Talking with Strangers
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Fixit Records/Gonzo Media |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Judy Dyble |
Voice, Autoharp |
| Tim Bowness |
Voice |
| Robert Fripp |
Guitar, Soundscapes |
| Pat Mastelotto |
Drums, Percussion |
| Ian McDonald |
Sax, Flute, Ukulele |
| Alistair Murphy |
Guitars, Organ, Piano, Keyboards, Dynatron |
| Simon Nicol |
Guitar |
| Julianne Regan, Jacqui McShee, Celia Humphris |
Backing Vocals |
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| Laurie A'Court |
Sax |
| Rachel Hall |
Violin |
| Mark Fletcher |
Bass |
| Harry Fletcher |
Guitar |
| Sanchia Pattinson |
Oboe |
| Paul Robinson |
Guitar |
| John Gillies |
Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Neverknowing
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1.51
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| 2. |
Jazzbirds
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3:16
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| 3. |
C'est La Vie
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4:21
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| 4. |
Talking With Strangers
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3:34
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| 5. |
Dreamtime
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4:25
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| 6. |
Grey October Day
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6:28
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| 7. |
Harpsong
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19:26
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| 8. |
Harpsong Instrumental
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?
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| 9. |
Sparkling
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3:22
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| 10. |
Waiting
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6:23
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| Gesamtlaufzeit | 53:06 |
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Rezensionen

Eigentlich hatte ich beim Einlegen der CD in erster Linie Schönklang im Sinne von Annie Haslam erwartet und die ersten Töne des Albums bestätigten diese Erwartung auch. Eigentlich!
Allerdings hat Tim Bowness dieses Album (co-)produziert und als Musiker sind neben Robert Fripp auch seine alten (McDonald) und neuen (Mastelotto) Weggefährten zu hören. Mit "C´est la vie" gibt es gar eine Lake/Sinfield-Komposition, die in meinen Ohren besser klingt als das ELP-Original (zu hören auf "Works Vol. I"). Wenn man dann noch bedenkt, das Frau Dyble ja Sängerin der crimson´schen Urzelle war, dann kann man auch schon mal auf die Idee kommen, dass neben Folkprog auch noch andere Einflüsse hörbar sein könnten.
Trotzdem haut mich der Longtrack "Harpsong" bei jedem Hören erneut vom Stuhl und ich bin sicher: so hätte "In the Court of the Crimson King" also ohne Greg Lake geklungen. Oder würden auch die aktuellen King Crimson so klingen? Auf jeden Fall dürfte der instrumentale Mittelteil von "Harpsong" auf keinem Crimson-Album seit "Thrak" ernsthaft aus dem Rahmen fallen. Wie erklärt man diesen Song einem Prog-Schubladendenker? Frickel-Folk? Fairport-Prog? Neo-Spirogyra oder Post-Renaissance? Da hilft wohl nur anhören.
Aber auch der Rest der CD ist durchaus hörenswert. Da gibt es z.B. ein Duett zwischen Dyble und Bowness ("Grey October Day"), das jede "No-Man"-Veröffentlichung zusätzlich adeln könnte, einen fast schon typischen "Fairport Convention"-Song ("Never Knowing") mit Simon Nicol an der Gitarre und mit "Jazzbirds" ein Stück, das Ian McDonalds Flötenspiel in den Vordergrund stellt und so ebenfalls an frühe Crimson-Klassiker wie "I talk to the Wind" erinnert, dessen Urfassung Dyble ja bekanntlich ihre Stimme lieh.
