Conservation Of Mass
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jocelyn Beaulieu |
Lead-Gesang, Gitarren |
| Jean-Francois Désilets |
Bass, Gesang, Taurus & Midi Pedale |
| Denis Jalbert |
Gitarren, Gesang |
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| Francis Doucet |
Keyboards |
| Yves Albert |
Schlagzeug, Percussion, Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Eternal Loop
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0:49
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| 2. |
Amora Demonis
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6:58
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| 3. |
Carved in Rust
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0:23
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| 4. |
Still the Laugh Part 1
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2:22
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| 5. |
The Second Round
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4:31
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| 6. |
Still the Laugh Part 2
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2:25
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| 7. |
Shades of Blue
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5:26
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| 8. |
...Action!
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9:39
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| 9. |
Nameless
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10:24
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| 10. |
The Second Coming
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4:23
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| 11. |
Watercourse Hymn
1. Supra Celestial Drogs of Water 2. Tiny Ventures 3. The Sea 4. Beyond
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10:10
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| Gesamtlaufzeit | 57:30 |
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Rezensionen

Wo kommen nur immer diese Bands her? In den letzten Jahren sind so eine Menge an sehr guten Debutanten aufgetaucht, dass man kaum glauben will, dass der Progressive Rock Zirkus eine echte Untergrund-Szene sein soll. Na gut, wo Hamadryad herkommen? Kanada. Und wie sie sich fanden? Auf einem Prog-Konzert. Und wie sie klingen?
Gut, sehr gut sogar. Hilfreich? Kaum. Mehr Infos? Gerne. OK, genug des Frage und Antwort-Spiels: Hamadryad sind - wie wohl so ziemlich jede neuere Prog Band - deutlich inspiriert durch Grössen der Vergangenheit. Aber diese Inspiration kommt aus so verschiedenen Ecken und wird in so einen modernen Sound verpackt, dass man nur den Hut ziehen kann. Klassischer Prog verschiedener Art steht Pate, aber auch ein guter Schuss Prog-Metal ist drin, wie gleich der eigentliche Opener "Amora Demonis" ("Eternal Loop" ist nur ein kurzes Synthie-Intro) klar macht: knackige Gitarren im Metal-Riff, makellose instrumentale Virtuosität, halsbrecherische Breaks und holdsworthianische Überschall-Soli, die aber nie so exzessiv eingesetzt werden, dass der Eindruck der Selbstverliebtheit entsteht. Im Gegenteil, die heftigeren Passagen werden immer wieder kontrastiert mit schönen melodischen Parts und Bombaststellen.
Und nach der rockigen Uptempo-Eröffnung finden wir uns mitten in einer vierteiligen Suite wieder, die wieder verschiedenste Einflüsse zusammenbringt: Carved in Rust ist eine verspielte Gesangseröffnung a la Gentle Giant, danach Still the Laugh Part 1 mit Genesis-mässigem Gitarren-Gezupfe plus Mellotron plus Basspedale, aber trotzdem klingt's nicht Seventiesmässig. Hier wäre auch gleich ein Wort zum Sänger Jocelyn Beaulieu angebracht, denn die Genesis-Inspiration bezieht sich sicher nicht auf den Gesang. Beaulieu klingt viel eher wie eine moderne Ausgabe von Jon Anderson, was manchen Songs zusätzlich einen deutlichen Yes-Touch verpasst: sehr hoch und klar. Wenn Beaulieu mehr pressen und überflüssiges Vibrato einbauen würde, klänge er wie ein typischer Metal-Sänger a la LaBrie, aber so wirkt seine Stimme einfach nur frisch und mitreissend. "Still They Laugh" zieht das Tempo dann wieder etwas an, erneut mit Prog-Metal-Tendenzen, aber aufgepeppt durch schönen mehrstimmigen Gesang, auch hier und da mit polyphonen Anklängen an Gentle Giant. Danach geht's zurück zu Still the Laugh Part 2, diesmal mit noch mehr Keyboards und getränkt in Effekten: einfach zum Davonschweben. Erhebend.
Diese Suite stellt für mich schon den Höhepunkt der CD dar und gehört in Sachen Reife und songwriterischer Disziplin zum Besten, was ich debüttechnisch in der letzten Zeit gehört habe, da Hamadryad sich bei aller Komplexität nicht verzetteln, sondern stets auf den Punkt kommen. Immer noch sehr gut, aber - wie ich finde - nicht ganz so eindrucksvoll - geht es weiter. "...Action!" erinnert stellenweise - pumpender Rhythmus, verschachtelte Gitarren-Arpeggios - an Trey Gunns Soloarbeit bzw. Gordian Knot, und dies wiederum wird mit funkig groovenden Stellen kombiniert. Andere Nummern wiederum - "Second Coming" und "Watercourse Hymn" packen die akustischen Gitarren aus, sei es sanft gezupft oder treibender geschrammelt, und auch hier werden neben folkig angehauchten Passagen immer wieder mal durch die Kombination mit Beaulieus Gesang Erinnerungen an Yes wach. Nichtsdestotrotz finde ich die Reihenfolge der Stücke mit den beiden akustisch-lastigen Nummern am Ende nicht so gelungen, da dabei der Spannungsbogen doch etwas abflacht, was ich schade finde, da das Material selbst durchaus ok ist. Vielleicht wäre es besser gewesen, diese Nummern besser zustreuen und evtl. mit der "Still They Laugh"-Suite zu enden, die eigentlich eine klassische Schlussnummer ist.
