Weekend
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kiff Records |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Thomas Klein |
Schlagzeug |
| Andreas Reihse |
Synthesizer, Computer |
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| Stefan Schneider |
Bass |
| Detlef Weinrich |
Sampler |
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Gastmusiker
| Flo Metzger |
Gitarre (1,5) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Traffic Way
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7:37
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| 2. |
Shaun
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3:29
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| 3. |
Spat
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5:13
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| 4. |
La Capital
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3:59
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| 5. |
Sand Colour Classic
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2:42
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| 6. |
Lio
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4:18
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| 7. |
Polaroid
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5:51
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| 8. |
Desto
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1:28
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| 9. |
Reflections
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3:36
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| 10. |
Hillwood
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2:08
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| 11. |
Telefon
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2:44
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| 12. |
La Fille en Beige
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4:08
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| 13. |
If
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2:12
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| 14. |
Schrödingers Katze
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0:46
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| Gesamtlaufzeit | 50:11 |
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Rezensionen

Das erste Album der Electronica-Neokrautrockformation Kreidler beginnt mit spacigem Synthieblubbern, dem sich alsbald durchgehende Begleitfiguren in Gitarre, Bass und Schlagzeug zugesellen. Dieses Muster wird dann durch gelegentliche kleine Synthesizermelodien und Änderungen erweitert und variiert. Am Schluss beendet ein längerer Synth-Hubschraubersound und rhythmisches Klacken das Stück.
Nach diesem Motto - rhythmischer, relativ schlichter Unterbau in (unverzerrter) Gitarre, Bass und Drums, dazu ebenfalls ziemlich schlichte Synthmelodien (der Synth wird mutmaßlich ebenfalls handgespielt und nicht per Sequenzer getriggert) ? sind viele Stücke auf dem Album aufgebaut. Die Synthsounds entsprechen dabei nicht dem Minimoogklischee, sondern wirken eher digital-kühl als oldschoolmäßig warm. Die Soundprogrammierung wirkt recht schlicht.
Von der Idee her ist die Mixtur aus krautigen G/B/Dr und Billigsynthsounds durchaus reizvoll, die Ausführung wirkt aber auf die Dauer eintönig, da das beschriebene Konzept (zu) wenig variiert wird. So läuft sich das ganze irgendwann tot. Das Album hört sich insgesamt eher nach einer Sammlung von Session- oder Demoaufnahmen an (aber da gibt es im Ur-Krautrock ja noch viel schlimmere Beispiele ;) ) als nach einer sorgsam ausgefeilten Produktion. Zudem spielen die Musiker nicht immer ganz taktsicher.
Mich reißt das Ganze aus all diesen Gründen nicht sonderlich vom Hocker. Krautrockhörer, die mal eine modernisierte, mit IDM vermischte Variante ihrer Musik antesten wollen (oder IDM-Freunde - etwa der Band Mouse on Mars - die nichts gegen traditionelle Rockinstrumente haben?) können sich?s ja mal anhören ? immerhin wählten die Leser der Szenezeitschrift ?Spex? 1996 Kreidler zum ?besten Newcomer des Jahres?, so dass es doch genug Fans einer solchen Musik zu geben scheint ? oder damals zu geben schien? ;)
| Anspieltipp(s): |
Shaun |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.12.2008 |
| Letzte Änderung: |
9.12.2008 |
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Angeblich war es ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kreidler", welches Andreas Reihse trug, das 1994 die Namenssuche des Quartetts Klein - Reihse - Schneider - Weinrich beendete. Die Älteren unter den Babyblauen Lesern werden mit diesem Namen vor allem verschiedene motorbetriebene Zweiräder verbinden. Vor allem die Mofas der Marke Flory waren in den späten 70er und frühen 80er Jahren gerade unter Jugendlichen sehr verbreitet. Noch älteren Lesern werden auch noch die in einstmals populären Kreidler-Mopeds des Typs Florett kennen. 1982 ging die Firma aus Kornwestheim in Konkurs.
Ob sich das T-Shirt Reihses auf die schwäbische Zweirad-Marke bezog weiß ich nicht, doch ist der Name ja durchaus originell. Der erste Auftritt von Kreidler fand dann am 29. März 1994 in einer Bar in der Düsseldorfer Altstadt statt. Am Anfang widmeten sich Kreidler recht ausgiebig der Spoken Word Poetry, trat die Band mit Lyrikern auf, deren Textrezitationen man mit elektronisch-akustischen Klängen versah. Auch das erste Album der Band, das 1994 nur auf Kassette veröffentlichte "Vera", bestand zu weiten Teilen aus Stücken mit gesprochenem Text. Nach weiteren Kassetten, EPs und Singles erschien dann 1996 mit "Weekend" das erste, nun ganz instrumentale Vollängenalbum der Band, das erste, welches auch auf CD veröffentlicht wurde.
Ein durchaus abwechslungsreiches Gemenge an Postrockigem, Elektronischem und Retrokrautigem (Neokrautigem) haben Kreidler hier im Angebot. Einflüsse lassen sich vor allem seitens der Düsseldorfer Elektronikschule ausmachen (Kraftwerk, Neu!, Harmonia) was wohl der Tatsache geschuldet ist, dass Reihse und zeitweilig auch Klein damals auch in Klaus Dingers Gruppe La!Neu? tätig waren. Die frühe New Wave, experimentelle Ansätze der Neuen Deutschen Welle und modernere Electronica-Elemente haben zudem ihre Spuren in dieser Instrumentalmusik hinterlassen. Eher schlichte Schlagzeugmuster à la Neu!, repetitive Basslinien, dezente Tastenspielereien und allerlei Elektroniksounds bestimmen das Klanggeschehen.
"Weekend" ist - zumindest für Krautrock-Elektronik-Adepten - ein durchaus unterhaltsames Album, welches, ganz den oben erwähnten historischen Vorbildern folgend, hypnotisch, ein wenig primitiv und simpel, eher leichtgewichtig und schlicht, nie seicht und ab und zu ein wenig experimentell aus den Boxen gleitet. Kreidler greifen hier die Düsseldorfer Elektroniktradition auf und führen sie, ohne Ecken und Kanten zu verlieren, versehen mit eigenen, modernen Einsprengseln, fort. Ein gewisses auf der Stelle treten gehört bei solcher Musik einfach mit dazu. "Weekend" ist nicht weltbewegend, macht aber Spaß!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
25.10.2012 |
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