Garden Shed
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Martin Henderson |
Bass, Gesang |
| Franc Holland |
Gitarren, Gesang |
|
| Robert Webb |
Keyboards, Gesang |
| Jode Leigh |
Schlagzeug, Gesang, Bass |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Midnight Madness
|
6:56
|
| 2. |
All Alone (Introducing)
1. Three Piece Suite
|
14.57
|
| 3. |
Paraffinalea
|
4:14
|
| 4. |
Yellow
|
5:25
|
| 5. |
Poisoned Youth
|
16:17
|
| 6. |
Three Piece Suite
|
11:44
|
| Gesamtlaufzeit | 59:33 |
|
|
Rezensionen

Die britische Band England legte 1977 mit dem Album "Garden Shed" ihr Debut vor. Vorweg kann schon einmal eine uneingeschränkte Empfehlung für die Freunde des guten alten 70er Jahre Progs ausgesprochen werden. Es handelt sich um eine äußerst interessante Kreuzung aus Elementen von den alten Genesis und Yes. Die Band verstand es wirklich gekonnt, sich der charakteristischen Stilmittel dieser beiden Bands zu bedienen, ohne dabei wie eine Kopie zu wirken. Vielmehr hat man dabei eine in dieser Art einzigartige Variante geschaffen.
Von der instrumentalen Seite sind insbesondere das wunderbare Mellotron und der herrlich dröhnende Baß hervorzuheben. Gerade wegen des variablen Baßspiels, das dem von Chris Squire sehr ähnlich ist, können Parallelen zu Yes gezogen werden. Von der allgemeinen Atmosphäre ist man aber Genesis näher. Im Falle des ausgefeilten mehrstimmigen Gesanges können einem am Rande auch Gentle Giant in den Sinn kommen.
Qualitativ bieten einem England fünf durchweg hochklassige Titel. Besonders hervorzuheben ist als Einstieg das überaus dynamische "Midnight Madness". Weitere Glanzstücke sind die beiden Longtracks "All Alone" und "Poisoned Youth". Hier sind wirklich alle Elemente vorhanden, die das Herz jedes Prog-Nostalgikers höher schlagen lassen. Somit ist der Stil von England alles andere als gewöhnungsbedürftig, sondern man fühlt sich gleich irgendwie heimisch.
Auf jeden Fall ist "Garden Shed" jedem Fan, der nach unentdeckten Perlen aus den 70er Jahren genauso giert wie ich, uneingeschränkt zu empfehlen.
Zu erwähnen ist am Rande noch, daß "Garden Shed" zur Zeit leider nur als sehr teurer Korea-Import erhältlich ist [nicht mehr, siehe weiter unten (Udo)]. In meinem Besitz befindet sich eine japanische Pressung aus dem Jahr 1988, die den großen Nachteil hat, daß sie von einer Vinylfassung heruntergezogen wurde. Gerade in den ruhigen Passagen ist ein Knistern nicht zu überhören. Die aktuelle koreanische Fassung ist jedoch von den Masterbändern aufgenommen worden. Gerade solch ein Juwel wäre ein Paradebeispiel für eine gelungene Wiederveröffentlichung von Musea. Da könnte man wenigstens auch etwas über die Bandgeschichte erfahren.
| Anspieltipp(s): |
Midnight Madness, Poisened Youth |
| Vergleichbar mit: |
Genesis und Yes |
|
| Veröffentlicht am: |
13.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
16.9.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

In der Tat, "Garden Shed" ist auf jeden Fall ein kleines Juwel. Vielleicht bin ich nicht ganz so restlos enthusiastisch bezüglich England wie Horst, dennoch: anfangs wurde ich mit dem Album nicht sofort warm, aber wiederholte Hördurchgänge liessen es mir sehr ans Herz wachsen und sorgten dafür, dass es in Zeiten zu vieler CDs und knapper Zeit dennoch immer wieder den Weg in meine Playlist findet.
Musikalisch trifft Horsts Beschreibung von starken Genesis und Yes Einflüssen auf jeden Fall zu. Auch einen kleinen Schuss King Crimson (allerdings ohne deren Düsterheit und bedrohliche Härte) vermag man auszumachen, etwa im Longtrack "Poisoned Youth" mit seinen leichten Anklängen an das "Red"-Album und "Larks' Tongues in Aspic". Und wegen der teilweisen, mitreissenden Melodieseligkeit kommen auch Supertramp in den Sinn.
