The Dead Word
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
InsideOut |
| Durchschnittswertung: |
7.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Devon Graves |
vocals, Gitarre, Flöte, Keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prelude: Time and pressure
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1:40
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| 2. |
A flight on an angels wing
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4:31
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| 3. |
To my beloved ...
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5:56
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| 4. |
Don't you ever hurt?
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4:56
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| 5. |
Some sane advice
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3:57
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| 6. |
Let the hammer fall
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4:03
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| 7. |
Waiting in line
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6:34
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| 8. |
Someday
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1:34
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| 9. |
My dying wish
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4:01
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| 10. |
A fistful of bended nails
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5:25
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| 11. |
The long ride home
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4:20
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| Gesamtlaufzeit | 46:57 |
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Rezensionen
Von: Georg Heep (Rezension 1 von 3)

An die alljährliche Veröffentlichung eines neuen DeadSoul Tribe - Albums haben wir uns mittlerweile gewöhnt, und solange es dem Wahl-Wiener Devon Graves (auf diesen CDs ja für alles außer dem Schlagzeug verantwortlich) trotz der kurzen Pausen gelingt, sich immer wieder ein wenig neu zu erfinden, soll uns das recht sein. So fügte er bei seinem zweiten und dritten Album die Bruchstücke, aus denen das etwas ziellos wirkende Solo-Debut 2002 zusammengesetzt war, jeweils auf eine andere Weise zusammen. Während A murder of crows sehr eingängig und opulent ausfiel, hielt Devon die allgemeine Anerkennung für dieses Album nicht davon ab, für das kargere The January Tree einen anderen Schwerpunkt zu setzen. "The Dead Word" bringt nun deutlich zum Ausdruck, dass er mit dem damaligen Ergebnis sehr zufrieden war, denn das Album kann getrost als "The January Tree II" durchgehen. Es zeugt davon, dass der Ex-Psychotic-Waltz-Sänger an der Kombination der vielseitigen Stimme seiner ehemaligen Band (ohne deren Prog-Ambitionen) und den düsteren Gitarren und hämmernden Rhythmen von Tool (ohne die Abgründe und den Nihilismus jener Band) längerfristig Gefallen gefunden hat. Wie schon auf "The January Tree" nachzuhören, hat diese Verbindung das Potential für ein paar wirklich gute Lieder, vor allem, wenn Devon Graves seine scheinbar vorhandene Abneigung gegen eingängige Melodien überwinden kann und nicht ausschließlich auf die hypnotische Wirkung seiner Stimme in Kombination mit dem Schlagzeugspiel von Adel Moustafa setzt. Auf der anderen Seite (ver-)bergen alle bisher veröffentlichten DeadSoul Tribe - Alben auch immer deutlich schwächere, um nicht zu sagen eintönige Füll-Songs, die unter ihrer musikalischen "Hülle" im Grunde ziemlich nackt da stehen. Hierfür ist wohl die offensichtliche Tatsache verantwortlich, dass es Devon an Einflüssen von außen mangelt. DeadSoul Tribe sind nun mal keine Band, bei der verschiedene Musiker ihre unterschiedlichen Einstellungen einbringen, stattdessen steht hier hinter der Musik ausschließlich die Person Devon Graves mit ihren persönlichen Klangvorstellungen, und gerade dies unterstützt eine gewisse Gleichförmigkeit der Musik. So gut auch einzelne Ideen sind, recht schnell hat man sich an einem DeadSoul Tribe - Album satt gehört. Es fehlen die inneren Brüche, die Tiefe, die kreativen Kompromisse, vielleicht auch die Unsicherheit zwischen den Zeilen.
"The dead word", dass in nur knapp fünf Wochen aufgenommen wurde, setzt diese Linie fort. Neben einigen richtig guten Stücken ("A flight on an angels wing", "Don't you ever hurt?" und "A fistful of bended nails") herrscht die altbekannte Langeweile ("Waiting in line" und trotz Querflöten-Einwurf "The long ride home") oder Devon kopiert sich selbst ("Wings of faith" heißt nun "Let the hammer fall" und "Why?" ist das erschreckend poppige "My dying wish" geworden). Der Versuch, zwischendurch mal wieder aus der gleichförmig-düsteren Kurzgeschichten-Erzählerei auszubrechen und in der Nachfolge von "Just like a Timepiece" ein tiefergehendes Gefühls-Epos zu stricken, geht mit "Some sane advice" komplett daneben. Das Lied nimmt den Hörer zwar mit seinem Devon Graves - typischen Wiege-Rhythmus gefangen, jedoch wird die Begeisterung durch die vergleichende Erinnerung an Ugly Kid Joe's Hit "Cats in the Cradle" deutlich gestört. Wenn Devon nicht (fast) alles alleine machen würde, hätte man ihn diesbezüglich vielleicht warnen können?
