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Robert Schroeder

Galaxie Cygnus-A

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: live; Konzeptalbum; Ambient; Elektronische Musik
Label: Innovative Communication
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert Schröder Elektronik

Gastmusiker

Michael Weisser Textstimme

Tracklist

Disc 1
1. Galaxie Cygnus-A/Teil 1 4:35
2. Galaxie Cygnus-A/Teil 2 8:32
3. Galaxie Cygnus-A/Teil 3 3:13
4. Galaxie Cygnus-A/Teil 4 2:50
5. Galaxie Cygnus-A/Teil 5 10:05
6. Galaxie Cygnus-A/Teil 6 6:38
7. Galaxie Cygnus-A/Teil 7 2:32
Gesamtlaufzeit38:25


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @


"Galaxie Cygnus-A" war ein recht ambitioniertes Projekt von Robert Schroeder (hier auf dem Cover wieder einmal als "Schröder" geschrieben) anlässlich der Linzer Ars Electronica 1981. Grundlage der Komposition sind die Radiosignale der titelgebenden Galaxie Cygnus A im Sternbild Schwan. Geradezu ein Bilderbuchkonzept der "kosmischen Musik", auch wenn diese natürlich Anfang der 80er eigentlich schon passé war. Die Signale der ca. 750 Mio. Lichtjahre entfernten Radioquelle wurden hier auf den Frequenzbereich des menschlichen Gehörs heruntergerechnet und ziehen sich durch die gesamte Aufnahme. Weiter gehörten noch Bildprojektionen und Textvorträge des Science-Fiction-Autors Michael Weisser zum angeblich live im ORF umgesetzten Konzept.

Und die Musik? Nun, da wäre zum Einen Cygnus A selbst. Leider gibt die Galaxis nicht viel mehr her als ein monotones, leicht ins Pfeifende gehendes Rauschen. Immerhin verleiht dieses Geräusch aber der Musik in Bezug auf das Konzept diejenige Glaubwürdigkeit, die Gegner der elektronischen Musik ihr ja häufig absprechen.

Robert Schröder selbst spielt hier durchaus abwechslungsreiche Musik, wenn man die Abwechslung mal auf die Unterscheidbarkeit der einzelnen Stücke untereinander bezieht. Der erste Teil beginnt sehr Ambient-mäßig, aber irgendwo muss ja auch Platz sein für Michael Weissers (leider kaum hörbare) Texte. Die Teile mit den Nummern 2 und 4 erinnern schon eher an vorige Schroeder-Werke und die Berliner Elektronik allgemein, klingen am romantischen Ruf des Musikers gemessen aber reichlich spartanisch. Die Teile 3, 6 und 7 fallen ohne Sequencer-Begleitung sehr minimalistisch aus und klingen für meine Begriffe durchaus nach einem avantgardistischeren Vangelis (vgl. "Beaubourg"). "Teil 5" ist wieder rhythmischer orientiert, aber schon recht monoton, wenn auch melodisch ansatzweise fernöstlich. Mit einem Verweis auf das Vangelis'sche Album "China" lässt sich hier ein schöner Fingerzeig schaffen, dass das ganze Album oft genug nach einer weniger abwechslungsreichen Version der Solowerke des Griechen klingt.

Alles in allem wird "Galaxie Cygnus-A" seinen Reiz wohl vor allem aus der Kombination mit den Bildern gezogen haben. Für sich genommen klingt die Musik hier insgesamt für meinen Geschmack viel zu oft zu minimalistisch. Vermutlich war es auch das Ziel, möglichst futuristische Klänge zu erzeugen. Dabei muss sich Schroeder wohl zwangsläufig von den üblichen Mustern (oder besser: Sequenzen) der Elektronik lösen. Allerdings klingt das Ergebnis dann für meine Begriffe doch eher unzugänglich und strukturlos. Gut, der Weltraum ist ja im Prinzip auch beides. Aber letztlich ist "Galaxie Cygnus-A" nur wenig schöner anzuhören als das Rauschen seines Namensgebers.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: einem monotonen Vangelis
Veröffentlicht am: 20.1.2011
Letzte Änderung: 27.10.2011
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Robert Schroeder

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1979 Harmonic Ascendant 10.00 2
1981 Mosaique 11.00 1
1985 Brain Voyager 9.00 1
1986 TimeWaves 6.00 1
1988 Driftin' 6.00 1
1990 Pegasus 10.00 1
2010 Cygnus-A 11.00 1
2017 D.MO Vol.4 - Harmonic Decadence 9.00 1

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