At Work
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Vitaly Appow |
Bassoon, Sax |
| Nikolay "Gumberg" Semitko |
Drums |
| Cyrill Krista |
Violin |
| Dimitry Maslovsky |
Bass |
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| Anna Ovchinnikova |
Cello |
| Olga Podgaiskaja |
Keyboards, Vocals |
| Maxim Velvetov |
Gitarre, Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Pukhow
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3:43
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| 2. |
Dear Kontrabandist
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6:28
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| 3. |
Wet Moss
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1:19
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| 4. |
The Mourners
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1:49
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| 5. |
Closed case
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7:36
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| 6. |
Ariel´s last dream: Birobidjan
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5:20
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| 7. |
Horse army
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5:29
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| 8. |
Condemended
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10:47
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| 9. |
On Tuesdays
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3:41
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| Gesamtlaufzeit | 46:12 |
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Rezensionen

Rational Diet zum Zweiten! Im Spätsommer und Herbst 2007 haben sich Rational Diet ins Vozdookh-Studio in Brest begeben, um den Nachfolger ihres Debütalbums einzuspielen. "At Work" erschien im Herbst 2008, wie schon der Erstling der Band, auf dem italienischen Altrock-Label.
Ein paar Besetzungswechsel hat es im Vergleich zum 1999 bzw. 2004 eingespielten Debüt der Weißrussen gegeben. Trotzdem hat sich am Stil der Band nicht viel verändert. Einen sehr charakteristischen, die Bezeichnung wirklich verdienenden Kammerrock machen Rational Diet, der am ehesten noch mit den auf dem ersten Album von Univers Zero zu findenden Klängen vergleichbar ist. Neoklassische Komponisten wie Stravinsky und Bartok haben aber ebenso ihre Spuren hinterlassen wie Henry Cow und die Art Bears, die frühen Art Zoyd und gelegentlich sogar King Crimson.
Bass und Schlagzeug sorgen für eine druckvoll rockende Grundlage, über der sich Tasten (Piano, E-Piano, Spinettartiges), E-Gitarre, Streicher, Saxophon und Fagott austoben. Längere Soloausflüge gibt es nicht. Vielmehr musizieren die einzelnen Instrumente gleichberechtigt nebeneinander, erzeugen dicht verwobenen, verzwirbelte und schräge Klangnetze, schreiten gewichtig voran, lassen sich durch ruhigere Stellen treiben, jagen sich gegenseitig verfolgend dahin oder umtanzen einander leichtfüßig. Mitunter gerät die Musik fast ganz in klassische Kammermusikgefilde, insbesondere dann, wenn Bass und Schlagzeug einmal eine Pause einlegen. Selten erklingt der hochtönende Gesang Olga Podgaiskajas, der dann für leicht slawisches Flair sorgt.
Im Vergleich zu "Rational Diet" ist "At Work", neben der besseren Klangqualität und einer deutlich druckvolleren Produktion, einheitlicher und eine Spur geradliniger ausgefallen. Die Musik wirkt homogener und auch kondensierter, dichter, und folkloristische Elemente sind fast ganz verschwunden.
"At Work" bietet wunderbaren, komplexen aber sehr unterhaltsamen Kammerprog, der weniger düster und bedrohlich, als humorvoll, mit so einem Anstrich typisch russischer Skurrilität à la Gogol, irgendwo zwischen Normalität und Wahnsinn, aus den Boxen sprudelt. Alamaailman Vasarat sind wohl Brüder im Geiste, auch wenn deren Musik etwas anders gestrickt ist. Wer die Musik von Rational Diet noch nicht kennt und eine Ader für Kammerprogressives hat, sollte sich dringend nach ?At Work? umschauen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
27.2.2009 |
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Endlich ist der Zweitling des Septetts aus dem gar nicht so weiten und doch so unbekannten Weißrussland bei mir eingetroffen, und ich kann nur sagen: das Warten hat sich gelohnt! Ich war ja erst ein klein wenig enttäuscht, als ich in Achims Rezension las, dass die folkloristischen Elemente und der schrille Gesang deutlich zurückgeschraubt wurden, schließlich trugen gerade diese beiden Ingredienzen für mich nicht unwesentlich zum besonderen Reiz der Musik auf dem Debütalbum bei; aber spätestens beim Konzert der Band in Würzburg im November 2008 wurden sämtliche diesbezüglichen Bedenken hinweggefegt.
