Healing
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Bearsville |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Todd Rundgren |
Alle Instrumente & Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Healer
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| 2. |
Pulse
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| 3. |
Flesh
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| 4. |
Golden Goose
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| 5. |
Compassion
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| 6. |
Shine
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| 7. |
Healing
1. Part I 2. Part II 3. Part III
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| 8. |
Time Heals
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| 9. |
Tiny Demons
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Rezensionen

Nach dem 75er Album "Initiation", veröffentlichte Rundgren eine Reihe anderer Alben, die sich nicht mehr in Prog- Bereichen bewegten: 1976 erschien "Faithful", ein Album auf dem die Hälfte der Songs Cover- Versionen von Sixties- Klassikern sind, die andere Hälfte wird mit Eigenkompositionen eher aus dem Bereich klassische Rockmusik bestritten. 1978 erschien das Doppel-Live-Album "Back To The Bars", einer Art 'Best-of' live mit illustren Gästen wie Stevie Nicks, Hall & Oates etc, im selben Jahr erschien "Hermit Of Mink Hollow". Es war das erste komplette Album, auf dem er alle Instrumente selbst spielt, das Album ist von ihm produziert, aufgenommen, gemixt und sogar das Cover Konzept stammt von ihm selbst. "Hermit Of Mink Hollow" gehört zu den 'easy' Alben von Todd und ist mit Sicherheit lohnenswert, auch wenn es sich nicht um ein Prog- Album handelt.
Derweil Rundgren sich Anfang der 80er Jahre mit seiner Band Utopia so langsam vom Prog verabschiedete (das Album "Adventures in Utopia" ist zwar exzellent, richtig proggy ist allerdings nur ein Stück), kehrte er 1982 mit seinem zweitem Habe-ich-alles-selbst-gemacht- Album noch einmal in das progressive Genre zurück, wenngleich der Sound und der Stil nichts mehr mit dem spacigen Alben der 70er Jahre zu tun hat. Der Sound war nun nicht mehr mit exzessiven Instrumental- Parts versetzt, die Musik auf "Healing" war deutlich song-orientierter. Diese Veränderung nahm sicherlich bezug auf die vorausgegangenen Rundgren und Utopia- Alben, doch die Musik auf 'Healing' ähnelte nicht direkt dem bombastischen Stil Utopias, musikalisch erweiterte er eher den Sound (und Stil) der "Hermit of Mink Hollow", nur das nun die Kompositionen länger wurden und Rundgren den Songs Zeit zur Entwicklung gab.
Der Schwerpunkt auf "Healing" war sicherlich das Konzept selbst, die Texte, die Geschichte: Die Geschichte eines "Healer", der von Gott ausgesandt wird, um die Welt zu verändern.
It said "It's time to make the world a little wiser there are enough destroyers and critizers, the world needs a Healer..."
Rundgren meistert die Thematik souverän und vermeidet beim etwas überfrachtetem Thema allzu große Pathetik, sei es textlich, sei es musikalisch. Damit gelingt es Rundgren zum ersten Mal ein 'rundes' Konzept in ein Album zu bringen. Er, der bisher seine eigenen Ambitionen so gerne (und ich denke auch nicht unbewusst) mit Chaos, Stilbrüchen, Ironie und Anarchie torpediert hat, verwirklichte ein mit "Healing" endlich ein stimmiges Album, das von der ersten bis zur letzten Sekunde den Zuhörer fesselt. Die über 20minütige dreiteilige Suite "Healing" und das hypnotische "Shine" gehören bestimmt zu den besten und schönsten Komposition Rundgrens überhaupt.
Eine kleine Bemerkung zum Abschluss - die der CD-Fassung von "Healing" beigefügten letzten beiden Songs "Time Heals" und "Tiny Demons" stammen ursprünglich nicht vom Album (es waren Aufnahmen, die auf dem "Hermit Of Mink Hollow" Promo zu finden waren) - sie passen also nicht ins Storyboard Healings... sind aber trotzdem schöne Songs.
