum. Hier wird Prog-Mucke der Extraklasse zelebriert und besonders Ray Alder bietet eine Gesangsleistung die ihresgleichen sucht. Der Song hat eine Gesamtspielzeit von knapp 54 min. und ist unterteilt in 12 Parts - laut Ray Alder zur Vereinfachung für den Hörer.

Das Album benötigt seine Anlaufzeit bevor es dann die Gehörgänge zersetzt. Besonders hervorzuheben ist eigentlich kein Part. Alles spielt sich auf einem erstaunlich hohen Niveau ab. Am ehesten könnte man das Album mit dem 'Perfect Symmetry' Album vergleichen. Vertrackt geht es zu Werk, jedoch nie soweit, daß man befürchten muß den Faden zu verlieren. Der geschickte Einsatz von Keyboards verleiht zudem eine eigene Atmosphäre, was sicherlich auch an Kevin Moore liegt, seineszeichens Ex-Dream Theater Keyborder.

Egal, eigentlich zählt nur, daß dieses Teil ein Pflichtkauf ist. Etwas besseres ist mir jedenfalls schon lange nicht mehr untergekommen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.5.2002
Letzte Änderung: 8.1.2004
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 6)


Durch einen glücklichen Zufall habe ich erst OSI kennen und schätzen gelernt und bin dann auf Fates Warning (via "Disconnected") gestossen und erst danach auf "A Pleasant Shade Of Gray". Durch diese Reihenfolge konnte ich die beiden ersteren so richtig begeistert aufnehmen; das sähe vielleicht anders aus, wenn ich zuerst "A Pleasant Shade Of Gray" kennengelernt hätte.

Atmosphärischer ProgMetal? Moderner ProgMetal mit interessanten Spielereien? Ist das überhaupt noch 'Metal'? Ich weiss nicht, wie man das Werk "A Pleasant Shade Of Gray" charakterisieren soll. Für "echte" Metaller, selbst für die gemässigten ProgMetaller, dürfte dieses Album nicht so ohne weiteres eingängig sein (und vielleicht auch nicht hart genug). Dranbleiben und Erforschen wird aber mit einem besonderen Erlebnis belohnt. Für Fates Warning ist es in jedem Fall der erste Schritt in eine ganz neue Richtung, eben - siehe oben - die Erfindung des "Atmo-ProgMetal"... und wohl auch gleich - trotz des Auftakts zu einer Reihe toller Alben wie "Disconnected", OSI oder auch dem 2004er Album "X" - der Höhepunkt.

"So where do we begin and what else can we say?" Schon die ersten von Ray Alder gesungenen Worte strömen die Faszination aus, die mich das ganze Album über gepackt hält. Es ist schwer zu beschreiben, wie der folgende verzerrte Gesang, die schleppenden Schlagzeug-Rhythmen, die souveräne Gitarre und der düster-wummernde Bass ineinandergreifen und den Hörer förmlich in die Boxen saugen wollen. Dazu kommen die omnipräsenten Samples und Keyboard-Sounds, die Gast Kevin Moore immer wieder einstreut. Mir scheint, dass wirklich alle Beteiligten zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit waren. Ray Alder zeigt sich gesanglich deutlich gereift und liefert hier sein Meisterstück ab. Jim Matheos bedient die Gitarre auf virtuose Art und Weise und zeichnet daneben für Komposition und Lyrics verantwortlich. Mark Zonders Drumming muss man eigentlich nicht extra erwähnen, aber auch er sorgt hier selbst für seine Verhältnisse für aussergewöhnliche Akzente. Joey Vera spielt ein cooles Bass-Lead zu Beginn von "VI"... Einzelne Tracks oder Passagen herauszugreifen fällt mir schwer, da es mir irgendwie wie ein "Sakrileg" vorkommt.

Lobhudelei? Wohl wahr... Aber ich habe in vielen Durchläufen versucht, etwas Negatives an diesem Album zu finden, vergeblich. Na ja, vielleicht den Schluss (der hier nicht verraten werden soll), der mich jedes Mal wieder unsanft in die Wirklichkeit zurückholt ;-) Auch wenn die Indexierungen Einzel-Tracks suggerieren, "A Pleasant Shade Of Gray" ist für mich ein durchkomponierter Longtrack. Einzelne Motive und Melodien tauchen immer wieder auf, werden transformiert, dekliniert und wiedergegeben. Es gibt eigentlich immer wieder etwas Neues zu entdecken... Da bleibt mir eigentlich nur noch eines: Die "Meisterwerk"-Bewertung zu ziehen.