Klar hört man, dass England Nachgeborene sind: die naive Ernsthaftigkeit und Unmittelbarkeit der 'Originale' fehlt hier vielleicht, aber dennoch macht "Garden Shed" jederzeit Spass, wenn man auf Siebziger Jahre Sound steht und nichts zu abgefahren-komplexes erwartet.
| Anspieltipp(s): |
Poisoned Youth |
| Vergleichbar mit: |
Yes, Genesis, etwas King Crimson und Supertramp |
|
| Veröffentlicht am: |
14.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
14.5.2002 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Lange Jahre war Englands "Garden Shed" nur als Asien-Import in einer japanischen oder koreanischen Ausgabe verfügbar.
Die gute Nachricht: das hat sich geändert. England-Keyboarder Robert Webb hat in Zusammenarbeit mit dem Rest der Band eine Neuauflage herausgebracht.
Die schlechte Nachricht: diese Neuauflage ist nicht wesentlich billiger, sondern tendenziell sogar teurer als die schon nicht wirklich günstigen asiatischen Versionen.
Aber: dies liegt daran, dass es sich um eine eher extravagant gestaltete "Special Edition" handelt. In ein - allerdings recht empfindliches - Booklet von etwa Vinyl-Single-Größe ist nicht nur die CD selbst eingebunden, sondern kurze Texte zur Band selbst und den Bandmitglieder, alle Lyrics und vor allem die schon für die Original-LP geplanten grossflächigen Illustrationen zu den einzelnen Stücken, die damals aber nicht eingebunden werden konnten. Ausserdem gibt es als Bonustrack eine vorläufige 11minütige Studio-Version der "Three Piece Suite" von 1976 in sehr guter Klangqualität (aber mit etwas wackligem Gesang).
Ob diese Aufmachung dem geneigten Hörer so viel Geld wert ist, wie die "Special Edition" kostet, muss wohl jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall sollte man sich an den lokalen Händler der Wahl (in Deutschland etwa Charly Heidenreich) halten, da der Britische Pfund-Preis bei Bestellung über die Garden Shed Music Website für kontinentale Geldbeutel noch abschreckender sein dürfte als aus anderen Quellen.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
15.8.2005 |
| Letzte Änderung: |
15.8.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Und ziiiiieeeeeeeht! Ziiiiiieeeeeeht! Geschafft! Wieder einmal konnte ein klassischer Progschatz gehoben werden. Danke Horst, danke Udo, für die Schatzkarte.
Ich liebe klassischen Prog, die Mutter aller Progstammbäume. Eine Mutter, die freilich oft auch allzu ähnliches geboren hat. Kinder, die den Stammvätern so ähnlich sind, ohne an deren Klasse und Originalität heranzureichen, dass man sich lieber wieder den Originalen zuwendet.
Bei England und ihrem Debut "Garden Shed" ist dies nicht der Fall. Zwar sind die Reminiszenzen und Einflüsse hörbar, dennoch kreieren die vier Briten daraus ihre ganz eigene Mischung, die sie unter einen eigenen Fond ziehen.
Genesis (gewisse Harmonien und Banks`sche Keyboardfiguren) und Yes (Squire`scher Bass) standen hier sicher Pate. Ansonsten ist das hier Gebotene aber herrlich eigenständig und erfrischend.
England "können" Melodien, sie "können" Spannungsbögen, kleine rhythmische Vertracktheiten, lyrische Interludien und rockig-rollende Hammond-Einwürfe. Martin Henderson singt in höheren Stimmlagen und er singt gut. Seine Stimme ist klar und rein und passt gut zur Musik.
Genesis und Yes wurden erwähnt, an einer Stelle winken einem gar Queen zu (Vocals am Ende von "All Alone"). Ansonsten fällt mir als stilistischer Vergleich vor allem noch Druid ein.
Meine uneingeschränkte Empfehlung für Liebhaber klassischen progressive Rocks.
| Anspieltipp(s): |
Midnight Madness, Poisened Youth |
| Vergleichbar mit: |
Eine Prise Yes, eine Messerspitze Genesis, ein Spritzer Druid |
|
| Veröffentlicht am: |
29.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
29.1.2012 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von England
Zum Seitenanfang
|