Genesis
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
1983 |
| Besonderheiten/Stil: |
ArtPop |
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| Label: |
Charisma Virgin |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Tony Banks |
Keyboards, backing vocals |
| Mike Rutherford |
Guitars, bass, backing vocals |
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| Phil Collins |
Drums, percussion, lead vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Mama
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6:48
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| 2. |
That's all
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4:26
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| 3. |
Home by the Sea
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5:08
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| 4. |
Second Home by the Sea
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6:08
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| 5. |
Illegal Alien
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5:15
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| 6. |
Taking it all too hard
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3:58
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| 7. |
Just a job to do
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4:47
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| 8. |
Silver Rainbow
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4:30
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| 9. |
It's gonna get better
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5:01
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| Gesamtlaufzeit | 46:01 |
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Rezensionen

Gegenüber ABACAB zeichnet dieses Album eine deutlich fettere Produktion aus. Ab jetzt scheinen die Hits nur so aus der Feder der mittlerweile arrivierten ehemaligen Progger zu fließen. Allerdings muss dies ein durchaus mühevoller Vorgang sein. Denn es gibt jetzt nicht mehr jedes Jahr ein Album, sondern nur noch in zunehmend längeren Abständen (1981-1983-1986-1991-1997-?). Und die Dauer des Wartens auf eine neue Veröffentlichung steht nicht unbedingt im linearen Verhältnis zu ihrer Qualität. Die bleibt nämlich mehr oder weniger die gleiche, leicht über dem Durchschnitt liegend.
Die erste Seite ist durchgängig gut. Mama hat eine unter die Haut gehende Intensität, das einem Angst und Bange wird. Da haben nach Roger Waters auch die Mannen um Phil Collins ihren Mutterkomplex entdeckt. Das folgende That's all bietet eine pfiffige Melodie und knüpft an die lustige Tradition bei Genesis an (vgl. Robbery, Assault & Battery, A Trick of the Tail). Ist nur in sich schlüssiger als das auf A TRICK OF THE TAIL gebotene Material. Home by the Sea geht textlich in die Gruselrichtung früherer Produktionen und versucht mit einem integrierten (!) Instrumentalteil an vergangene Größe anzuknüpfen. Nur leider passt das Instrumentalteil nicht und ist außerdem ziemlich einfallslos. Wenn am Ende der Gesang noch mal einsetzt, ist man überrascht, dass dies noch der gleiche Song sein soll. Nein, nach Duke's Travel/Duke's End haben Genesis keinen vernünftigen Longtrack mehr hingelegt.
Illegal Alien und Just a job to do behandeln das Thema Gesetzesverstoß aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Einerseits der illegal Eingereiste (Illegal Alien), andererseits, der knallharte Gesetzeshüter Marke Dick Tracy der Schwarzen Serie (Just a job to do). Beides fetzige Nummern. Während bei Illegal Alien die Musik ironisierend eingesetzt wird, geschieht dies bei Just a job to do karikierend. Das Witzigste an Illegal Alien ist aber nicht der Mitgröhlrefrain, sondern das Bandfoto: Genesis als Illegal Aliens! Köstlich. Das etwas schnarchige Taking it all to hard (genesistypische Ballade) dazwischen wirkt so gesehen etwas zynisch... oder doch eher tiefsinnig?
Zum Schluss wird's dann auch musikalisch noch mal richtig gut. Silver Rainbow und It's gonna get better sind zwar nicht so überragend wie Mama und That's all, knüpfen aber durchaus an das Niveau an. Die Keyboards klingen ganz vernünftig und am Anfang des letzten Stücks fallen besonders die Streicher-Samples angenehm auf. Insgesamt gelungen.
| Anspieltipp(s): |
Mama, Home by the Sea |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.3.2012 |
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Mama! Das eindringlichste, intensivste und hypnotisierendste Werk, das Banks und Co. je geschrieben haben. Wenn ich überlege, welches Genesis-Stück ich am häufigsten gehört habe, dann ist es mit Abstand "Mama", gefolgt von "Driving the last spike".
Zusammen mit dem diabolischen Lachen und den lichttechnischen Effekten bei den Live-Auftritten wurde Mama zu einem Gänsehautoeuvre erster Güte. Der monotone Computer-Grundbeat, die tolle Stimme von Phil Collins, dazu ein paar dezent gesetzte Gitarrenriffs und ein grandioses Keyboard, schliesslich mächtige Toms und der ekstatisch gesteigerte Gesang, gefolgt von einem simplen und gerade deshalb gigantischen Gitarrensolo: das ist Mama, eine Jahrhundertkomposition.