Anspieltipp(s): nur wer alles hört, bekommt alles ;-)
Vergleichbar mit: ?
Veröffentlicht am: 14.12.2004
Letzte Änderung: 15.12.2004
Wertung: 15/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Graf @ (Rezension 4 von 6)


Nach all diesen Lobeshymnen muss ich mich dann doch nochmal zu Wort melden. Nachdem ich mir irgendwann mal den Klassiker The spectre within zugelegt hatte, musste ich enttäuscht feststellen, dass dieser mehr oder minder genauso klang wie die Iron-Maiden-Alben, die in meinem Bekanntenkreis kursierten und für mich unverständlicherweise hoch im Kurs standen. Damit waren Fates Warning für mich erstmal völlig uninteressant geworden.

Die Rezensionen hier haben mich trotz ihrer Einstimmigkeit auch nicht angespornt, dieses Album zu kaufen. Vielmehr war es die Tatsache, dass Kevin Moore mit dabei ist - bin ich doch von seinen sonstigen Ergüssen sehr angetan. Leider musste ich feststellen, dass seine Anwesenheit in der Besetzungsliste treffend unter "Gastmusiker" geführt ist. Groß dürfte sein Einfluss auf dieses Werk nämlich nicht gewesen sein.

In vielen Punkten muss ich meinen Vorrednern zustimmen. "A pleasant shade of gray" ist in der Tat wie ein einziger Song und hat eine durchweg dichte und stimmige Atmosphäre. Und das ist in meinen Augen bereits ein Manko. Ich mag zwar an sich diese Art von düster angehauchter Stimmung, aber diese fast ausnahmslose Gleichförmigkeit über die gesamten 54 Minuten ruft auch bei mir irgenwann gewisse Ermüdungserscheinungen hervor. Dafür ist sicherlich nicht nur die langatmige Komposition allein verantwortlich. Ray Alder lässt in einer Tour seine ewig gleichklingenden pathetischen, langgezogenen Gesangslinien ab, und Jim Matheos lässt sich nur in Zweifelsfällen mal dazu herab, ein Solo zu spielen. Kevin Moore hat zudem leider nicht immer ein glückliches Händchen für passende Sounds. Gerade am Anfang lässt sein Bläser-Arrangement das ganze eher wie eine Revue als wie ein Progmetalopus wirken.

Ich geb's zu. Ich bin ein Miesepeter. Aber im Grunde stört mich vor allem das, was mich bereits zu Maiden-Zeiten gestört hat: Das künstliche Verlängern der Takte um einen Schlag, um auf Krampf aus dem 4/4-Rhythmus rauszukommen. Ich habe nichts gegen krumme Takte, nur muss das ganze einen Sinn ergeben. Wenn man ein saugeiles Riff komponiert, das genau einen 5/4-Takt beansprucht, ist das super. Aber man macht ein Riff, das nach 4/4-Takt klingt, nicht besser, wenn man einen Schlag dranhängt.

Ich will das Album aber jetzt nicht komplett niedermachen. Wenn ich eine entsprechende Stimmung habe, macht die Scheibe durchaus Spaß. Die Schlagzeug-Eskapaden in Teil 4 und 5 sind in der Tat sehr nett anzuhören. Teil 8 mutet sogar barock an, und Teil 9 kommt mit einer schönen Ballade daher.

Aber ein Meisterwerk? Nope. Dafür ist es mir zu geradlinig und unspektakulär.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2009
Letzte Änderung: 29.4.2014
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 6)


In Bälde erscheint das neue Fates Warning-Album "Darkness in a Different Light". Guter Grund, sich nochmals mit früheren Alben der Band auseinander zu setzen. Awaken the guardian gehört zum Grundgerüst des Progmetal, Perfect Symmetry war noch eine Spur vertrackter und komplexer. Mit dem dritten "Meisterwerk" der Band, zumindest nach allgemeiner Lesart, konnte ich bisher nie viel anfangen. Das Album kam mir nie richtig auf Touren, ich habe die Platte tatsächlich immer wie einen einzigen zäähen, laangen Titel empfunden, der sehr variationsarm stets in der gleichen Tonart und im gleichen Tempo zu verharren schien. Eine Charakteristik, die das Album mit einem anderen Meisterwerk des Genre gemein hat, nämlich Into the everflow. Doch das ist eine andere Geschichte... (die so übrigens auch nicht stimmt).

