Nil Novo Sub Sole
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| David Maurin |
Guitar, Midi Guitar & Flute |
| Samuel Maurin |
Basses, Stick & Synths |
| Benjamin Croizy |
Synths, Piano & Mellotron |
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| Roselyne Benthet |
Voices, Whispers in the dark |
| Frank Niebel |
Drums & Percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Le Gardien
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20:11
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| 2. |
Linceul
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3:58
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| 3. |
Dérégéneration
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14:32
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| 4. |
198
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8:40
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| 5. |
Abandon
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8:09
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| 6. |
Dérives
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6:04
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| Gesamtlaufzeit | 61:34 |
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Rezensionen

So geht es unbekannten Groß-Taten auch in unseren Breiten: Sie bleiben vor allem unbekannt! Nils aktuelles Werk aus 2005 hat es im Jahrespoll der [progrock-dt]-Internet-Community zwar immerhin auf 13 Stimmen gebracht, aber das waren zuwenige, um in die Endrunde zur Wahl des ultimativen Lieblingsalbums aus 2005 einzuziehen. In diese Endrunde hätte dieses Album meiner bescheidenen Meinung nach aber unbedingt gehört.
Das ist allerdings kein Vorwurf an irgendjemanden, es sei denn an mich selbst. Wie man lesen kann, schreibe ich diese Rezension auch erst im Januar 2006. Da ist das Album nun schon ein halbes Jahr erhältlich und vielleicht hätte ja eine frühere Rezension auch zu mehr Aufmerksamkeit geführt? Wer weiss...
"Nil Novo Sub Sole" habe ich nach dem Erwerb erstmal nicht so richtig wahrgenommen. Ich habe es mir einmal angehört und dann weggestellt, weil es mich nicht wirklich begeistern konnte. Allerdings hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass da eigentlich mehr drinstecken sollte. Vielleicht kennt jemand da draussen dieses Gefühl, dass einen ein Album eigentlich begeistern sollte, es aber nicht gleich tut, man aber trotzdem immer wieder auf das Teil zurückkommt. Und irgendwann platzt dann der Hörknoten? So ein Teil ist dieses Album.
Nil bieten sehr eigenständige Musik, die ziemlich komplex und mit sehr wenig wirklichen Melodien daherkommt. Daher wirkt das Album zunächst eher abweisend. Ein Eindruck der sich aber komplett ändert, wenn man dem Album Zeit und Raum gibt. Nil spielen großartig mit Atmosphären und Stimmungen. Die müssen sich allerdings entfalten können, schon wegen der durchweg etwas längeren Kompositionen. Dabei schaffen Nil sich auch noch einen sehr eigenen Soundkosmos, was natürlich das Entdecken umso schöner macht. Aber eben auch etwas die Eingängigkeit behindert.
Nil sind nicht wirklich retro, auch wenn sie sicherlich Versatzstücke klassischen Progsounds verwenden (und natürlich die "üblichen Verdächtigen" von Tasteninstrumenten zum Einsatz kommen). Vor allem gelegentliches Gitarren-Geriffe lässt Reminiszensen an King Crimson aufkommen. Nil sind aber auch nicht wirklich modern, schon weil die Stücke dafür zu ausladend, verspielt und schwebend daherkommen. Trotzdem schwingt schon so eine Portion dessen, was man oft mit "New Artrock" in Worte zu fassen versucht, mit. Die Strenge und Komplexität der Kompositionen, bei denen man oft das Gefühl hat, die Musiker spielen hier tatsächlich vom Blatt weg nach Noten, rückt Nil schon wieder in die Nähe zeitgenössischer Ensemble-Musik. Gelegentlich zieht auch ein Hauch von Jazz durch die Arrangements. Aber nur, bis beim Instrumental "198" die Fühler fast schon in Richtung härteren Rocks ausgestreckt werden. Gegen Ende geben sich die Franzosen dann auch noch spacig-psychedelisch.
Wenn mich auch besonderes die verzwirbelten Instrumentalpassagen begeistern können, so muss ich auch noch Sängerin Berthet erwähnen. Ihr schwebender, engelsgleicher Gesang ist sicherlich eine hervorragende Ergänzung zur Nil'schen Klangwelt und gibt der Musik noch so einen Push in Richtung Unwirklichkeit. Das die Dame bei der richtigen Gelegenheit aber auch noch mit einigem Schmackes zur Sache gehen kann, macht die Sache noch faszinierender. Auch wenn diese Gelegenheiten eher angedeutet, denn wirklich ausgearbeitet sind.
Über ein anderes Nil-Album schrieb ein Kollege dieser Seiten: Ein atmosphärisches Album für Entdecker. Das gilt insbesondere auch für "Nil Novo Sub Sole"... jeder sollte sich den Gefallen tun, dieses Album mal anzutesten.
| Anspieltipp(s): |
eigentlich sinnlos, aber wenn schon, muss man "198" und "Abandon" hören |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
2.8.2011 |
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