That`s im Prinzip schon all! Der Rest der Platte ist gut, aber nicht viel mehr. Titel Nummer zwei ist meiner Meinung nach überbewertet und das Keyboardsolo so doll auch nicht. Das Doppelstück "Home by the sea" war live ein sicherer Wert und Collins hatte das Publikum als Dirigent der einzelnen Blöcke und mit einer Gespensternummer im Griff. Das Stück hat drive, Stimmung und Intensität und gehört nach Mama zu den Highlights der Platte. Mir gefällt der erste Teil besser, beim zweiten sind v.a. die Keyboardpassagen zu Anfang recht simpel und verdudelt. Ausserdem geht mir der Sound der drums auf Dauer auf den Geist. Der Schluss ist bombastisch und gut gelungen, doch "second home" ist 2 Minuten zu lang. "Illegal alien" ist ein witziges Tempostück zum Mitwippen. Mit "Takin`it all too hard" folgt die obligate Collins-Ballade mit Drumcomputer, weniger schnulzig und etwas leichtfüssiger als auch schon und mit eingängiger Melodie. "Just a job to do" ist ein einfacher, geradliniger Rocker. Beisst nicht, schmerzt nicht, packt nicht. Dann "Silver Rainbow": hat einen schönen Refrain, der einen am Schluss in stetiger Wiederholung umgarnt. Stark. "It`s gonna get better" beendet die Platte. Die Melodie des Synthibass ist das tragende Element; wo es, wie im Mittelteil und gegen Schluss, fehlt, wird das Stück gewöhnlich. Aber diese Basslinie erhebt das Stück zum Höhepunkt Nummer 3.
Ohne Mama wäre dieses Album ein ähnlicher Griff ins Klo wie sein Vorgänger. Aber diese siebeneinhalb Minuten machen es zu einem "must-have". Das Prog-Gütesiegel würde ich dieser Platte dennoch verweigern. Es ist ebenfalls ein Popalbum mit einigen Farbtupfern aus alter Vorzeit.
| Anspieltipp(s): |
Mama, It`s gonna get better |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
9.9.2010 |
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"Genesis" war die erste Scheibe von Genesis, die ich mir zugelegt habe, irgendwann Mitte der 80er, ein, zwei Jahre, nachdem das Album veröffentlicht worden war. Für ein paar Wochen fand ich die LP wirklich toll. "Mama" war im Radio rauf und runter genudelt worden und außerdem spielte da der Typ mit, der "In the Air tonight" gemacht hatte, welches man immer noch alle Nas lang im Radio vorgesetzt bekam. Interessanterweise gab es sogar eine ganze Reihe weiterer LPs von dieser Band, denen ich somit meine Aufmerksamkeit zuwandte, um mir eine davon zuzulegen: "Trespass". Ich weiss nicht mehr genau, warum gerade diese, vermutlich gab es sie als "Nice Price", das Cover hat mir gefallen oder ich wollte systematisch am Anfang anfangen (daß es noch eine frühere Genesis-Scheibe gab ist mir - zum Glück - erst viel später aufgefallen) ... jedenfalls war ich dann erst mal verwirrt, war das doch ganz andere Musik, als ich erwartet hatte. Der Sänger war recht übel, der nörgelte immer so seltsam weinerlich rum ... ach das ist Peter Gabriel! Der Peter Gabriel? Der war mal bei Genesis? Interessant. Aber die Musik ist ja trotzdem ganz nett, angenehm beschaulich, etwas lahm allerdings, so auf die Dauer, das letzte Stück ist allerdings besser ... nur der Gesang nervt! (Bei dieser Einschätzung ist es übrigens bis heute geblieben. Genesis sind einfach nicht mein Ding ...).
Wie auch immer, zusammen mit ELPs "Pictures At An Exibition" war "Trespass" die erste "klassische" Prog-Scheibe, die ich mir zugelegt habe, was meinen weiteren passiv-musikalischen Werdegang durchaus entscheidend beeinflußt hat, begann ich mich doch für die Musik der 70er zu interessieren. Dies verdanke ich somit zum Teil der "Genesis"-LP! Zum Glück hat dann mein damaliger Lieblingsplattenverkäufer vorgeschlagen, doch mal in die alten Sachen von King Crimson reinzuhören ...
Zurück zu "Genesis". Einige Zeit später gehörte diese Scheibe zu den ersten, die ich in irgendeinem Zweitehand-Laden zu Geld gemacht habe. Das Teil war mir inzwischen (nach ausgiebiger Beschallung mit KC, Yes, Gentle Giant, Van der Graaf Generator und Ähnlichem) einfach zu poppig und gefällig geworden und Collins, der ständig mit irgendwelchen Schnulzen die Hitparaden aufmischte, ging mir schon seit längerer Zeit auf den Geist.
