If The Beatles Were From Another Galaxy
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Scene Records |
| Durchschnittswertung: |
7.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Christian Nóvé |
Lead-Gesang, Slide-Gitarre, Bass, Mellotron |
| Henry Zschelletzschky |
Keyboards, Background-Gesang |
| Peter Viertel |
Gitarre |
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| Dirk Zorn |
Bass |
| Thomas Bunk |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Welcome To The Future
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7:44
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| 2. |
She Came In Through The Bathroom Window
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4:52
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| 3. |
Galaxy
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12:15
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| 4. |
Fool On The Hill
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5:32
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| 5. |
Virus
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6:46
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| 6. |
God Bless You John Lennon
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5:16
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| 7. |
Penny Lane
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4:42
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| 8. |
To Live Again
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Rezensionen

Die im sächsischen Leipzig ansässige Band Dice legt zu Beginn des Jahres 2004 mit "If The Beatles Were From Another Galaxy" bereits ihr zehntes Album vor. In diesem Jahr steht auch das sage und schreibe dreißigjährige Bandjubiläum an und das Debüt der Band erschien vor 25 Jahren. Auf jeden Fall haben wir es hier mit lang gedienten und erfahrenen Musikern zu tun. Wie der Titel des Albums schon erwarten lässt, befasst sich das hier vorliegende Konzeptalbum recht augenzwinkernd mit der Liebe der Band zu den Beatles, ihren alten Idolen. Dabei wird laut Auskunft der Band die leicht humorvolle Frage nach einem möglichen Sound der Cosmic-Beatles gestellt. Das Cover ist eine liebevolle Hommage an das Abbey Road-Album des großen Vorbildes. In der Vergangenheit wurde der Sound von Dice auch schon als Cosmic-Prog bezeichnet. Dies weckt Erinnerungen an die kosmische Rockmusik aus seligen Krautrockzeiten zu Beginn der 70er Jahre. Spontan kommen dem Freund des spacigen Krautsounds Formationen wie Wallenstein oder Mythos in den Sinn.
Schon die ersten Töne des Openers "Welcome To The Future" lassen diese Erwartungshaltung jedoch im Keime ersticken. Nach einem fernöstlich anmutenden Beginn entwickelt sich hier ein sehr melodischer Rocksong, der von schwelgerischer Saitenbearbeitung und einem eingängigen Refrain dominiert wird. Stilistisch bewegt man sich hier im Grenzbereich zwischen gefälligem Melodic Rock und melodischem Artrock. Spacige Elemente sind beim besten Willen nicht zu verzeichnen. Dennoch kann der melodische Sound überzeugen und der Instrumentalteil wartet mit einem gefälligen Zusammenspiel von Gitarre und Keyboards auf. Dennoch sorgt der eindeutige Mainstreamsound beim ersten Hördurchgang für gewisse Irritationen und es liegt hier wohl eindeutig eine stilistische Fehleinschätzung seitens der Band bzw. des Labels vor. Böse Zungen würden hier bestimmt von einem "Weichspülersound" sprechen, der sich ganz frech in die Gefilde des Space Rocks zu drängen versucht.
Gut, man sollte mit der Band aber nicht zu hart ins Gericht gehen und jetzt ständige auf dem Trademark "Space" und "Cosmic" herumreiten. Ok, dennoch ist nicht zu verschweigen, dass der zweite Song "She Came In Through The Bathroom Windows" nach dem durchaus sympathischen Opener doch schon erheblich abfällt und diese Bearbeitung eines Beatles-Songs wenig geglückt ist. Das Ganze kommt doch recht bieder daher und wirkt in der Umsetzung reichlich unausgegoren.
Mit dem epischen "Galaxy" zeigt die Qualitätskurve aber zum Glück wieder nach oben. Aus einem pathetischen Anfangspart entwickelt sich ein durchaus gefälliger Longtrack, der auch einen getragenen Bombast einfließen lässt. Hier sind auch dezente Mellotronteppiche hörbar. Der Gesang von Christian Nóvé wirkt hier sehr engagiert, wobei er aber auch einmal mehr nicht über das Maß des deutschen Durchschnitts hinauskommt. Im instrumentalen Mittelteil unternimmt Keyboarder Henry Zschelletzschky zusammen mit Gitarrist Peter Viertel sehr geschmackvoll arrangierte Ausflüge in die Dimensionen des symphonischen Schönklangs.
Dice sind hier stilistisch ein wenig mit der ebenfalls deutschen Band Ramses vergleichbar. Auch der Pink Floyd-Sound der späten 80er Jahre kann als Referenz herangezogen werden. Wer jetzt aber nur aufgrund der stellenweise sphärisch-gedehnten Saitenbearbeitung von spacigen Gefilden spricht, dem kann wirklich nicht mehr geholfen werden. Dann hätten auch Pendragon und Arena Space-Elemente in ihrer Musik.
Auch im weiteren Verlauf liegen Licht und Schatten wiederum eng beieinander. Während der dynamische Titel "Virus" überzeugen kann, folgt mit "God Bless You John Lennon" aber eine doch etwas peinlich wirkende Hommage an diese Beatles-Legende, die im schlichten Popgewand daher kommt.
Letztendlich bieten Dice auf ihrem zehnten Output trotz einiger Fehlschläge doch recht ansprechende melodische Rockmusik, die mit progressiv-symphonischen Elementen versehen ist. Leider wird dieses musikalische Produkt aber doch allzu vollmundig als typischer Progrock verkauft, was keinesfalls den Tatsachen entspricht.
| Anspieltipp(s): |
Welcome To The Future, Galaxy |
| Vergleichbar mit: |
Ramses, späte Pink Floyd |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
2.2.2004 |
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Dice beschränken sich auf die Interpretation von drei Beatles-Songs aus deren Spätphase, nämlich The Fool on the Hill und Penny Lane von Magical Mystery Tour und She came in through the Bathroom Window von Abbey Road. Schon die Auswahl zeigt, dass ihnen die gefühlvollen McCartney-Kompositionen jener Zeit besonders am Herzen liegen. Dabei gelingt Dice das, was ich von einer gelungenen Cover-Version erwarte, nämlich, dass sie die Beatles-Songs auf ihre eigene Weise intonieren und nicht einfach – „nah am Original“ - abkupfern. Zudem gefallen mir diese spacig-flirrenden Versionen der psychedelisch-poppigen Klassiker durchaus. Allerdings wird - gerade bei Cover-Versionen - deutlich, deutlicher als sonst schon, dass Dice beim Gesang schwächeln. Bei Penny Lane wird dies Manko durch den Effekt der Gesangsverzerrung aufgefangen.
Die übrigen Songs sind Eigenkompositionen, die die Beatles-Stücke einrahmen. Musikalisch versucht die Band bei den leichteren Beatles-Kompositionen anzuknüpfen und dies gelingt ihnen auch alles in allem. Besonders vorteilhaft sieht es für die Band immer dann aus, wenn sie in den Songs genügend Raum für instrumentale Passagen lässt (Galaxy etwa).
If the Beatles were from another Galaxy stellt einen netten, nostalgischen Ausflug im mittlerweile sehr kontinuierlichen Schaffen von Dice dar. Insbesondere die Verschmelzung von Beatles-Songs mit eigenen Klangelementen hat mir gefallen.
| Anspieltipp(s): |
Fool on the Hill, Galaxy |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
13.2.2006 |
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