Fazit: "Healing" ist ein Meisterwerk, kein Zweifel - es ist aber auch eine Art Versöhnung mit all jenen, die mit dem Chaos seiner 70er Jahre Alben nicht viel anfangen können.
| Anspieltipp(s): |
Healing I - III, Shine |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
11.7.2002 |
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Wieder einmal eine LP/CD, die sich vor Jahren in der Sendung KLANGHORIZONTE mit "Healing" nächtlicherweise in mein Ohr schraubte und seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.
Allerdings ist sie auch eine, bei der ich mich an mein "gewohntes" LP-Verhalten richte - die erste Seite lasse ich meistens aus und stürze mich gleich auf die "Healing"-Teile, d.h. inzwischen programmiere ich den Player entsprechend.
Sind der Opener "Healer" und "Pulse" noch schön, obwohl mir der "leiernde" Gesang im Refrain vom erstgenannten ziemlich auf die Ohren geht, wird der Rest dieser "Seite" immer schwächer. "Pulse" bietet nette Sequenzen auf einem Vibraphon und tollen Gesang. Aber "Golden goose" ist 60s der poppigen Art. Erinnert mich an einen alten Chris Andrews-Titel, Jahrmarktsrhythmen und Simpel-Blechsounds passen zwar zum märchhaften Titel, machen aber die bisherige Konzeption in meinen Augen kaputt. Erst der Beginn von "Shine" mit dem hohen, engelshaften Gesang und dem Piano versöhnen mich wieder, aber leider driftet der Song in mechanischen Pomp-Pop ab mit stupiden Drumcomputern der ersten Generation.
Aber dann kommt es: "Healing I-III". Ursprünglich die Eröffnung der zweiten LP-Seite ist die Suite einfach wunderbar. Rundgren singt bei weitem nicht mehr so affektiert, einfache, aber harmonische Sequenzen unterstützen dies und heraus kommt ein Stück, das den Titel musikalisch umsetzt. Der zweite Teil ist wesentlich ruhiger, quasi eine frühe Form von Ambientmusik mit Gesang und freien Klangspielereien, während er im dritten wieder den ersten Teil aufgreift und in leicht veränderter Form weiterführt. Das Stück lohnt die Anschaffung der CD.
Von den beiden Bonustracks gefällt mir lediglich der letzte sehr gut. Etwas dunkel, paßt er trotzdem zur Suite, während der erste Bonustrack mir zu poppig ist.
Fazit: ein Meisterwerk auf der zweiten Seite, Durchschnitt auf der ersten.
| Anspieltipp(s): |
Healing |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
7.3.2005 |
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Ich habe "Healing" nur als Schallplatte, und ehrlich gesagt sehe ich bisher keinen Anlass, diese durch die CD-Ausgabe zu ersetzen.
Die erste Seite beginnt zunächst noch ganz ordentlich. Herausragend ist "Pulse" mit leicht ethno-beeinflusster Percussion. Das eigentlich gelungene elektronische "Flesh" wird mir leider durch den nervigen affektierten Gesang verleidet. "Golden Goose" mit seinen Kirmesmusik-Anklängen finde ich dagegen ganz witzig, mit "Compassion" gleitet das Album dann leider in die Niederungen des schmalzigen 80er-Jahre-Popgedudels ab, und auch "Shine" enttäuscht nach einem recht gelungenen Auftakt durch penetrante Plastikpop-Sounds.
Gelungener ist die zweite Seite mit der "Healing"-Suite. Sanfte elektronische Klänge herrschen hier vor, im zweiten Teil mit einigen Ethno-Elementen kombiniert, dazu singt Rundgren hier normaler als auf den vorigen Titeln. Im letzten Teil lässt die Suite dann aber wieder deutlich nach, diese flotte Reprise des ersten Teils ist mir zu sehr auf Gute-Laune-Pop getrimmt.
Trotz Steigerung auf der zweiten Seite ist dies für mich kein essentielles Album!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2006 |
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