Das Licht der Menschen (The Threesunny Light Superpower)
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Eigenvertrieb |
| Durchschnittswertung: |
8.5/15 (2 Rezensionen) |
|
Besetzung
| Ivan Rozmainsky |
Keyboards, Winds, Programming, Voices (1, 2), Percussions |
| Nadezhda Regentova |
Keyboards (2), Voices |
|
| Vladimir Polyakov |
Keyboards (1, 3) |
|
Gastmusiker
| Sergey Laskin |
Electric Guitar (1) |
|
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Potoki Sveta Trisolnechnogo
|
27:48
|
| 2. |
Colore Pieno di Luce
|
21:50
|
| 3. |
Ablakok, Csillagok, Feny
|
20:22
|
| Gesamtlaufzeit | 70:00 |
|
|
Rezensionen

Bei aller Vielschichtigkeit ist es Roz Vitalis gelungen, ein Album einzuspielen, dass einheitlich in puncto Qualität und Klangkosmos dasteht. Hinzu kommt, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt, das dem Gedanken der Trinität Ausdruck verleihen soll. Und die Titel des Albums und der Stücke drücken das Wort Licht in verschiedenen Sprachen aus.
Das Licht der Menschen (The Threesunny Light Superpower) lehnt sich dabei nicht nur dem Titel nach an das Hauptstück der EP The Threesunny Light Power an. Auch hier wird eine Mischung aus barocken und RIO-mäßigen, schrägen Rockelementen geboten, die hauptsächlich synthetisch erzeugt werden. Meistens klingt es wie Glockenspiel, Spinett, Orgel und Flöte. Auch wenn alles sehr kalkuliert und durchkomponiert klingt, wirkt die Musik durch die teilweise Rückwärtsgewandtheit und einige sakrale Momente nicht so steril, wie man zunächst vielleicht vermuten könnte. An einigen Stellen fühle ich mich auch an Minimalmusik a la Glass oder Riley erinnert. Gelegentlich kommt auch etwas Tubular Bells - Feeling auf - nur schräger.
Musikalisch wird eine Art dialektische Wirkung in sich fortentwickelnden Dreischritten versucht. Die drei langen Teilstücke des Albums weisen jeweils in der Mitte einen ausgedehnten ruhigen Teil auf, in dem der Musikfluss zerfasert. Aber auch in den übrigen Strecken wird eine Kontinuität des Fließens der Musik durch ständige Wechsel unterbrochen. Es werden immer wieder Melodiestücke aufgegriffen und verworfen und wieder aufgegriffen und variiert. Dies auch über die gesamte Spielzeit hinweg. Dissonanzen verhindern gezielt möglicherweise aufkommenden Wohlklang. Der Gesang auf diesem eigentlich instrumentalen Album wird auch mehr als Lautmalerei eingesetzt als dass er tatsächlich Melodien tragen würde.
Dadurch dass jedes Teilstück über 20 Min. lang ist und das komplette Werk 70 min. läuft, ergeben sich beim Hören leider einige Längen. Insgesamt überwiegen jedoch die interessanten Momente, wenngleich ich schon das Gefühl habe, dass sich Roz Vitalis mit diesem Mammut-Werk etwas übernommen haben.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
15.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
21.4.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Auch wenn es der Albumtitel nicht vermuten lässt, Roz Vitalis kommen aus dem russischen St.Petersburg. Das Trio, bestehend aus Ivan Rozmainsky (Keyboards, Blasinstrumente, Programming, Voices, Percussions), Nadezhda Regentova (Keyboards, Voices) und Vladimir Polyakov (Keyboards), offenbart beim Blick auf die Instrumente gleich den richtigen Eindruck, nämlich dass es hier sehr tastenbetont zur Sache geht.
Der sehr eigenwillige Mix der drei Russen vereint jede Menge Elemente aus dem weiten Feld der elektronischen Musik mit kammermusikalischen Einfällen sowie recht sperrigen R.I.O.-Einflüssen. Gerade mal drei Kompositionen teilen sich die 70 Minuten Laufzeit dieser CD und als Hörer fühlt man sich ständig hin- und hergerissen zwischen erstauntem Lauschen und dem großen Fragezeichen im Gesicht. In die auslandenden Werke hat man einiges an Abwechslung, inhaltlichen Wechseln und Tiefe hineingesteckt, dennoch entsteht hier der Eindruck, dass es keinerlei inhaltlichen Unterschiede machen würde, wenn man die Lieder willkürlich nach 5, 10 oder 15 Minuten beenden würde, da die Sprünge und Brüche recht willkürlich erfolgen und eigentlich kein sofort ersichtliches Ende und Ziel innerhalb der epischen Werke erkennbar ist. Zudem weiß man eigentlich nie, ob einige Dissonanzen gewollt oder rein zufällig sind, wobei vor allem die eigenartigen "Gesangeinlagen" schon sehr nahe an simplem "Nicht-Gesang" entlang gleiten.
"Das Licht der Menschen" ist definitiv ein sehr eigenwilliges, sperriges und keinesfalls alltägliches Werk, welches sicherlich nur für einen kleinen Hörerkreis von Interesse ist.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
6.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.3.2012 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roz Vitalis
Zum Seitenanfang
|