Blue Circles
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Falk Ullmann |
vocals |
| Ruediger Zaczyk |
guitar |
| Rainer Teucher |
keyboards |
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| Lutz Beberweil |
bass |
| Dirk Hartel |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
desert sand
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5:51
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| 2. |
shockwaves
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5:47
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| 3. |
naked pale
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7:02
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| 4. |
one on one
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4:05
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| 5. |
cold and strange
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4:23
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| 6. |
faceless smile
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5:09
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| 7. |
we've brushed
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7:15
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| 8. |
lost in grey
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6:06
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| 9. |
seven shades
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5:58
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| Gesamtlaufzeit | 51:36 |
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Rezensionen

Fünf Jahre nach ihrem Erstling (den ich nicht kenne) legen Neronia ein Nachfolge-Album vor. Auch der Neronia-Unkundige kann anhand der Besetzungsliste erkennen, dass die Band bis auf Sänger Ullmann eine komplette Neubesetzung erfahren hat. Keyboarder Teucher war allerdings bei ?Nerotica? schon als Gastmusiker mit dabei.
Musikalisch scheint allerdings die Besetzungsrochade keine Revolution ausgelöst zu haben, wenn man der Rezi von Kollege Henning glauben darf. Allenfalls ist man nicht mehr so bemüht rockig, sondern lässt auch filigraneren Zwischentönen ihren Raum. Neronia präsentieren auf ?Blue Circles? melodischen NeoProg ganz in der Tradition der späten 80er- / frühen 90er-Jahre, als wäre die Zeit stehen geblieben. Neben allerlei Marillion- und Pendragon-Anklängen mischen die Darmstädter auch immer wieder Saga-Sounds bei, gerade Sänger Ullmann erinnert immer wieder vage an Michael Sadler (ohne natürlich dessen Klasse imitieren zu können). Mir kommen immer wieder die Kölner Martigan in den Sinn, deren Album ?Man Of The Moment? durchaus Ähnlichkeiten mit ?Blue Circles? aufweist.
Genrefans könnten also mit ?Blue Circles? durchaus Freude haben. Ullmanns theatralischer Gesang, die moderat bratzelnden Gitarren, nette elegische Soli, verhalten komplexe Arrangements, Keyboarder Teuchers Eskapaden und seltsame Blubber- und Flirrklänge sind durchaus genretypisch gelungen. Passagenweise kommen Neronia ganz gut in Fahrt, aber trotzdem fehlt dem Album etwas der Schwung, was letztlich am statischen Drumming und dem durchweg vorherrschenden Midtempo liegt. Könner Eroc sorgt für einen amtlichen Sound. Aber ich will gar nicht verhehlen, dass mir vielleicht so um 2000 herum ein derartiges Album viel Spaß bereitet hätte. Heute wirkt es seltsam bizarr, wie ein Bote vergangener Zeiten, auf mich.
| Anspieltipp(s): |
shockwaves, lost in grey |
| Vergleichbar mit: |
Martigan, Tea for Two mit Anklängen an Marillion, Pendragon, Saga... |
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| Veröffentlicht am: |
18.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
18.11.2008 |
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Erst jetzt hab ich kapiert: "Neronia" besteht aus Frank Ullmann, eventuell ließe sich noch Rainer Teucher dazuzählen, aber eine 'Band' im eigentlichen Sinne ist das gar nicht - ansonsten wäre die 'Umbesetzung' seit dem "Nerotica"-Album die größte, seit Anfang der 70er eine komplette Renaissance-Besetzung ausgetauscht worden ist.
Das neue Album des 1-2-Mann-Betriebs ist jedoch ein echter Geheimtipp, wert, dass es bemerkt wird und dass Progfans das hören: Frank Ullmann singt wie eine Mischung aus Arne Schäfer auf seinen Apogee-Alben und Peter Hammill in Piano-Balladen, und das sagt fast schon das Wichtigste. Na ja, nicht ganz: man sollte nicht allein vom Gesang auf den musikalischen Stil schließen, denn bei Neronia kommt neuerdings eine gewisse Neigung in Richtung Wave hinzu (die sich beim Vorgängeralbum noch nicht angekündigt hatte). Die typisch deutsche Mischung aus Prog-Symphonik und Hardrock ging bei "Nerotica" noch auf, jetzt spielt sie aber keine Rolle mehr, weil - wie erwähnt - der Wave seine Spuren hinterlässt, das aber auf eine eigenbrötlerische Art, die mir sehr sympathisch ist; fast hört sich das so an, als würden Arne Schäfer und Peter Hammill verschollene Songs von Rupert Hine singen.