Manchmal muss man aber einfach am Ball bleiben und dann bewahrheitet sich mitunter das etwas abgedroschene "Gut Ding will Weile haben". Das traf für mich auch auf "A Pleasant Shade of Gray" zu. Das Album braucht seine Anlaufzeit und spätestens ab Teil V vermag es zu überzeugen, ja bisweilen gar zu begeistern.

Die Kompositionen sind atmosphärisch dicht und spannend, die Keyboards passend, das Bass-Spiel mal kraftvoll, mal dezent und mal beinahe hypnotisierend. Mark Zonders Arbeit an den Drums ist absolut gelungen und passend und Ray Alder singt ausdrucksstark und nie aufdringlich.

Es gibt Alben, die einen langsam umgarnen und plötzlich in ihre Welt, in ihren Klangkosmos, einsaugen. "A Pleasant Shade of Gray" ist so ein Album. Es steht auf einer Stufe mit den oben Genannten.

Anspieltipp(s): V & XII
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.9.2013
Letzte Änderung: 15.9.2013
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Marc Colling @ (Rezension 6 von 6)


Ich muss Kollege Jörg hier unterstützen. Nach den durchwegs positiven Rezensionen hab ich mir die CD auch gekauft. Doch ich bin enttäuscht. Ich möchte mir nicht ein „Album schön hören müssen“. Denn das bedeutet für mich, dass dem Album irgendetwas fehlt um bei mir zu zünden. Diese CD hier hab ich mir jetzt mindestens 20-mal angehört, ich gehe soweit zu behaupten, dass ich sie in- und auswendig kenne. Nun, ihr ahnt es schon: es hat nicht hingehauen. Warum?

Ich liebe Alben, die einen roten Faden haben, eine gewisse Homogenität besitzen. Davon hat dieses Album mehr als genug. In meinen Ohren gar viel zu viel. Über die gesamte Spielzeit kommt es mir manchmal so vor, als passiere überhaupt nichts. Alles klingt so gleichförmig, so identisch. Die einzelnen 12 Parts wechseln natürlich auch mal das Tempo, aber trotzdem bleibt die Musik uniform. Auch ist die Stimme von Alder sicherlich gut, doch seine stets langgezogenen Wörter gehen mir nach einiger Zeit auf den Geist.

Positiv ist Mark Zonder an den Drums zu erwähnen. Er spielt teils sehr abgefahrene Parts ein, im Gegensatz zu Jim Matheos an der Gitarre, dem zwar tonnenweise Riffs einfallen (die aber irgendwie immer wieder gleich klingen) aber nicht ein einziges Solo.

Natürlich ist nicht alles schlecht und das Album hat auch starke Momente. Track 6 mit seinem sich langsam steigerndem Tempo und seinem prägnanten Bassspiel gefallen mir schon. Ich hab bloß ein Problem damit, 54 Minuten lang eine CD zu hören, die eigentlich immer nur aus sich mehr oder weniger wiederholenden kurzen Songs besteht. Viele Gitarrenlinien werden recycled und der Gesang erscheint mir manchmal komplett identisch von einem Song zum anderen.

Mir fehlt hier die Abwechslung. Ein Album sollte mehr bieten als immer nur ein mehr oder weniger gleiches Rockfeeling. Mag sein, dass ich das Album zu sehr mit dem Debut von OSI vergleiche (oder mit dem Album „Blood“). Denn im Vergleich damit ist dies hier nur lauer Kaffee.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.4.2016
Letzte Änderung: 14.4.2016
Wertung: 8/15
ich hab die zündende Idee leider nicht gefunden

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fates Warning

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Night on Bröcken 7.00 2
1985 The spectre within 7.50 2
1986 Awaken the guardian 12.50 2
1988 No exit 9.00 2
1989 Perfect Symmetry 12.00 3
1991 Parallels 8.50 4
1994 Inside Out 6.00 3
1998 Still Life 11.33 3
2000 Disconnected 10.00 4
2004 X 10.40 5
2005 Live In Athens (DVD) 11.50 2
2013 Darkness In A Different Light 10.67 3
2016 Theories Of Flight 10.50 4

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum