Visionary Fools
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Olle Siljeholm |
organ, synthesizers, backing vocals |
| Robert Iversen |
drums, percussion, guttural noises |
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| Hansi Cross |
vocals, guitars, additional keyboards, mandolin |
| Lollo Andersson |
basses, backing vocals |
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Gastmusiker
| Jock "Tai" Millgardh |
backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The riddle
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8:49
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| 2. |
White lies, dark truth
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6:36
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| 3. |
Deep
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0:56
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| 4. |
In a question mark
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9:21
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| 5. |
The Earl of Doncaster
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2:43
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| 6. |
Walls
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2:39
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| 7. |
Pain
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3:43
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| 8. |
New dimensions
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12:06
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| Gesamtlaufzeit | 46:53 |
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Rezensionen

Genesis-Klone gibt?s ja viele, aber einer wie dieser ist mir noch nicht untergekommen: Keyboards, die meistens an die Wind-and-wuthering-Phase erinnern, Gitarrenlinien a la Rutherford auf ?Abacab? und dazu Gesang wie der von Ray Wilson. Darauf muss erst mal einer kommen...
Im Ernst: Vieles spricht dafür, diese Musik unter ?Stilblüten des Klon-Prog? einzuordnen und vernichtend abzuhandeln. Erschwerend kommt für den Hörer hinzu, dass angesichts all dieser Nacheiferungsversuche kaum was von den Songstrukturen hängen bleibt, wenn man das Teil zum ersten Mal hört. Mir fehlte auch schon fast die Lust zu weiteren Hördurchgängen, aber dann hab ich mich doch durchgebissen, und (wie das bei mir meistens so kommt) jetzt finde ich das Album gar nicht mehr so schlecht ? meisterhaft aber auch nicht, es spricht nur die Seite in mir an, die gelegentlich den musikalischen Genuss im Amüsieren über die Musik sucht.
Aber nichtsdestotrotz macht Cross das schon alles recht sorgfältig: Der Opener hält sich für einen solchen auffallend zurück, aber für den geübten Hörer ist es bestechend, wie er aus einer simplen und geradezu abgehackten Tonfolge auf der Gitarre Variationen entwickelt, die letztlich fast zehn Minuten ausfüllen. Wie schon angedeutet: es reißt mich nicht vom Stuhl, ist aber nett gemacht und zeigt, dass der Hansi zweifelsohne komponieren kann.
Dann wird?s witzig: Track 2 klingt exakt so, als hätte Tony Banks einen Song geschrieben, der unmittelbar von Rush?s ?Distant early warning? inspiriert ist. Wenn ich so was höre, kapiere ich immer nicht, ob das nun ein besonderes Schmankerl für die Kenner unter den Hörern sein soll, oder ob hier tatsächlich einer glaubt, dass die überdeutlichen Einflüsse schon keiner bemerken wird. Seltsam irgendwie ? aber mir macht?s Spaß.
Track 4 ist mein persönlicher Favorit des Albums: er erinnert (selbst für dieses Album) außergewöhnlich stark an Bank?s Solostil auf ?Bankstatement?, wird aber ? anders als bei Banks ? durch seinen raffinierten Aufbau zu einer echten (und langen) Prognummer erweitert. Schade, dass Banks selbst das selten so gemacht hat.
Die Songs 5 und 7 bieten noch mal den gleichen Stil in Kurzfassung (sind also m.E. ziemlich verzichtbar), aber der unauffällige sechste Track ist von der Sorte, dass ich aufhorche: eine ruhige Ballade, jedoch eine, die geschickt am Zuckerzeug vorbei komponiert ist. Hier habe ich wieder den starken Eindruck, dass der Hansi das alles noch besser könnte.
Zum Schluss gibt?s natürlich den unvermeidlichen Longtrack; da ist ein Instrumentalteil drin, der sich rhythmisch erfrischend vom Rahmen des Songs abhebt und mit einem Keyboardgewitter endet, wie es von Clive Nolan stammen könnte. Toll! Ich finde hier auch die Vokalmelodie als solche gelungen und typisch proggig, nicht zu eingängig, aber leider ist die Stimme diesem Anspruch nicht gewachsen: Cross brüllt hier, als röchelte er die letzten Töne seines Lebens.
Fazit: Hörer wie mich kann man mit so was gerade noch erreichen, aber wer sich beim Lesen dieser Rezi eher abgeschreckt fühlt, hat höchstwahrscheinlich recht und sollte tatsächlich Abstand von dem Album nehmen...
Apropos Genesis-Klon: Der Hörer sollte hier keine großen Erwartungen an das Schlagzeug richten, das ist ziemlich eintönig ausgefallen...
| Anspieltipp(s): |
In a question mark |
| Vergleichbar mit: |
Tony Banks und Ray Wilson... |
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| Veröffentlicht am: |
8.12.2003 |
| Letzte Änderung: |
8.12.2003 |
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