Dennoch, trotz dieser Mängel (und einer entsprechend etwas schwächeren "Benotung") ziehe ich das aktuelle Album seinem Vorgänger zumindest zurzeit vor. Die guten Lieder auf "The dead word" sind zwar nicht mehr ganz so gut wie früher (es findet sich kein "Some Things you can't return" und natürlich auch kein "Just like a timepiece"), aber dafür sind die musikalischen Ausfälle auch nicht mehr ganz so ärgerlich wie z. B. das völlig ideenleere "The love of hate" des Vorgängers. Insgesamt liegen die Stücke somit mehr auf einer Linie und auch bei DeadSoul Tribe schleicht sich fast so etwas wie Konsistenz ein - wenn auch nicht ganz auf dem Niveau, wie es Devon Graves gerne hätte. Jedenfalls liegt auf seinem 2006er-Album in meinen Augen bereits jetzt eine schwere Hypothek, denn spätestens über ein "The January Tree III" werden nicht nur die babyblauen Schwarzmaler kritische Worte finden.
Erstmal steht aber für das Frühjahr 2006 eine Tour mit Sieges Even auf dem Programm!
Für "The dead word" gibt's bis dahin eine Blindkauf-Empfehlung jedenfalls nur für alle "The January Tree"-Freunde!
| Anspieltipp(s): |
A flight on an angels wing |
| Vergleichbar mit: |
dem 2004er Album der Band |
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| Veröffentlicht am: |
12.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
1.3.2012 |
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"Oh, mal wieder ein Deadsoul Tribe Album. Aha aha. Klingt wie das letzte. Aha. Ja ja, doch, dieses Riff, dieses Schlagzeug. Hm, ja. ..."
Ehrlich gesagt ist mir die Lust vergangen, mir auch nur noch ein zusätzliches Album der Band anzuhören. Ein Zusammenschnitt aller guten Nummern von allen 4 Alben (also nur die, die den Langzeittest bestanden haben) ist meines Erachtens mittlerweile vollkommen ausreichend und vor allem abwechslungsreich. Abwechslung, das bekommt der Hörer spätestens nach A Murder Of Crows nicht mehr geboten. Seitdem kopiert man nicht nur den eigenen Stil, sondern besonders auch die eigenen Stücke. Dieses ständige "Ram-Tacka-Tam" mit weinerlichem Gesinge (wohl bemerkt, ich liebe diesen Gesang) reißt einfach nichts mehr. Schon das Vorgängeralbum fand ich erschreckend schwach. Doch The Dead Word könnte fast ein Zwilling sein, wären da nicht wenigstens einige Ausnahmen an Stücken zu nennen (To my beloved ..., Don't you ever hurt?, A fistful of bended nails), die wenigstens Charakter ausstrahlen. Alles andere ist meines Erachtens überflüssiges Füllmaterial und deshalb voll entbehrlich. Unteres Mittelfeld. Mehr nicht.
