Journey To The Center Of The Earth
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
A&M |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Rick Wakeman |
keyboards |
| Garry Pickford-Hopkins |
vocals |
| Ashley Holt |
vocals |
| Mike Egan |
guitar |
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| Roger Newell |
bass |
| Barney James |
drums |
| London Symphony Orchestra |
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| English Chamber Choir |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Journey / Recollection
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21:04
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| 2. |
The Battle / The Forest
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18:57
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| Gesamtlaufzeit | 40:01 |
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Rezensionen

Nach seinem Ausstieg bei "Yes" widmete sich Rick Wakeman seiner Solo-Karriere. Dieses, sein zweites Solo-Album, ist die erste Frucht dieser Zeit und gleich auch eines seiner erfolgreichsten Alben überhaupt. Wie bei so vielen seiner Alben aus dieser Zeit handelt es sich um ein Konzept-Album; die zugrundeliegende Geschichte ist natürlich Jules Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde", die musikalisch und mit Hilfe eines Erzählers grob in vier Teilen nacherzählt wird. Aufgenommen wurde das ganze live mit Band-Besetzung (natürlich Wakeman am Keyboard-Arsenal), Streichorchester und Frauenchor.
Die Besetzungsliste läßt den Sound der Platte schon erahnen: Bombast. Ausgedehnte orchestrale Ouvertüren und Zwischenspiele rahmen fließend-poppige bis rockige Bandteile ein. Es gibt einige schön sirrende Moog-Soli vom Meister, nette Erzählung, grummelndes Clavinet, Bläserfanfaren, schmalzige Chorstellen, jauchzende Streicher und ein Klassikzitat (Grieg am Ende). Zwischendrin gelingen Wakeman aber auch ein paar charmante, wenn auch wenig erinnerswerte Melodien, und die Spannung, die vor der Sturmszene aufgebaut ('In silence, they waited for the storm...') und mit dem plötzlichen Losbrechen des Moog aufgelöst wird, begeistert mich immer wieder. Leider sind die Sänger nicht so besonders toll, aber man kann nicht alles haben.
Alles in allem eine nette Platte, nicht mehr, nicht weniger. Man darf halt das ganze Brimborium mit Orchester und Chor nicht zu ernst nehmen, wie es vielleicht einige Rockkritiker getan haben, die diese LP für eine der grossen Sünden des Prog hielten und halten. Neben "Six Wives" und "Criminal Record" vielleicht das einzige, was man aus Wakeman-Solo-Wust wirklich kennen sollte, auch wenn man nicht wahnsinnig viel verpasst, wenn man sie nicht kennt. Leider ist in der normalen CD-Version das nette Booklet der LP mit den Illustrationen meines Wissens nicht nachgebildet; deswegen aber die Gold-CD, die es enthält. kaufen lohnt sich aber nicht, es sei denn, man findet sie wie ich billig im Gebrauchtregal...
| Anspieltipp(s): |
The Battle |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.6.2002 |
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Rick Wakeman stieg 1974 nach dem "Tales From Topographic Oceans"-Album bei Yes aus, weil ihm die Musik zu aufgeblasen war und er nichts mehr dazu beitragen konnte. Da stellt sich natürlich die Frage: ist "Journey To The Center Of The Earth" etwa nicht aufgeblasen, viel mehr sogar, fast am Platzen? Was mag ihn getrieben haben, nach dem noch mit einer normalen Rockband eingespielten "The Six Wives Of Henry VIII" derart in die vollen zu Greifen, sein gesamtes privates Vermögen in das Projekt zu stecken, so daß er am Tag der Aufführung noch nicht einmal mehr seine Milchrechnung bezahlen konnte? Das ist auch der Grund dafür, daß das Album live eingespielt wurde, da er sich ein Studio nicht mehr leisten konnte. Gelohnt hat es sich für ihn jedenfalls, das Album wurde weltweit ein Hit. Viel verdient hat er trotzdem nicht, da er anschließend mit Orchester und Chor auf Tour ging.
Obwohl es sich um eine Liveaufnahme handelt, spielen Chor, Orchester, Band und Wakeman perfekt zusammen. Die haben sich sicher einige Zeit genommen, um sich aufeinander einzustimmen. Trotzdem soll es während des Konzerts bei "The battle" einen schwerwiegenden Aussetzer gegeben haben, so daß eine komplette Sektion unbrauchbar war und herausgeschnitten werden mußte. Stattdessen wurde eine andere Sektion darüber kopiert, so daß diese jetzt zweimal erklingt. Überhaupt war das komplette Werk viel länger als die damals üblichen 40 Minuten für eine LP, so daß für die vorliegende Aufnahme gekürzt werden mußte. Ob eine Komplettaufnahme überlebt hat? Wer weiß, vielleicht in irgendeinem Archiv?
Die Musik ist reichlich aufgeblasen und pompös bis bombastisch. Die 2x2 angegebenen Titel zerfallen noch in weitere, kleinere Untereinheiten, die durch den Erzähler zusammengehalten werden, der die Geschichte vorantreibt, erzählt, was im nächsten Abschnitt passiert. Damals mag dieses Konzept noch einigermaßen neu gewesen sein, mittlerweile hat es sich ziemlich ausgelutscht und wird bereits in der zweiten Wakeman-Generation (Clive Nolan & Oliver Wakeman) verwendet. Dann darf entweder das Orchester mit dem quietschigen Frauenchor oder die Band mit den manchmal nicht ganz sicheren Sängern heran. Oder auch mal die Band mit Hintergrundstreichern und Background-Chor. Von einem echten Zusammenspiel von Orchester und Band würde ich aber eher nicht sprechen. Nur Rick Wakeman kann mit beiden Gruppen zusammenspielen. Und wenn er dann zu einem Moog-Solo ansetzt, sind das die Highlights des Albums.
