Cinque
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Cuneiform |
| Durchschnittswertung: |
11.75/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alessandro Porre Porreca |
bass |
| Claudio Trotta |
drums |
| Bonez Buonetti |
violins |
| Fabrizio Puglisi |
electronic keyboards |
| Magrino Collina |
guitars |
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| Luigi Savino |
editing, bass |
| Fabio Cocchi |
violin |
| Nicola Il Rossa |
viola |
| Enrico Guerzoni |
cello |
| Alberto Piras |
vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Convolutus (Infrocito)
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7:18
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| 2. |
Rhinoceros (Afropuglise)
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8:19
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| 3. |
Uomo del Futuro Passato (Roccaccione...)
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8:42
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| 4. |
Olim Sol Rogavit Terram I (Maurino Piras)
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5:04
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| 5. |
Il Pensiero Che Porta Alle Cose Importanti
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7:28
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| 6. |
Luce (Pensando a Claudia)
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6:19
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| 7. |
De Ordinis Ratione (Nuovo)
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6:55
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| 8. |
Olim Sol Rogavit Terram II (Cadaverone...)
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8:10
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| Gesamtlaufzeit | 58:15 |
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Rezensionen

"Deus Ex Machina" ist entschieden eine jener Bands, die die Hoffnung nähren, daß der Prog-Ofen noch längst nicht aus sei. Die Musiker verfügen souverän über ihre Mittel, ihre Musik erweckt - anders als so manches Prog-Instant-Menü - nicht den Eindruck, als ginge es lediglich darum, Hörererwartungen zu erfüllen. Insbesondere die Stimme von Alberto Piras mit ihren sehr eigenwilligen Gesangslinien läßt melodische Gefälligkeit von vornherein nicht aufkommen. Dennoch vermag die Gruppe nach allen Regeln der ProgKunst zu rocken. Gut also, daß sich die Chancen der Band, auch außerhalb Italiens wahrgenommen zu werden, durch den Wechsel zum Cuneiform-Label erheblich verbessert haben.
Die Brass-Section, die auf "Equilibrismo Da Insofferenza" zu hören war, fehlt auf "Cinque". Ich bedaure diese Entscheidung. Der Sound wirkt dadurch weniger dicht und es fehlt das Gegengewicht zu der sehr prägnanten, durchdringenden, zuweilen anstrengenden Stimme von Alberto Piras. Letzterer singt - wie schon auf den Vorgängeralben - teilweise wieder lateinische Texte, ein Detail, mit dem ich mich nie habe anfreunden können. Das Latein gibt eine sperrige, wenig formbare Sprachmelodie vor, die sich in meinem Ohr auf die Dauer als ein Element der Gleichförmigkeit bemerkbar macht, auf das ich lieber verzichten würde. Zumindest funktioniert die Deus Ex Machina-Musik mit italienischen Texten nicht schlechter als mit lateinischen.
Zu den Unarten zahlloser CD-Veröffentlichungen gehört es, schlecht aufgenommenes Material aus dem Probenraum als mehr oder weniger erwünschte Zugabe auf Platte zu pressen. Auch Deus Ex Machina machen darin keine Ausnahme. Das letzte Stück des Albums beinhaltet (als sog. "versteckten Track") nach einer langen Pause knapp zehn Minuten von recht wahllos zusammengeschnittenem Proben- oder Sessionmaterial, aus dem sich weder Erkenntnisse noch Vergnügen gewinnen lassen.
Abgesehen von solchen Kleinigkeiten bietet "Cinque" qualitativ hochwertige Musik, wie man sie von "Deus Ex Machina" gewohnt ist. Überraschungen fehlen, Einsteiger finden dafür ein komplettes Bild dessen vor, was die Gruppe zu leisten vermag.
| Anspieltipp(s): |
Il Pensiero Che Porta Alle Cose Importanti |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
11.7.2002 |
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Ralfs Bewertung stimme eigentlich ich voll und ganz zu, dennoch habe ich den Eindruck, dass er über das Aufzählen der kleinen Problemchen der Platte das Lob der Musik, das sich in den 11 Punkten niederschlägt, etwas vernachlässigt. Deshalb will ich das hier noch mal unterstreichen: nach wie vor bieten Deus Ex Machina souverän gespielte, intelligente und mitreissende Musik irgendwo zwischen Jazzrock und Prog, die vor allem durch Alberto Piras akrobatische Stimmarbeit geprägt ist, auch wenn sich wie üblich die restlichen Bandmitglieder nicht verstecken und dies auch nicht nötig hätten.
Allerdings stimmt es tatsächlich, dass sich keine wirkliche Weiterentwicklung in Deus Ex Machinas Sound entdecken lässt. Vielleicht ist insgesamt Cinque etwas ruhiger, sanfter (gaaaannnz relativ gesehen) und weniger sperrig geraten, als zumindest die beiden Vorgänger, aber ansonsten bleibt die Mixtur einigermassen gleich. Fans wird's erfreuen, all jene, die bisher mit DeM nichts anfangen konnten, können es wohl auch weiterhin kaum. Wer sie noch nicht kennt und neugierig geworden ist, kann hier bedenkenlos zugreifen. Zwar würde ich eher "De Republica" oder "Equilibrismo Da Insofferenza" als Einstieg empfehlen, aber da "Cinque" dank neuem Label wahrscheinlich wesentlich einfacher zu bekommen sein sollte, bietet es vielleicht eine gute Gelegenheit, sich mit DeM bekannt zu machen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
11.7.2002 |
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Fernab der Mainstream-Szene gibt es Bands, die sich einen feuchten Dreck um das kümmern, was der gemeine "Proggy" als seine Musik definiert. Das italienische Sextett Deus Ex Machina gehört mit Sicherheit in die vorderste Reihe dieser Bands (ähnlich wie die belgischen Non-Konformisten von Present oder Univers Zéro).