| Anspieltipp(s): |
To my beloved, Don't you ever hurt?, A fistful of bended nails |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.12.2005 |
| Letzte Änderung: |
1.12.2005 |
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Es ist ja gerade Halloween gewesen und überhaupt Herbst: da kann man ja mal wieder Dead Soul Tribe hören oder Opeth oder eben allgemein was Düsteres. Und in diesem Umfeld hat auch "The Dead Word" seine Existenzberechtigung, vielleicht für meine Ohren sogar mehr als seine Vorgänger-Alben. Soll heißen: mir gefällt "Dead Word" geradezu etwas besser als die drei anderen Alben von Devon Graves, da weiche ich auffallend von meinen drei Vorrezensenten ab. Das spricht aber eher für die Vorrezensenten als für mich: wenn ich sie (also das, was ihren Rezis gemeinsam ist) richtig verstehe, dann haben sie sich den Graves-Stil etwas übergehört und horchen nicht mehr automatisch auf, sobald etwas Neues von ihm erscheint. Ich dagegen - Nun, ich muss es zugeben: ich habe umgekehrt bei den drei Vorgänger-Alben kaum genauer hingehört und bin erst mit "Dead Word" auf den Geschmack gekommen (und habe nun den Geschmack dafür gefunden). Mag sein, dass daran der Herbst schuld ist, jedenfalls scheint mir dieses vierte Album ein paar Elemente zu enthalten, die mehr für es als für die anderen Alben sprechen:
Da wäre zum einen die durchgehend düstere Stimmung, die hier auf mich geschlossener wirkt als früher, und das liegt vorwiegend - so witzig es klingt - an der Flöte. Vorher bissen diese Flötentöne sich für mein Empfinden etwas mit dem Rest des Sounds: so eine plötzlich aufkeimende Tull-Atmosphäre schien mir nun gar nicht zu der Düsternis zu passen. Auf "Dead Word" fällt mir die Flöte weniger deutlich auf; sie drückt sich am deutlichsten aus in "Waiting in line" und in "A fistful of bended nails", und da passt sie sich dem akustischen Gesamtbild ziemlich gut an.
Hinzu kommt die für meinen Geschmack etwas kernigere Liedhaftigkeit der Songs: zwar ähnelt bei Devon Graves in der Tat alles irgendwie allem, aber auf diesem Album bekommen die einzelnen Tracks etwas mehr Eigenständigkeit auf der Songbasis - trotz vergleichbarer Riffs und leicht durchschaubarer Struktur. Das artet zwar auch schon mal aus - "Some sane advice" als eine Art Indie-Song zum Mitsingen an der Wasserpfeife lässt mich ziemlich kalt, weil ich finde, da kann ich auch gleich Oasis hören ;-), aber ansonsten kann mich das Album auch nach mehrmaligem Hören noch unterhalten.
Das liegt auch an dem sinnvoll-abwechslungsreichen Album-Konzept: da gibt es das Intro (mit Stimmen wie zu Beginn von Floyds "Dark side", nur verrückter), da gibt es die schwereren Prog-Epen ("A flight on an angel's wing"; "Waiting in line"), dann die schlichteren Abrocker ("Don?t you ever hurt?"; "Let the hammer fall") und sogar eine lyrische Kurzeinlage, die dennoch einen eigenständigen Song bildet ("Someday") und einen Hard-Rocker mit Klavier ("A fistful of bended nails"). Bahnbrechend ist das zwar alles auch nicht, aber es ist immerhin das, was ich von einem durchdachten Album erwarte.
Außerdem ist es kürzer als seine Vorgänger: das klingt zwar gemein (nach dem Motto: Je weniger man von dieser Mucke hören muss, umso besser), aber zehn halbwegs griffige Songs sind mir lieber als zwölf ausgewalzte, und eine kompakte Dreiviertelstunde hat für mich mehr Substanz als eine zerdehnte ganze.
Zugegeben: ein Super-Meisterwerk ist dieses Album keineswegs. Und wer schon andere Alben der Band hat, kann sich dieses sicher sparen: es wird ihn kaum noch überraschen. Aber dem Neueinsteiger würde ich allen Ernstes "Dead Word" eher empfehlen als dessen Vorgänger. Es sei denn, dass jetzt nach Ablauf eines Jahres das nächste Album schon längst in den Verkaufs-Startlöchern wartet; lange kann es damit wohl kaum noch dauern, und dann kann man ja erstmal abwarten, wie das wird - Nach oben ist noch viel Spielraum?
Lustig ist übrigens auch das Bonus-Video auf dieser CD: "A flight on an angel's wing" wirkt als Clip etwa wie ein Hinterwäldler-Horrorfilm im Ambiente von "Cube" mit Devon Graves als Hexenmeister in der Unterholzhütte, der die "Cube"-Mechanik bedient: das ist zwar Horror zum Ablachen, aber trotzdem visuell ganz ansprechend.
| Anspieltipp(s): |
?Waiting in line? oder ?To my beloved? (erster ist der proggigste Track, zweiter der atmosphärisch-intensivste) |
| Vergleichbar mit: |
als hätten Opeth ein Ethno-Album gemacht? |
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| Veröffentlicht am: |
31.10.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.2.2012 |
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