The Snow Goose
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
DERAM |
| Durchschnittswertung: |
11.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Doug Ferguson |
Bass |
| Andy Ward |
Schlagzeug |
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| Peter Bardens |
Keyboards |
| Andy Latimer |
Gitarre, Flöte |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Great Marsh
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1:47
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| 2. |
Rhayader
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0:33
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| 3. |
Rhayader Goes To Town
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2:21
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| 4. |
Sanctuary
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5:11
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| 5. |
Fritha
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2:27
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| 6. |
The Snow Goose
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3:03
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| 7. |
Friendship
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1:46
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| 8. |
Migration
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1:54
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| 9. |
Rhayader Alone
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1:47
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| 10. |
Flight Of The Snow Goose
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2:34
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| 11. |
Preparation
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3:50
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| 12. |
Dunkirk
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5:23
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| 13. |
Epitaph
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1:40
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| 14. |
Fritha Alnoe
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1:29
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| 15. |
La Princesse Perdue
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4:32
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| 16. |
The Great Marsh
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0:49
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| Gesamtlaufzeit | 41:06 |
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Rezensionen

Ersteinmal kommst du ins Grübeln, ob deine Anlage vielleicht defekt sein könnte. Schier endlose 45 Sekunden lang arbeitet die Zeitangabe im Display...sonst nichts. Dann jedoch beginnt das Ereignis langsam einzuschweben: Orgelwatte und Gitarrentupfer breiten den Teppich aus, auf dem das übrige Instrumentarium dann flötengeführt herangaloppiert. Die Flöte pausiert, nahtlos abgelöst von einer muckernden theme-from-shaft-Gitarre (Isaac Hayes läßt grüßen) und diversen Tastenklängen. Die shaft-Gitarre wandelt sich fließend in herkömmliche weiße Guitar-Soli-Klänge bis der Moog wieder übernimmt....diesmal kommt die Gitarre gilmourmäßig zurück ... usw. Wir sind ohne es zu merken schon in Track 3, und so wird sich das fortsetzen bis Titel 16. Ohne Gesang. Romantische Passagen wechseln mit temperamentvolleren Ausbrüchen,....und immer, wenn du gerade überlegst, ob du dich vielleicht doch genervt fühlen solltest und den Finger in Richtung skip-Taste recken willst, fängt dich eine weitere Variation des Rhayader-themes melodiös wieder auf. Filigranes Gitarrenduell, an die schönsten Momente erinnernd, die sich auf Wishbone ash Platten finden lassen, die man dann auch wieder zu lange nicht gehört hat. Die Unterteilung in Einzeltitel ist hier ohnehin Coverkosmetik, da wir es hier mit EINER Tondichtung im eigentlichen Sinne zu tun haben.
Dieses 3. Kapitel der Camelsaga gefällt dir eventuell nicht gleich auf Anhieb, aber es hakt sich fest und wird bei jedem Mal besser. Die in tausend Alltagslächerlichkeiten geschundene Phantasie beginnt sich zu regen, um dir dann doch wieder eine Gedankenfahrt weit weg von Formblatt X und Verwaltungsvorschrift Y zu ermöglichen. Was hat Camel nur geritten, so früh in ihrer Karriere alles auf eine Karte zu setzen und ein reines Instrumentalalbum herauszugeben? Das booklet der CD verrät ein paar Hintergründe: Sie waren nach erfolgreicher Tour als Vorgruppe für Wishbone ash von sich selbst begeistert. Lobende Kritiken für MIRAGE taten ein Übriges. Ein Überwerk sollte her: Es war die Zeit der Konzeptalben. Thick as a brick und Tales of topographic ocean machten gerade furore. Camel wollten das toppen mit - einer Literaturvertonung. Das hatte noch keiner gewagt. Über Autoren oder inspirierende Fußnoten wurde gesungen, aber "ein Werk an sich" verarbeiten ... das wär's! Bardens und Latimer streiten ein bisschen, ob man Hermann Hesses Steppenwolf oder Paul Gallico's Schneegans nehmen sollte... Die Gans gewann und die beiden Herren gingen in Klausur, um die innere Ruhe zu finden, zwecks Erschaffung der passenden Lyrics für ein romantisches Meisterwerk. Tja, und dann kam ein Schritt, der sich als Fehler herausstellen sollte:
Sie wandten sich an den Verlag Gallico's mit der Bitte um ein paar gute Worte des Meisters fürs Plattencover...als Antwort kamen Bedingungen: Änderungswünsche am Skript und das Verlangen nach spoken-word-Passagen, gesprochen von einem Schauspieler nach Wahl des Buchverlages. Hier tobte der Generationskonflikt zweier unversöhnlich entgegengesetzt empfindender Lager. "Wer Camel hört, wird anschließend das Buch lesen wollen." - Während die Musiker in löblicher Absicht glaubten, ein gutes Werk zu tun, indem sie ein literarisches Kleinod vor dem Ladenhüterschicksal bewahren, dachte der Verlag, das Buch vor der Schändung durch sicher verlauste Drogengammler schützen zu müssen. Nur die Autorität von so einer Art britischem Uli Wickert könnte die Literaturprostitution lindern, wenn diese Katzenmusik schon sein muß.