Ja, die Platte ist aufgeblasen, prätentiös und kitschig. Aber sie weiß zu unterhalten. Und viel mehr konnte man gar nicht erwarten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
2.12.2005 |
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Aufgeblasen, pompös, kitschig, dennoch irgendwie unterhaltsam - meine Vorredner haben schon alles zum ersten "großen" Werk des Herrn im Glitzercape gesagt. Wobei ich dieses Album längst nicht so kitschig finde wie das (nicht weniger unterhaltsame) Myths and Legends. Denn bei allem Sirupgejaule des Chors fühlt man sich hier nicht die ganze Zeit in einem Kostümschinken, der orchestrale Bombast wird ab und an mal zurückgenommen und macht Platz für leisere Stellen.
Am schönsten ist aber auch hier wieder das reich bebilderte Heft, das der LP-Ausgabe (und einer Luxus-CD-Ausgabe, siehe Udos Rezension) beiliegt. Die Bilder scheinen mir teilweise einem LSD-Trip zu entstammen: aus einem Wasserhahn ergießt sich Wasser in einen Abfluss, der sich in einem menschlichen Mund befindet, Erzähler David Hemmings sitzt inmitten gigantischer Pilze (!), Wakeman kuschelt sich an ein überdimensionales Ohr. Am schönsten finde ich aber immer noch das Bild, auf dem zwei Riesenreptilien in ebenso riesigen Biergläsern schwimmen, davor der Dirigent, die Linke kraftvoll zur Faust geballt. Was das mit der Romanvorlage zu tun hat? Woher soll ich das wissen?
Bei aller Aufgeblasenheit, wenn der auf dem Cover offensichtlich in ein Bettlaken gehüllte Wakeman in die Tasten haut, das ist schon was. Aber auf The Six Wives Of Henry VIII macht er das noch besser und mit weniger Brimborium. Trotzdem, Journey ist schon irgendwie nett.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.5.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.5.2006 |
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(vorher lesen bei Jabberwocky und bei The Hound of the Baskervilles und bei
She).
....nichts, aber auch gar nichts, schlägt Jules Vernes ?Reise zum Mittelpunkt der Erde? bei mir. Den Film von 1959 hab ich soundsoviel-zigmal gesehen. Selbstverständlich den Roman mehrfach gelesen. Die LP von Wakeman fast durchsichtig genudelt. Und inzwischen die CD.
Ich mach das nicht. Ich mach das nicht, dass ich ganze CDs mehrmals direkt hintereinander laufen lasse. Ich hab zuviel Zeug und ich hab zuviel Lust auf Abwechslung als dass ich das machen möchte. Vielleicht mal nen guten Song ein paarmal hintereinander, selten im Jahr gibts das.
Aber ich mach das mit Rick?s Journey. Dreimal, ja schon viermal hintereinander (is ja eh so kurz) lief die schon hier. Ich kenn da alle Wendungen der Musik, kann seine herrlich quietschigen Moog-Solos mitsummen, hör mir manchmal nur die tollen Erzählerteile an, grins mir eins mit den ?Crocodile Teeth? Chören und denk an Ricks Bemerkung über japanische Chorsänger, bin dann sofort wieder 12 und seh das erstemal diesen Film von ?59 mit Hans und Gertrud der Gans. Ich guck mir die Wakeman-DVD mit dem Livekonzert aus Kalifornien dazu an (jaha, hier hab ich schon was bei ?Caamora? noch fehlt) und freu mich über Rick im Merlin Outfit.
Wenn man nur eine einzige Progical-Platte je in Erwägung zieht, wenns nur einen Klassiker dieses Untergenres des Progs gibt, das ist er. Die majestätische, erhabene, pathostriefende, schmalzig-schöne, süßlich-kitschige Reise zum Mittelpunkt der Erde. Großes Kino. Unterhaltungskino natürlich, nix Kunst. Aber geil. Total geil. Nix objektive Kritik hier von mir, nur Mitteilung meiner Gefühlswelt die Karussell vor Freude mit dieser Platte fährt.
Motzt und lächelt über mich oder freut euch insgeheim wenn ihr am Klo ? die Freundin solls ja schließlich nicht mitbekommen das ihr SOWAS hört ? heimlich das Werk genießt und an meine Worte denkt. Könnts ja dann auch gleich reinwerfen wenns nix für euch ist, tut mir nix, tut Rick nix, nur ihr verpasst was.
Denn wer das Progical-Genre bierernst nimmt ist doch wirklich selber schuld. Natürlich ist das nicht innovativ, progressiv im Wortsinn, die Musikwelt revolutionierend. Nur großer Spaß. Wenn man nicht so ernst ist, selbstverständlich, d.h. nicht dauernd ernst sein muß. Tongue-in-cheek, über sich selber lachen können, milde gestimmt mit den geheimen Gelüsten, solch Tugenden braucht man hier.
Und seid mal wieder Kind. Genießt mal wieder sinnfrei, Kopf abschalten, ohne deswegen gleich RTL oder die Charts einzuschalten. Ist gesund für die Seele. Ist gesund für des Proggies Seele, glaubts mir, denn ich habe die Wahrheit geblickt.
Oder habt ihr zu den Kindern gehört, die beim sonntäglichen Märchen- oder Abenteuerfilm immer ?des is doch gar nicht echt, des gibts doch gar nicht? gerufen haben? Na na na!!!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
6.11.2008 |
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