Emerging
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Robbe K |
Vocals |
| Sjaak Kassies |
Guitar |
| Melle Kramer |
Drums |
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| Simon Lawford |
Guitar |
| Glen Loupias |
Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Footprints
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5:11
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| 2. |
Kobalt
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4:20
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| 3. |
Dogmatic
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5:51
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| 4. |
Vapours
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4:26
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| 5. |
Mirrored
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6:25
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| 6. |
Time
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5:51
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| 7. |
Emerging
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5:41
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| 8. |
Tsujigiri
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5:51
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| Gesamtlaufzeit | 43:36 |
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Rezensionen

Ich höre schon das Ächzen der Leserschaft: "Och nööööö, der Egbers bespricht wieder diesen komischen progressiven Extremmetal, bei dem die Sänger klingen wie Godzilla mit Halsweh, und erzählt dann am Ende, dass das Beste seit geschnitten Brot ist." Ganz sicher nicht falsch ist auf Grundlage der Bewertungen auf diesen Seiten der Eindruck jedenfalls nicht, dass in den musikalischen Gefilden, in die es hier mal wieder gehen soll, alles Gold ist, was glänzt. Und doch ist natürlich nichts falscher als das: Ebenso wie überall sonst haben auch Progressive Death Metal und Co. eine gewisse Menge von Spitzenkönnern, die sich eben dadurch auszeichnen, dass sie sich aus der durchschnittlichen Masse herausheben. Allein die Tatsache, dass die Babyblauen Seiten eher wenig Rezensenten mit Expertise (*räusper*) in diesem Bereich aufweisen ist somit verantwortlich dafür, dass sich hier bis dato eher die Ausnahmekönner des Genres tummeln.
Wie diese Anleitung schon andeutet, geht es bei unserer heutigen "Expedition ins Progreich" aber zu einem ganz gewöhnlichen Exemplar der bereits erwähnten Gattung. Dabei machen Obsidian aus Amsterdam gar nicht viel falsch. Sänger Robbe K ist ein kompetenter, wenn auch nicht allzu variabler, Brüllwürfel, der sicherlich zu den besseren seines Faches zu zählen ist. Zwar stößt er in den Klargesangspassagen, insbesondere im passagenweise fast balladesken "Time", relativ schnell an seine Grenzen, aufgrund ihrer Spärlichkeit fällt das aber nur in beschränktem Maße negativ ins Gewicht. Auch sonst bieten die Niederländer alles, was man so erwarten darf, wenn's mal wieder die progressive Schlachtplatte geben soll ? von Staccato-Riffing bis zu jazzig-relaxten Einschüben, von Frickelsoli bis zu Double-Bass-Gebolze, von instrumentalem Showoff bis zu todesmetallischer Garstigkeit sind eigentlich alle Zutaten da, die das Genre ausmachen, und werden auch kompetent dargeboten.
Dennoch, das gewisse etwas fehlt "Emerging", das von Textures-Gitarrist Jochem Jacobs co-produziert wurde. In einem Genre, das wie wenig andere darauf setzt, dass die aus dem Standard ausbrechenden Passagen unerwartet den Hörer treffen, dass die Breaks für einen Bandscheibenvorfall beim arglosen Headbanger sorgen, ist es nämlich ein deutlicher Malus, derart vorhersehbare Kompositionen anzubieten wie Obsidian. Hier kommt fast jeder Taktwechsel genau dort, wo mit dem Genre vertraute Hörer ihn blind vermuten wurden, und jedes atmosphärische Zwischenspiel ebenso dort, wo keiner es braucht (nämlich an der ebenso erwarteten Stelle). "Emerging" geht somit jegliche eigene Note ab, die ein Album braucht, das sich in einem Genre durchsetzen will, dem nicht zu Unrecht gewisse Gleichklangtendenzen vorgeworfen werden.
In diesem Sinne kann man Obsidian mit ihrem Erstling vergleichen mit den Bands eines Progbereichs, mit dem sie sonst kaum etwas zu tun haben, nämlich der aktuellen Schwemme an Neoprog- und New-Artrock-Kapellen aus Polen. Für sich genommen sind auch fast alle dieser Bands durchaus hochwertig und für richtige Fans des Genres sicherlich nie ein Fehlkauf, für alle diejenigen, die die Vorbilder kennen und Wert auf einen breiter gestreutes Hörerlebnis legen, fehlt aber auch nahezu jedes echte Kaufargument.
Ebenso ist es mit dem Quintett aus unserem Nachbarland: Betrachtet man "Emerging" alleine, so ist es ein Album, das wenig falsch und viel richtig macht und daher dem harten Fankern progressiv-verbleiter Musik sicherlich Spaß machen wird. Setzt man es aber ins Verhältnis zu Vorreitern wie Cynic, Meshuggah, Gojira oder auch Obsidians Landsleuten Textures, so bleibt vorerst nur ein fader und vorhersehbarer Abklatsch übrig. Trotzdem: Die Zutaten sind hier schon richtig gut und auch kochen können die Jungs, es fehlt nur noch das eigene Rezept. Vielleicht ja auf dem nächsten Album, das gerade in der Aufnahmephase ist.
| Anspieltipp(s): |
Emerging |
| Vergleichbar mit: |
Meshuggah, Textures |
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| Veröffentlicht am: |
24.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
25.11.2009 |
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