So konnte man natürlich nicht mit einander verhandeln. Camel versenkten ihre Texte also im Papierkorb und schickten sich an, die Musik soweit zu überarbeiten, dass sie auch ohne Worte funktionieren würde. Da kam erneute Post vom Verlag mit dem Hinweis: man erlaube die Veröffentlichung der Instrumentalversion nur unter der Bedingung, dass dem Titel ein "inspired by" hinzugefügt wird. Ob auch dabei stand, dass man den Namen des Autors nicht erwähnen darf, oder ob das der Revancheeinfall der Band war, ihn auf dem Cover wegzulassen, geht nicht aus dem booklet-Text hervor. Fehler von gestern sind die Erfolge von morgen.... Als Fakt steht heute, 28 Jahre später, fest: Die Platte wurde zum Klassiker (und wird inzwischen zu Gold-&-Platinehren gekommen sein), aber kann mir einer ansatzweise die Fabel des Gallicoschmökers wiedergeben?
Fazit: Die Platte steht ebenbürtig neben den anderen instrumentalen Großtaten jener Zeit, wie z.B. "Tubular bells" von Mr. O. oder "karn evil 9" von ELP - und ist somit ein würdiger MIRAGE-Nachfolger.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
17.6.2002 |
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Den Worten von Holger ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Camel ist mit "The Snow Goose" ein Meilenstein des instrumentalen Progressive Rocks gelungen, der symphonische Klanglandschaften in höchster Vollendung bietet. Die musikalische Umsetzung der Geschichte von Paul Gallico ist überaus gelungen.
Der entspannte Grundcharakter der Kompositionen entfaltet gerade in all seiner Unauffälligkeit eine ergreifende Intensität. Eine zarte Eleganz durchzieht das Album und über dem variantenreichen Wohlklang schwebt die Gitarre von Andrew Latimer. Die Stimmung variiert zwischen ergreifendem Wehmut und positiver Fröhlichkeit, wobei jedoch die elegischen Momente überwiegen.
Perfekt eingearbeitete orchestrale Arrangements runden das Ganze ab und tragen zu einem absolut zeitlosen Stück Musik bei. Schöner und vollendeter kann die symphonische Variante der Rockmusik kaum dargeboten werden. Wie nicht anders zu erwarten, stieß solch ein Instrumentalwerk bei der Plattenfirma auf kein besonders positives Echo. Um das Album besser vermarkten zu können, veröffentlichte das Label Decca im Mai 1975 eine Single mit dem Titel "Flight Of The Snow Goose", wobei dieser aus dem Konzeptalbum entnommene Part von ursprünglich 2:40 Minuten auf 2:05 Minuten gekürzt wurde.
Insgesamt waren Camel mit "The Snow Goose" unerwartet erfolgreich gewesen und stießen sogar bis auf Platz 22 der britischen LP-Charts vor. Die remasterte CD-Version von 2002 enthält als Bonustitel Singleversionen von "Flight Of The Snow Goose" und "Rhayader" sowie frühe Liveversionen von "Rhayader Goes To Town" und "The Snow Goose" aus dem Jahr 1974. Der letztgenannte wurde hier mit dem frühen Klassiker "Freefall" vereint.
| Anspieltipp(s): |
alles! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
6.11.2003 |
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Die Aufgabe des Rezensenten ist es letztendlich, die auf einem Tonträger zu findenden Klänge mit Adjektiven zu assoziieren, wobei man sich bemüht, dass einem dabei etwas mehr als nur gut oder schlecht in den Sinn kommt. Zu "The Snow Goose" fällt mir vor allem "beschaulich" ein. Beschaulich im Sinne von gemütlich, unaufgeregt, entspannend, wohlig, ruhig und elegisch. Weiter geht es mit dem schon von Horst verwendeten unauffällig. Das kann man mit unaufdringlich, dezent, verhalten und introvertiert erweitern. Melodisch fällt mir noch ein, ins Ohr gehend, vollendet, gediegen, elegant, klassisch symphonisch, schwebend, klangvoll und wohlklingend.
Soweit so gut! Kommen wir zu den unfreundlicheren Eigenschaftsworten. Zäh, ein klein wenig kitschig (vor allem die von David Bedford arrangierten, seltenen Streicherverzuckerungen), lahm, seicht, schläfrig, eintönig, träge und unspektakulär drängen sich mir auf. Auch das unauffällig kann man hier nochmal anbringen. Beiworte, die sich in Verbindung mit "The Snow Goose" eigentlich ganz verbieten sind kantig, schwungvoll, kompliziert, lärmend, krachig, frickelig, punkig, wüst, fesselnd, chaotisch, schräg, abgefahren, heftig, treibend, schwierig oder extrem.
Damit ergibt sich ein recht klares Bild meiner Einschätzung dieser Platte: Schön, gut gemacht, aber etwas langweilig. Die beiden Nachbaralben "Mirage" und "Moonmadness" gefallen mir da besser, empfinde ich diese doch als spannender, packender und abwechslungsreicher, auch wenn sie weniger "ambitioniert" sind. Als Untermalung eines beschaulichen Abends ist "The Snow Goose" aber bestens geeignet.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
8.9.2005 |
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