Ein rundum gelungenes Album mit einem potentiellen Longtrack-Klassiker, das nur eine Frage offen lässt: Was soll der als Track 8 genannte "Harpsong Instrumental" sein?
| Anspieltipp(s): |
Harpsong, Grey October Day |
| Vergleichbar mit: |
Fairport Convention, King Crimson |
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| Veröffentlicht am: |
25.3.2011 |
| Letzte Änderung: |
26.3.2011 |
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Im Jahre 2013 erschien die inzwischen dritte CD-Ausgabe von "Talking to Strangers". Im Jahr zuvor gab es zudem die zweite limitierte LP-Auflage des Albums zu kaufen. Beide kamen mit einem neuen Cover von Jackie Morris auf den Markt. Das bei der ersten CD-Ausgabe nur in der Cover-Tracklist vorhandene, aber auf der CD fehlende "Harpsong Instrumental" wurde 2013 durch zwei tatsächlich existente Bonus Tracks "Sparkling" und "Waiting" ersetzt. Seltsamerweise findet man weder auf der CD noch im Booklet Hinweise auf das Label. Im Internet mehren sich Hinweise, dass es sich bei dem geheimnisvollen Herausgeber um Gonzo Multimedia handelt. Irgendwelche Versuche einer Klangverbesserung hat man dabei unterlassen, auch wenn mir einige Teile von "Harpsong" klanglich etwas dumpf vorkommen.
Die meisten Kompositionen von "Talking to Strangers" entstanden in Zusammenarbeit zwischen Judy Dyble und Tim Bowness. Dementsprechend stellen diese eine interessante Verschmelzung von psychedelischem Prog-Folk der 70er Jahre mit den Elementen des sogenannten neuen Artrock dar. Wer mag, kann da auch einiges aus der Übergangszeit wiederentdecken, als aus Giles, Giles & Fripp allmählich King Crimson wurden.
Nach einer Reihe von verträumt, oder statisch anmutenden Folk-Prog-Stücken überraschen einige Passagen von "Harpsong" mit stilistischen Anleihen, die zwischen King Crimson der letzten Besetzung (vor der - wohl endgültigen - Auflösung), den King Crimson der ersten Besetzung und der einzigen McDonald & Giles-Scheibe liegen. Noch mehr gefallen mir die aus Soundscapes, Flötensolos und ethnischer Perkussion bestehenden Passagen des Longtracks, weil sich diese kaum mit irgendetwas vergleichen lassen.
Der Titelsong und "Dreamtime" weisen einige kompositorische Ähnlichkeiten mit der Stilrichtung der Formation Renaissance in ihrer kreativsten Zeit. Wobei es auch dem größten Sympathisanten von Judy Dyble klar sein dürfte, dass die Vergleiche mit Annie Haslam nicht zugunsten von Fr. Dyble ausfallen würden. Ganz nebenbei wird einem durch "Talking to Strangers" bewusst, dass Pat Mastelotto als ein einfühlsamer Folk-Drummer eine gute Figur macht. Dank Saxsolos von Laurie A'Court erhält das im Duett von Dyble und Tim Bowness gesungene melancholische "Grey October Day" eine jazzige Note.
Und zum Abschluss kommt die für mich größte Überraschung: Der Bonus Track "Sparkling" sorgt bei mir mit Harfen- und Mellotronklängen sowie mit der packend geheimnisvollen Stimmung für Begeisterung. Damit muss ich einen Bonus Track zu meinem persönlichen Highlight des Albums erklären. Leider konnte ich die genaue Herkunft der beiden Bonus Tracks bisher nicht ermitteln. Anzunehmen ist - wie in den meisten Fällen - dass diese zusammen mit den restlichen Stücken aufgenommen wurden, aber den Produzenten Tim Bowness und Alistair Murphy etwas weniger gefielen.
"Talking to Strangers" wird wohl die Hörer vor ein Dilemma stellen, die die kompositorischen Strukturen des klassischen Prog von den fließend-atmosphärischen Formen des im neuen Jahrtausend angesagten Artrock strikt trennen wollen. Wer nicht glauben mag, dass diese beide Schulen gut miteinander harmonisieren können, sollte sich "Talking to Strangers" anhören.
| Anspieltipp(s): |
Harpsong,Sparkling |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.3.2013 |
| Letzte Änderung: |
15.3.2013 |
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