Aus gut 20 Jahren Abstand betrachtet, war "Genesis" sicherlich eine sehr zeitgemäße, ordentliche Mainstream-Produktion. Eine solide, stellenweise schön bombastische AOR-Pop-Scheibe, die sich nicht vor den damaligen Veröffentlichungen von z.B. Styx, Survivor oder Toto zu verstecken brauchte. Nur: Prog gibt es auf "Genesis" leider nirgends zu hören und progressiv ist die Musik schon gar nicht, nicht mal neoprogressiv! Natürlich wäre es auch nicht zu erwarten gewesen, daß Genesis 1983 eine "klassische" Progscheibe machen würden. Wenn man schaut was die ehemaligen Prog-Kollegen von Asia, Pink Floyd, Yes oder Kansas im selben Jahr verzapft haben, merkt man: Prog war einfach "out" Anfang der 80er! Und ... es sollte ja eigentlich noch schlimmer kommen! Zwei Nostalgiepunkte bekommt die Scheibe von mir aber trotzdem!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.3.2004 |
| Letzte Änderung: |
31.10.2006 |
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"I can't see you, mama..."
Hach, das waren noch Zeiten! :) 1992. Gerade wurde zum ungefähr quantillionsten Male "I Can't Dance" im Radio gedudelt. Ich bin mittelprächtig genervt. Die Percussionsounds sind ja ganz witzig, aber dieser Text! Nun denn - irgendwann hörte ich dann mal einen anderen Song im Radio. Mama. Wow - was ist das? Genesis? Die Genesis?
Tja, und so kam es, dass ich mir bei der nächsten Gelegenheit den Sampler "Turn It On Again - Best Of '81-'83" zulegte - weil "Mama" drauf war. Und eine Liveversion von Firth Of Fifth... :) Aber das ist eine andere Geschichte (das nächste Album war "Selling England"...).
Aber zum Thema. Was ist nun von "The Mama Album", wie es der Einfachheit halber in Fankreisen genannt wird, zu halten?
Die erste Seite ist stark, mit das beste, das die 80er-Jahre-Genesis auf Vinyl gepresst haben. "That's All" ist ein schlichter Pop-Song mit einem Mini-Orgelsolo, gefällig, nett. Einer der besten seiner Art.
"Home By The Sea" ist ein weiterer, ganz früher Favorit von mir. Diese Keyboardsounds! (Viel Synclavier auf diesem Album, nebenbei) Die Studioversion des zweiten Teils klingt auf der Platte aufgrund der E-Drums etwas dünn - eine bessere, druckvollere Version war live 1992 zu hören.
Leider kann die zweite Seite nicht ganz das Niveau halten. "Illegal Alien" ist ja ganz witzig - man bemerke das Sampling im Mittelteil, Tony testet den Synclavier ;) -, aber deutlich zu lang, vor allem live zieht sich das Teil wie ein Kaugummi.
Danach folgen die drei "Quasi-Solo-Stücke" des Albums. Obwohl hier bei allen Songs alle als Autoren aufgeführt sind, waren "Taking It All To Hard", "Just A Job To Do" und "Silver Rainbow" in erster Linie Solo-Kompositionen von Collins, Rutherford und Banks (was man m. E. auch deutlich hört). Interessanterweise war angedacht, dass jeweils der Autor "seinen" Song singt. Ob davon wohl noch Demoversionen im Archiv der Farm existieren? *g*
Die Songs sind jedenfalls eher durchschnittlich, wobei ich "Silver Rainbow" ganz gerne mag. Wer es noch nicht gemerkt hat: in dem Song geht's angeblich um - Sex. Ja, richtig gelesen. Der "silberne Regenbogen" sei nichts anderes als ein Reißverschluss.
"It's Gonna Get Better" ist wieder ein wenig besser, insbesondere in der vollständigen Fassung (B-Seite der 12" von "Mama"). "Mama" gibt es übrigens auch in einer längeren Fassung von knapp 8 Minuten, die für die LP etwas zusammengestutzt wurde.
Unter'm Strich sicherlich eines der schwächeren Werke von Genesis, aber zumindest mit "Mama" und "Home By The Sea" sind zwei absolute Klassiker enthalten. Den Rest muss man nicht unbedingt kennen.
P.S.: Es wurde bereits mehrfach im offiziellen Genesis-Forum angeregt, endlich eine remasterte Version des Albums auf den Markt zu bringen. Man vergleiche - rein klangtechnisch - "Mama" von diesem Album mit der remasterten Version auf "Turn It On Again - The Hits". Welten!
| Anspieltipp(s): |
Mama, Home By The Sea |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
6.8.2004 |
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