Schrägen Kammerrock bietet das Septett, und das "Rock" kann man nicht dick und fett genug schreiben. Kaum zu glauben, dass Musik, bei der die elektrische Gitarre eine eher untergeordnete Rolle spielt, derart rocken kann. Für manche Passagen müsste man glatt den Begriff "Kammer-Metal" erfinden! Selbstredend bedeutet das nicht, dass stumpf drauflos gebratzt wird, die Musik ist stets hochgradig komplex, fordernd, dem Geist avantgardistischer Kammermusik verhaftet. In den ruhigeren Passagen hat man dann bisweilen den Eindruck, tatsächlich eher einem kammermusikalischen Werk zu lauschen. An einigen Stellen gibt es erfreulicherweise doch noch den charakteristischen, schrillen Gesang zu hören, der sich besonders in Dear Kontrabandist wie ein Zahnarztbohrer in die Gehörgänge einfräst. Übrigens, trotz der englischen Titelbezeichnungen wird auch hier wieder russisch bzw. weißrussisch gesungen.
Man könnte At Work vorwerfen, dass es gegenüber dem Debüt keine nennenswerte musikalische Weiterentwicklung darstellt. Aber von einer so abwechslungsreichen und unkonventionellen Musik kann zumindest ich nicht genug bekommen, da dürfen gerne noch ein paar Alben in diesem Stil folgen. Vielleicht mal wieder mit mehr Gesang?
| Anspieltipp(s): |
alles! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
7.10.2010 |
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Da kommen doch glatt zum Jahresende (2008) noch einige Perlen zum Vorschein, welche die Jahrescharts nochmals ganz schön durcheinander wirbeln... nach Snarling Adjective Convention, The Fractured Dimension, Diagonal und Cynic jetzt auch noch Rational Diet. Nach einem mitreißenden Konzert (siehe Kollege Jochen) in Würzburg, liegt mir nun auch seit einiger Zeit das neue Studiowerk der Weißrussen vor.
Und ich kann den Kollegen hier nur beipflichten: F - A - N - T - A - S - T - I - S - C - H! Das ist das Album, was ich mir eigentlich von Yugen erhofft hatte, aber gut von Rational Diet nehme ich es natürlich auch gerne. Schräge Klänge der reichhaltigen Instrumentierung treffen auf wirklich brettharten Rock (ganz ohne Metal). Schrille, lautmalerische Gesänge runden das Ganze gelegentlich ab. Die Band spielt unglaublich dicht und kraftvoll ihre wüsten Kompositionen. Und Kompositionen sind es wirklich, live wird vom Blatt gespielt. Die Symbiose aus nahezu klassischer Kammermusik und veritablem Rock wird noch dadurch unterstützt, dass die Rhythmusarbeit teils eher vom Cello und von harten, repetitiven Piano, als vom Schlagzeug wahrgenommen. Schlagzeug und Bass gliedern sich oftmals in die Melodieführung ein, die immer mal kreischende E-Gitarre beschränkt sich auf effektvolle Klangtupfer. So führen Violine, gelegentlich Sax und Fagott, und dann auch wieder Piano und Cello als "Lead"-Instrumente durch die Songs.
Viel mehr Worte will ich hier gar nicht mehr machen. Wer herausfordernde, ungewöhnliche Musik jenseits der ausgetretenen Pfade sucht, aber dabei auf kraftvollen Rock nicht verzichten will, der ist hier richtig.
| Anspieltipp(s): |
Dear Kontrabandist |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
23.3.2013 |
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