Market Square Heroes
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
8.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Fish |
Vocals |
| Steve Rothery |
Guitar |
| Mark Kelly |
Keyboards |
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| Pete Trewavas |
Bass |
| Mick Pointer |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Market Square Heroes
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3.45
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| 2. |
Three Boats Down From The Candy
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4.33
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| 3. |
Grendel
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17.40
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| Gesamtlaufzeit | 25:58 |
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Rezensionen

Egal, was später darüber gesagt wurde ? egal auch, ob noch jemand ?Grendel? hören kann und aus welchen Gründen dieser Titel sehr schnell von den Setlists der Bandauftritte verbannt wurde: diese EP ist für mich immer eine Offenbarung gewesen. Genesis hin oder her: es war ein Neuanfang innerhalb der mittlerweile sehr verzagt gewordenen damaligen Progszene gewesen; eine so konsequente Rückorientierung mit so kunstvollen ?sophisticated?-Texten hatte man lange nicht mehr gehört.
Das Besondere war eben die Atmosphäre des Ganzen, und kaum einem aus meinem Bekanntenkreis ist damals aufgefallen, dass z.B. Mick Pointer gar nicht so gut war, und es kam auch noch niemandem der Verdacht, wie überdrüssig man in Zukunft solcher Keyboard-Sounds werden könnte ? vielmehr traute sich kaum einer, von einer Zukunft dieses Stils überhaupt auch nur zu träumen ? fast alles war einem recht. Das Wunder war da ? und zwar für lange Zeit nur zum Genießen ohne voreilige Skepsis.
Hauptsächlicher Grund zum Schwärmen waren vor allem die Stimme und ? eng damit verbunden ? die Texte: hier hat Fish wahre Meisterwerke geliefert, die er nach einer Weile selbst nicht mehr so hinbekommen sollte, denn später wurde zwar sein Schreibbedürfnis immer größer, während der Ideenvorrat jedoch abnahm. Aber hier: ?Don?t crawl to me with sentiment; my laughter drowns your cries?: schlimme, böse Gedanken wurden hier zum Teil aufs Papier gebracht, aber im nächsten Moment schon konnte die Aggressivität in Verletzlichkeit umschlagen ?An alien in an alien world seeks solace in his dreams? und in skurrile Romantizismen: ?Screams are his music; lightning his guide?. So etwas knüpft an manche Täter/Opfer-Phantasien des frühen Peter Hammill an (?Killer; Wolf; Man-erg?) und freilich an Genesis, zum Beispiel an die ?Musical-box?-Story. Es würde mich auch nicht wundern, wenn einige Vertreter der späteren Darkwave-Bewegung, zum Beispiel Fields Of The Nephilim, daraus Inspirationen gewonnen hätten ? wie man musikalisch und textlich die dunklen Charakterzüge des Menschen ausspricht, die schon in kunstvolle Worte und ungewöhnliche Klänge eingekleidet werden müssen, um überhaupt ungestraft geäußert werden zu dürfen.
Und der Titeltrack? Ich muss zugeben, dass ich den noch niemals als Mitklatsch-Rock verstanden habe; im Gegenteil: dieses demagogische ?We march!!? geht mir noch immer unter die Haut, wann immer ich es höre...
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
23.6.2004 |
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Man könnte sich im Übrigen auch darüber streiten, ob diese Scheibe überhaupt als Album durchgeht oder einfach bloss eine Maxi-Single ist. Aber egal...
"Market Square Heroes" ist eine fröhliche, simple und von ihrer Produktion her etwas dünne Mitklatsch-Nummer, die mir aber unterdessen ans Herz gewachsen ist. Quasi: Wie alles begann...;-).
"Three boats..." hat schon deutlich mehr Atmosphäre und "Düsternis" zu bieten, Fish singt inbrünstig, Rothery spielt sein erstes Solo, zwar noch nicht mit sooo viel feeling wie später, aber doch schon beeindruckend und sehr eigen.
Und dann "Grendel". Ich finde, dass dieser longtrack bei meinen Vorrezensenten etwas zu schlecht wegkommt. An "supper`s ready" hat mich dieses Stück eigentlich noch nie erinnert. Ist für mich klar das stärkste Stück dieser "Maxi-EP". Abwechslungsreich, mal zart, mal kraftvoll, sehr ausdrucksstark gesungen, mal druckvoll und bombastisch, mal rockig und mal frickelig. Es gibt bedrohlichen Sprechgesang, magistrale Orgelstufen und Keyboardsounds jeder couleur. Und vorhersehbar oder konstruiert fand ich "Grendel" auch noch nie. Meiner Meinung nach nimmt dieses Werk im Schaffen von Marillion von seiner Art her einen ziemlich einzigartigen Platz ein.
Fazit: Grendel sollte man kennen,........ und die anderen beiden Stücke auch ;-)
| Anspieltipp(s): |
Grendel |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
1.5.2004 |
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Die beiden kurzen Songs auf Seite 1 der EP sind nett, "Three Boats..." allerdings einen ganzen Tick besser als das doch eher belanglose "Market Square Heroes".
Das seitenfüllende "Grendel" wiederum ist der klassische Streitfall. Was soll man von diesem "Supper's Ready für Arme" halten? Damals, als ich die Platte stolz nach Hause trug und sie zum ersten Mal hörte, fand ich das Stück gar nicht so übel. Die Jahre vergingen, und als ich das Werk neulich nochmal hörte, überkam mir doch eher das große Gähnen - einfach zu sehr vorhersehbar und konstruiert.
Unter'm Strich eher aus musik-/prog-historischer Relevanz und wegen dem Sammlerwert lohnend.
| Anspieltipp(s): |
Three Boats Down From The Candy |
| Vergleichbar mit: |
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|
| Veröffentlicht am: |
30.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2011 |
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