Von diesem wirklich minimalen Wermutstropfen abgesehen kann ich nur feststellen, dass all das Lob, das ich allenthalben im Internet zu Hamadryads Erstling gelesen habe, absolut berechtigt ist. Reinhören für alle Fans gut gemachtn modernen symphonischen Progs mit vielerlei Einflüssen und ab und an härterer Gangart wird von mir dringend empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
Amora Demonis, ...Action! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
7.5.2002 |
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Ein Album, das äußerst positiv aus der Fülle der Neuerscheinungen heraussticht, ist das Debüt der kanadischen Formation 'Hamadryad'. Auf 'Conservation of Mass' werden gekonnt unterschiedlichste Stilelemente verarbeitet und sorgen für eine interessante niemals langweilige Mischung. Das Album passt in keine typische Schublade und begeht damit deutlich fortschrittliche (progressive) Wege.
Herausragend ist die Gitarrenarbeit, die uns mal vertrackt metallisch und dann wieder romantisch verspielt daher kommt sowie der sehr variable Gesang. Sänger Jocelyn Beaulieu bewegt sich gerne in höheren Gefilden und dürfte daher für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein.
Hier und da werden abgefahrene fast schon psychedelisch anmutende Elemente gereicht um dann im nächsten Moment in pure explosionsartige Spielfreude umzuschlagen. Es wird alles geboten was das Progherz höher schlagen lässt: Breaks, mehrstimmigen Gesang, harmonische Melodien, gewaltige Power mit Metalanleihen, erdigen Rhythmus, schräg-vertracktes sowie Spielzeiten von 23 Sekunden bis über 10 Minuten. Für Instrumentenfreaks sei noch angemerkt, daß neben den üblichen Verdächtigen (Drums, Bass, Gitarre) die von vielen so geliebte Hammond Orgel, Mellotrons und MiniMoog zum Einsatz kommen.
Bleibt zu hoffen, daß dieses Album nicht in der breiten Masse untergeht und seine berechtigte Anhängerschaft findet. Hier wird auf einer knappen Stunde Spielzeit jede Menge geboten!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
29.8.2002 |
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Kennt ihr das Gefühl, ein Album zu hören und es verlangt euch danach, dies immer wieder zu tun? Ihr fangt an, Melodien mitzusummen und irgendetwas an der Musik läßt euch nicht mehr los? Immer wieder lauscht ihr dem Album, versinkt in der Musik und entdeckt ständig neue Elemente? Dann seit ihr bei Hamadryad bestens bedient!
Dieses Album fesselt mich jetzt seit einigen Wochen und es bewegt sich täglich in meinem CD-Player. Die kanadische Band fesselt mit einer gehörigen Portion Verspieltheit. Die Spannungsbögen der Songs faszinieren, ständig entdeckt man neue Elemente. Es ist eine unglaubliche Dichte im Sound der Band vorhanden. Die Musiker Jocelyn Beaulieu (lead & back vocals, guitars), Jean-Francois Désilets (bass, lead & back vocals, bass pedals), Francis Doucet (Hammond, Mellotron, Mini Moog, Synthesizer), Denis Jalbert (Guitars, back vocals) und Yves Jalbert (Drums, percussion, back vocals) können einen in ihren Bann ziehen.
Die Stücke auf einen Nenner zu bringen ist nicht einfach. Parallelen fallen mir stellenweise zu Yes auf. Besonders die führende Gesangsstimme hat etwas von Jon Anderson. Hinzu kommt, dass eben vier Musiker (mit)singen, so dass mehrstimmige Gesänge und Chöre keine Seltenheit sind. Dadurch kommen vielschichtige Gesangsfärbungen zustande, die für viel Abwechslung sorgen. Musikalisch bewegt man sich zwischen 'verspielt / komplex' und 'melodiös / songdienlich'. Einige Passagen sind von einer harten Gitarre begleitet, die Band jedoch deshalb als Prog-Metal zu charakterisieren wäre falsch. Das Album macht den Eindruck, als wenn ein roter Faden die Songs durchzieht, sind doch einige Stücke miteinander verbunden (Song 3-6). Besondere Tracks hervorheben lassen sich eigentlich nicht. Das Album hat einen durchweg hohen Standard. Beim Hören fällt auf, dass die erste Albumhälfte zugänglicher wirkt. Allerdings verbergen sich in der zweiten Hälfte auch die Longtracks, die sowieso ein eindringlicheres Hören erfordern. Hier bekommt der Hörer sehr verspielte Elemente geboten, hier werden faszinierende Instrumentalpassagen abgefeuert.
HAMADRYAD ist ein Name, den man sich unbedingt merken muss! Jeder sollte diese Band mindestens einmal gehört haben. Das Album strotzt nur vor guten Ideen, man verliert trotz ausgiebiger Instrumentalpassagen niemals den roten Faden. Der Einstieg bedarf zwar einiger Hördurchläufe, wer sich dafür jedoch Zeit nimmt, der wird mit einem langanhaltend guten Album belohnt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.8.2002 |
| Letzte Änderung: |
9.1.2004 |
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"The Law of Conservation of Mass: Mass is neither Created or Destroyed". (Antoine-Laurent Lavoisier)
Übetragen auf diese Platte heisst das für mich: vor fünf Jahren kennengelernt haben die Kompositionen bis heute nichts von Ihrer Faszination eingebüsst und sind interessant wie am ersten Tag.
Udo und Thorsten haben die Musik treffend beschrieben. Dem ist nichts Wesentliches hinzuzufügen: tolle Kompositionen, instrumentale Virtuosität, eine passende, nie übertriebene Stimme; alles in einem heterogenen Stilmix angerichtet. Progherz, was willst Du mehr.
Mir war bei dieser Scheibe noch nie langweilig.
| Anspieltipp(s): |
durchhören! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.1.2008 |
| Letzte Änderung: |
13.1.2008 |
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