Caricatures
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Musea |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Christian Decamps |
Hammond, Piano, Vox |
| Jean-Michel Brezovar |
Solo-Acoustic GTR, Flute, B-Vox |
| Gerard Jelsch |
Drums And Percussion |
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| Daniel Haas |
Bass |
| Francis Decamps |
Organ Special Effects (??) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Biafra 80 (Introduction)
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2.57
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| 2. |
Tels Quels
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6.56
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| 3. |
Dignite
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9.35
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| 4. |
Le Soir Du Diable
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4.41
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| 5. |
Caricatures
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13.44
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| 6. |
Biafra 80 (Final)
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2.22
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| Gesamtlaufzeit | 40:15 |
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Rezensionen

Primär ist es einmal gewöhnungsbedürftig, dass da auf französisch gesungen wird. Die Musik beinhaltet Anleihen von Yes und King Crimson; am meisten erinnert mich Ange auf "Caricatures" aber an Emerson, Lake & Palmer. Das kommt einfach daher, dass oft die Keyboards dominieren und dies mit einem Sound und mit Klängen, die man auch auf den ersten Alben von ELP findet. Stilistisch trifft der Vergleich allerdings kaum zu. Genesis würde ich auch nicht unbedingt in die gleiche Schublade wie Ange stecken.
Blenden wir mal die Stimme, welche mir manchmal etwas zu exaltiert agiert, aus, dann bleibt durchaus ansprechender klassischer Prog, der allerdings nicht an die grossen Vorbilder heranreicht.
So sind beispielweise Keyboardsolos eher banale Melodiebögen, komplexe oder verschachtelte Parts gibt es eher selten und auch die Flöte finde ich etwas leb- und lieblos geblasen (höre z.Bsp. track 3).
Ob man als Fan klassischen Progrocks dieses Album braucht? Eher nein. Wirklich Entdeckenswertes oder gar Neues gibt es für mich auf "Carricatures" nicht. Aber angeblich sind es ja die nächsten Alben, die Ange erstrahlen lassen.
| Anspieltipp(s): |
Biafra 80, Caricatures |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.7.2003 |
| Letzte Änderung: |
29.6.2011 |
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Auf dem 1972 veröffentlichten Debüt "Caricatures" präsentierten sich Ange im Gegensatz den späteren Alben noch weitgehend ungeschliffen und ließen in ihren wuchtigen Bombastsound auch leicht psychedelische Elemente einfließen. Auf dem getragen Orgelspiel aufbauend entwickeln sich hier aber auch schon die von den Franzosen gewohnten Miniepen, die vom theatralischen Gesang von Christian Decamps dominiert werden. Sein mächtiges Organ dominiert das Geschehen in eindrucksvoller Manier und neben expressiven Ausbrüchen verleiht seine sonore Stimme der Musik von Ange in wunderbar lyrischen Passagen auch ein gehöriges Maß an Pathos. Die kraftvolle Saitenbearbeitung steht für den stilistischen Brückenschlag zwischen dem Psychedelic-Sound der späten 60er Jahre und dem aufkommenden symphonischen Sound.
Diese Mixtur aus ungeschliffener Bodenständigkeit und weit auslandender Symphonik ist auf dem ersten Output diese französischen Ikone eindrucksvoll gelungen. Der zweigeteilte Instrumentaltitel "Biafra 80" stellt den von geheimnisvollem Orgelspiel dominierten symphonischen Rahmen dar.
Hierin sind die übrigen Kompositionen eingebettet, die von manischer Vokalakrobatik und kraftvollen Instrumentalpassagen geprägt sind. Nach dem hektischen "Tels Quels" tendiert der erhabene Song "Dignité" auch in Richtung einer getragenen Epik, die von Decamps pathetischen Gesangslinien bestimmt wird. Die von Gitarrist J. M. Brezovar beigesteuerten Flötentönen lassen den Sound von Ange hier auch mal in romantische Gefilde tendieren.
Nach dem balladesken "Le Soir Du Diable" folgt mit dem Titelsong "Caricatures", der erst einmal mit einem gesprochenen Text eingeleitet wird, der dann von einem abermals getragenen Instrumentalpart abgelöst wird, der wunderschön dahinfließt, um dann plötzlich von sich duellierenden Orgel- bzw. Gitarrenpassagen unterbrochen zu werden. Ein von Pathos getränkter Gesangsteil schließt diesen eindrucksvollen Longtrack ab.
Mit dem dissonanten und experimentellen "Biafra 80 (Final)" klingt ein sehr ansprechendes Album aus.
Auch wenn Ange auf ihrem Erstling für heutige Verhältnisse unter Umständen ein wenig veraltet klingen mögen, haben sie mit "Caricatures" die von Theatralik geprägte französische Version des Progressive Rocks fast im Alleingang definiert.
| Anspieltipp(s): |
Tels Quels, Dignité |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
6.11.2003 |
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11 Punkte für "Caricatures" - das erscheint mir doch ein bisschen viel. Andererseits: 5 Punkte - das erscheint mir doch ein bisschen wenig. Das Debütalbum der Franzosen bietet typischen keyboarddominierten Früh-70er-Prog, wie ihn zahlreiche Bands jener Zeit produzierten, solide gemacht, musikalisch aber ohne große Überraschungen. Das typische "Flair" der folgenden Ange-Platten ist hier noch nicht bzw. noch kaum zu hören, eigentlich ist es nur der theatralische (und sicherlich für manchen gewöhnungsbedürftige) Gesang von Christian Decamps, der an spätere Meisterwerke der Band erinnert. Hier wäre vor allem das Titelstück zu nennen, bei dem Decamps auch schon mal seiner Vorliebe für das gesprochene Wort frönt.
Als Einstieg ins Schaffen von Ange ist "Caricatures" sicher nicht zu empfehlen, da es doch recht untypisch ist. Eher ist es eine lohnenswerte Ergänzung.
Der dumpfe Klang trübt das Hörvergnügen leider etwas, eine klanglich aufpolierte Version (auch der anderen frühen Ange-Alben) ist überfällig!
| Anspieltipp(s): |
Tels Quels, Caricatures |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
19.8.2011 |
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