Deswegen kann ich mich Thomas' Ansicht nicht so ganz anschließen, was die Vergleiche betrifft: theatralischer Gesangsstil liegt eindeutig vor, hier und da mag eine leicht-vokale Erinnerung an Marillion aufkeimen, aber Pendragon und Martigan kann ich als Vorbilder nicht ausmachen, etwas Saga schon eher, sicher auch wegen des ansatzweise wavigen Stils. Aber die Musik von Neronia strahlt für mein Gehör doch eine sehr individualistische Theatralik aus, die im großen Rahmen sicher Berührungspunkte mit typischer Prog-Theatralik aufweist, aber auf eine eigene Art, die mir tatsächlich viel Spaß macht (indem ich z.B. beim Hören darüber nachdenke, zu welchem Song der Sänger welches Kostüm tragen könnte).
Übrigens enthält das Album einen gemeinsamen Song mit dem Vorgängeralbum, und zwar "Naked pale". Dieser Song wurde aber neu - und stilistisch anders - aufgenommen, und allein das zeigt die Umorientierung im Bandsound: wie er jetzt klingt, könnte er einem frühen Soloalbum von Fish entstammen, aber in der alten Version klang er eher nach deutschem Melodic-Rock.
Was zu einem solchen Album natürlich auch gehört, sind ausgefeilte Arrangements mit Klavier rund um Songstrukturen, die es einem zunächst nicht leicht machen, Strophen von Refrains zu unterscheiden, die einen aber - wenn man's geschafft hat - umso mehr mit Erkenntnis segnen. "One on one" ist so ein Beispiel - ein Klaviersong, der süchtig machen kann und bei dem sogar Tori Amos neidisch werden könnte. Dieses genannte Beispiel ist ein ganzer Song in diesem Stil, aber die meisten anderen Songs enthalten ebenfalls solche vermeintlich bescheidenen Elemente, aus denen sie aber erstaunlich viel (kompositorische und instrumentale) Spannung rausholen können, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
Lediglich ein Song schießt m.E. übers Ziel hinaus: "We've brushed" zerhackt sich selbst in so viele Teile, dass ich auch nach 10 Durchläufen kaum noch durchsteige. Dafür bietet das Album andere Stücke, die wie "Cold and strange" oder "Shockwaves" als schnörkelloser Wave direkt in Bewegung umsetzbar sind - die aber auch immer wieder Winkel anbieten, in denen man über das gerade Gehörte kurz nachdenken kann.
Kurzum: "Blue Circles" ist ein langsam gewachsener Dauerbrenner bei mir geworden - mit viel mehr Inhalt, als ich ihm zuerst zugetraut hatte. Geduldigen Progfans, die Sorgfalt im Detail schätzen, ist es daher auf jeden Fall zu empfehlen, denn es wäre schade, wenn es übersehen würde (und bei dem unauffälligen Artwork besteht diese Gefahr leider)...
| Anspieltipp(s): |
Wenn man konzentriert hinhört, nützt die Schnipseljagd auf der Band-Websites schon eine ganze Menge. Ansonsten ist mein Favorit "Lost in grey" (schon der Titel ist umwerfend). |
| Vergleichbar mit: |
Wenn Arne Schäfer im Neoprog-Stil ein Hammill-Album covern würde - das wär's in etwa... |
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| Veröffentlicht am: |
23.1.2009 |
| Letzte Änderung: |
8.5.2012 |
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Die ehemalige NeoProg-Band Ulysses hat sich seit der Jahrtausendwende nicht nur personell massiv verändert. 2003 erschien unter dem neuen Bandnamen Neronia das Album "Nerotica", 2008 liegt unter gleichem Bandnamen - aber wiederum mit einigen Wechseln in der Besetzung - das neue Album "Blue Circles" vor. Den musikalischen Wendepunkt in Richtung Hardrock / Melodic Rock haben die Hessen auf ihrem letzten Studioalbum bereits vollzogen. Jetzt verbindet man dazu wieder etwas mehr an progressivem Rock, hauptsächlich in Form von traditionellem NeoProg der 80er-Jahre, sowie kleinen Anteilen aus dem Artrock-Bereich.
Diese Mischung ist vielseitig aber dennoch recht eingängig, da die straighten typischen Rock-Stilemente mit stark betonten Gesangsrefrains und einprägsamen Riffs oder Melodienfolgen sehr oft dominieren. Manchmal ist aber auch der Griff in die "Raritätenkiste" von Bands wie zum Beispiel: Saga, Marillion, Clepsydra oder Galahad der Grund für ein zwangsläufig plätscherndes und wenig erfrischendes Musikerlebnis. Der Sologesang klingt ebenfalls sehr bekannt nach Aluisio Maggini (Clepsydra) oder Stuart Nicholson (Galahad).
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass die Musik von Neronia schlecht wäre, es fehlt nur irgendwie der letzte Kick.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.8.2011 |
| Letzte Änderung: |
7.8.2011 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neronia
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2003 |
Nerotica |
6.00 |
1 |
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