Tinseltown Rebellion
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Barking Pumpkin Records/Rykodisc |
| Durchschnittswertung: |
6.5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Frank Zappa |
lead guitar, vocals |
| Ike Willis |
rhythm guitar, vocals |
| Ray White |
rhythm guitar, vocals |
| Steve Vai |
rhythm guitar, vocals |
| Warren Cucurullo |
rhythm guitar, vocals |
| Denny Walley |
slide guitar, vocals |
| Tommy Mars |
keyboards, vocals |
| Peter Wolf |
keyboards |
|
| Bob Harris |
keyboards, trumpet, high vocals |
| Ed Mann |
percussion |
| Arthur Barrow |
bass, vocals |
| Patrick O´Hearn |
bass |
| Vinnie Colaiuta |
drums |
| David Logeman |
drums |
| Greg Cowan |
eccentric well-to-do Oregonian party giver |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Fine Girl
|
3:31
|
| 2. |
Easy Meat
|
9:19
|
| 3. |
For The Young Sophisticate
|
2:49
|
| 4. |
Love Of My Life
|
2:16
|
| 5. |
I Ain't Got No Heart
|
1:59
|
| 6. |
Panty Rap
|
4:36
|
| 7. |
Tell Me You Love Me
|
2:07
|
| 8. |
Now You See It Now You Don't
|
4:54
|
| 9. |
Dance Contest
|
2:59
|
| 10. |
The Blue Light
|
5:27
|
| 11. |
Tinseltown Rebellion
|
4:36
|
| 12. |
Pick Me I'm Clean
|
5:08
|
| 13. |
Bamboozled By Love
|
5:47
|
| 14. |
Brown Shoes Don't Make It
|
7:15
|
| 15. |
Peaches III
|
5:03
|
| Gesamtlaufzeit | 67:46 |
|
|
Rezensionen

Zumindest im Leben eines Menschen war "Tinseltown Rebellion" sicher ein Ereignis. Es handelte sich nämlich um die erste professionelle Platte eines jungen Gitarristen namens Steve Vai. Im übrigen ist "Tinseltown Rebellion" eine weitere Zappa-Platte.
Wenn man das Album hört, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, einem lauen Ritual beizuwohnen. Alles ist da: Zappas Stimme, seine Gitarrensoli, langes Gerede, jede Menge Unterhosenhumor, der unvermeidliche Doo Wop, dazu diesmal noch einige Keyboardsounds im Stile einer Stadionband. Aber es gibt kaum fesselnde Momente. Halt eine weitere Zappa-Platte, wie das geflügelte Wort lautet.
"Tinseltown Rebellion" ist ein Livealbum mit Aufnahmen von 1980. Der Overdub-Pegelmesser weist aus, dass es nur bei Track 2 (Easy Meat) Studionachträge gab, der Rest des Materials ist live gespielt, allerdings sind wieder mehrfach Stücke aus verschiedenen Aufnahmen zusammengepuzzlet.
Begonnen wird das Ganze mit einem dreiminütigen, ganz im Studio produzierten Stück, einem nervtötenden Reggae namens "Fine Girl". Dann geht die eigentliche Platte los, und wer da nicht aufpasst, läuft Gefahr erst beim allerletzten Track wieder aufzuhorchen. Ob diese Version von Peaches En Regalia (Peaches III), die Zappa auf dem Cover selbst als "bizarre" bezeichnet, dem Vergleich mit dem Original auf "Hot Rats" standhalten kann, bleibt Ansichtssache. Aber auf "Tinseltown Rebellion" ist das Stück der einzige Moment, den man nicht einer Musikrichtung zuordnen kann, die es leider auch gibt - zappaeskem Geplätscher.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
19.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
19.11.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Ralf hat recht: Tinseltown Rebellion bildet den Auftakt einer Reihe recht lauer Zappa-Alben in den 80er Jahren. Zwei Dinge will ich aber anmerken.
Zum einen möchte ich "Fine Girl" ein bisschen in Schutz nehmen. "Nervtötender Reggae": yep. Aber das fette, ausgeklügelte, polyphone, fast gentlegiantmässige Vokalarrangement läßt mich dennoch aufhorchen. Nur kann man Zappas ärgerliche Äußerungen darüber, dass diese Single-Auskopplung in den Charts nicht auftauchte, kaum ernstnehmen. Wer bei einem dermassen bösartigen Text, diesem an Misanthropie grenzenden Zynismus glaubt, eine Chance auf Airplay zu haben - damals eine mehr oder weniger unabdingbare Voraussetzung für Hitparaden-Erfolg -, hat zuviel Zeit in seinem Kellerstudio verbracht und zu viele Winstons geraucht.
Zum anderen finde ich "Easy Meat" durchaus bemerkenswert: im Mittelteil schüttelt Zappa aus heiterem Himmel ein grandioses pseudobarockes "Concerto" aus dem kompositorischen Ärmel, inklusive triumphierend polyphonem Keyboard-Versailles, als ob er allen Baroque-Rock-Bands zeigen wolle, wie Ihr eigenes Genre im Idealfall klingen müsse.
Der Rest des Albums ist bis zum komplex-seltsamen "Brown Shoes Don't Make It" und "Peaches III" allerdings vernachlässigbar.
| Anspieltipp(s): |
Easy Meat |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
19.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
19.11.2004 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frank Zappa
Zum Seitenanfang
|