Deus Ex Machinas begeistern durch eine ganz eigene Mischung aus JazzRock-Fusion und progressiven Elementen: Nicht die üblichen epischen Genesis und Yes Ingredentien greifen Deus Ex Machina in ihrer Musik auf, sie beziehen sich vielmehr auf vertracktere Italo-Einflüsse von Bands wie Banco Del Mutuo Soccorso und v.a. den großartigen Area. Dies ist alles andere als leichte Kost, aber eben wegen der starken Jazz-Einflüsse irrsinnig cool.
Anders als auf den Vorgängeralben verzichten Deus Ex Machina auf eine allzu starke Fragmentarisierung der einzelnen Songs. Die Kompositionen wirken nun kompakter, kommen aber nach wie vor ohne das übliche Strophe - Refrain - Strophe etc. Schema aus. Sie sind mitnichten kommerzieller geworden (Gott behüte), aber in gewisser Weise strukturierter. Das macht das Album gleichsam hörbarer und komplizierter als die Scheiben davor (die allerdings auch sehr empfehlenswert sind).
Der sardisch-stämmige Sänger Alberto Piras experimentiert in den Gesangslinien mit seiner Stimme, so wie vielleicht nur Tim Buckley und Demetrio Stratos (Area) es bisher gewagt haben; die zum Großteil auf Latein (!!!) gesungenen Texte tragen ihr übriges zum intellektuellem Charakter dieser Band bei. Dass das Album trotzdem auf seine ganz spezielle Weise rockt, swingt und bluest, ist das große Verdienst dieser vielleicht derzeit außergewöhnlichsten Band aus Italien. Ein absoluter Höhepunkt des Jahres und bestimmt kein Album, dass sich nach ein paar Mal Hören abnutzt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
8.5.2003 |
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An Charlies Köstlichkeiten-Stand auf der Freakshow 2005 fiel mir das Album "Cinque" der Italiener Deus Ex Machina auf. Und aus irgendwelchen Gründen habe ich mir das Album gekauft, vermutlich, weil mir der Name noch dunkel irgendetwas sagte...
Ha! Eine gute Entscheidung! Deus Ex Machina spielen eine ziemlich kuriose Mischung aus treibendem Jazz-Rock gepaart mit hard-rockigen Einlagen und gar ein bisserl Prog. Zumindest ist die Musik nicht gerade "einfach". Sowas hört man selten und in dieser Perfektion schon gar nicht. Da treffen sanfte Geigen-Töne auf wuselige Percussion, dann sägt mal wieder die Gitarre dazwischen, und schliesslich steuert das Keyboard seltsame Läufe und "Geräusche" bei, die vermuten lassen, dass der Tastenmann ein bisschen viel Rotwein intus hat. Irgendwie schaffen es die Italiener aber, diese Mischung organisch und geglückt klingen zu lassen.
Und dann beginnt Alberto Piras zu singen... Gerdazu unglaubliche Vokallinien gibt es da zu hören. Das sollte einen eigentlich wahnsinnig machen, und es macht einen auch wahnsinnig... vor Genuss. Welch' ein ungewöhnlicher Gesang. Dazu kommt noch, dass hier weitgehend in Latein intoniert wird. Aber das ist irgendwie nur noch das I-Tüpfelchen auf der Musik dieser seltsamen Band. Ich will aber nicht verhehlen, dass der Gesang sicherlich für den einen oder anderen eine ziemlich harte Probe darstellen dürfte.
Die ersten drei Titel des Albums gehen dabei ab ohne Ende. "Convolutus", "Rhinoceros", das sich vom ruhigen Beginn geradezu wahnsinnig steigert, und "Uomo Del Futuro Passato", mit fast bluesigen Gitarrenlicks zu Beginn, sind echte Rocker im Jazz-Rock-Gewand. Schon vom reinen Zuhören ist man ganz ausser Atem.
Danach steuert das Album etwas in ruhigere Gewässer, schon mal mit akustischer Gitarre und es gibt längere, ruhige Instrumentalparts, die vielleicht den jazzigen Grundcharakter etwas mehr betonen. Fast ist man geneigt "Gott sei dank" zu sagen, auch wenn das Album dadurch etwas von diesen Irrsinns-Drive der Anfangsstücke verliert. Aber von Langeweile und Gedudel sind wir hier natürlich meilenweit entfernt. Im Gegenteil, die Musik gewinnt hier noch eine intime, fast kammermusikalische Komponente. Das gipfelt in dem einfach wunderschönen, violine-dominierten "Luce". Und zum Abschluss gibt es in "Olim Sol Rogavit Terram II" sogar richtige kammermusikalische Ensemble-Musik mit diversen Streichern als Einlage.
Ein faszinierendes Album aus der moderat-schrägen Ecke... ein dicke Empfehlung für alle, die mal wieder eine neue musikalische Abhängigkeit suchen ;-) und für alle, die gute, herausfordernde Musik mögen sowieso.
| Anspieltipp(s): |
Uomo Del Futuro Passato, Convolutus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.7.2005 |
| Letzte Änderung: |
12.7.2005 |
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