In the Wake of the Moon
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Aerodynamic |
| Durchschnittswertung: |
10.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Göran Fors |
bass, vocals |
| Ulf Pettersson |
keyboards, additional vocals |
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| Sven Larsson |
guitars, mandolin, additional vocals |
| Göran Johnsson |
drums, percussion, additional vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stages
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7:13
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| 2. |
Wallflower
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6:18
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| 3. |
Child's Play
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7:38
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| 4. |
In the Wake of the Moon
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6:32
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| 5. |
War at Home
1. Woodland Creatures 2. Aftermath
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9:53
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| 6. |
Over the Hills and 3 Feet under
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5:44
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| 7. |
Mr. Murphy
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5:29
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| 8. |
Rain
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8:53
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| Gesamtlaufzeit | 57:40 |
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Rezensionen

Pendragon haben mit ihrer Hinwendung zu neuer sachlicher Coolness Erfolg gehabt. Andere Bands weniger: Galleon (ebenfalls eine Neoprog-Institution, wenn auch längst nicht so bekannt wie Pendragon) sind 2009 mit ihren "Engines of Creation" ziemlich unangenehm durchgerauscht - weder den Fans noch den Kritikern hat die aufgesetzt futuristische Mainstream-AOR-Vision gefallen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die Band für die stilistische Neuorientierung ein denkbar ungünstiges Timing gewählt hatte: ein Stilwechsel ausgerechnet nach einem der besten möglichen Werke des alten Stils? "Engines of Creation" ausgerechnet nach "From Land to Ocean"? Das war sicher für niemanden nachvollziehbar: selbst gar kein neues Album für mehrere Jahre wäre akzeptabler gewesen als ein solches Machwerk nach dem Meisterwerk.
Also tun Galleon jetzt etwas, das wirklich konsequent ist (wenn es auch kaum zu erwarten war): sie steuern zurück! Sie steuern sogar so weit zurück, dass sie nicht etwa beim Neoprog-Stil haltmachen, den sie im Land-To-Ocean-Album perfektioniert hatten, nein, sie verfolgen den Trend des Retro-Stils wesentlich weiter rückwärts und jagen vorwärts in die Vergangenheit: "In the Wake of the Moon" klingt nicht mehr nach dem NPWE-Stil der Galleon-Alben wie "King of Aragon" oder "All-European Hero", sondern gibt sich - bei aller Melodie-Orientierung - auffallend schräg und schroff, vergleichbar mit kernigem Retroprog aus Skandinavien, wie wir ihn etwa von den frühen Anekdoten oder Liquid Scarlet kennen (wobei die melodische Ausrichtung auch Vergleiche zu Cross aufwerfen könnte).
Ab und zu lassen sich auch mal Vergleiche zu Galleon-Songs der Vergangenheit ziehen: Instrumental geprägte Stücke wie "A Child?s Play" oder "War at Home" spiegeln schon ein wenig die Stimmung von "Let us be amazed" vom "Beyond Dreams"-Album wieder, aber dennoch sind es keine Neuauflagen der alten Idee, denn dazu ist jetzt die konsequente Durchführung der Schräglage zu gnadenlos - hier scheint eine Band verstanden zu haben, dass sich Progfans auch über Stock und Stein kein Bein brechen. Entschädigt wird der sensiblere Hörer zwischendurch immerhin mit hinreißend schönen Ohrwürmern wie dem Titeltrack und "Over the Hills and 6 Feet under": in diesen Songs zeigt sich mitreißende Kompositionskunst und das Gespür für genau die Akkorde, die einen wirklich abheben lassen. Selbige trifft man auch an in dem Song "Wallflower", der mich irgendwie an die späten Genesis erinnert, obwohl er viel proggiger ist. Dennoch hätte er eine verlorene Perle der "Calling all Stations"-Schlussphase gewesen sein können. Wer weiß, vielleicht singt Ray Wilson ihn irgendwann mal auf einer seiner Acoustic-Tourneen ;-)
Richtige Ausfälle hat dieses Album gar keine - außer dass der "Mr. Murphy" (der von den Murphyschen Gesetzen) sich ein wenig schlicht präsentiert (so, als ob es heutzutage noch Prog-Singles gäbe und deshalb jedes Progalbum einen derart gestalteten Alibi-Track bräuchte). Und der Opener "Stages" kommt mit seinem staksigen Stakkato-Rhythmus vielleicht zunächst etwas hölzern daher, aber hört man ihn öfters, wird auch daraus ein Ohrwurm - und diesen Effekt sind wir Proggies ja gewöhnt.
Kommen wir zur Empfehlung: Man unterschätze nicht die Fähigkeit einer Progband zur Selbst-Erneuerung! Wer Galleon nie mochte, wird ihnen auch jetzt nichts Großes abgewinnen können, aber alle, denen nur die "Engines of Creation" zu laut und einfallslos waren, dürften mit diesem Nachfolger einen unerwarteten und grandiosen Aha-Effekt erleben. "In the Wake of the Moon" mag bisher keine nennenswerte Presse erhalten haben (wieso, weiß ich auch nicht), aber ignorieren sollte man das Album deswegen auf keinen Fall!
| Anspieltipp(s): |
Von "Mr. Murphy" mal abgesehen eignet sich jeder Track gleichermaßen! |
| Vergleichbar mit: |
?eher kantigem und dennoch melodischem skandinavischem Retroprog?(Gibt?s den wirklich? Wenn nicht, haben ihn Galleon eben jetzt erfunden) |
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| Veröffentlicht am: |
4.5.2011 |
| Letzte Änderung: |
12.3.2012 |
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Vor gut drei Jahren gab es mit ?Engines of Creation? das letzte musikalische Lebenszeichen von Galleon. In der Zwischenzeit gab es keinerlei Konzerte oder auch nur irgendwelche Updates auf der bandeigenen Homepage, sodass man glauben konnte, die Schweden hätten sich klammheimlich vom Acker gemacht. Doch plötzlich sind sie wieder da.
Ehrlich gesagt waren meine Erwartungen aufgrund des doch arg enttäuschenden Vorgängeralbums nicht sonderlich hoch. Doch wie ein Phönix aus der Asche erhebt sich ?In The Wake Of The Moon? und haben eines der stärksten Neoprogalben des Jahres 2011 aus dem Ärmel geschüttelt. Ob hier ganz die Qualität von ?The all European Hero?, ?King of Aragon? oder ?From Land to Ocean? erreicht wird, da bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber die Richtung stimmt definitiv.
Nachdem mich das letzte Album absolut kalt gelassen hat, berührt mich Galleons neuester Output. Die Scheibe hat einfach Atmosphäre, ist prallgefüllt mit tollen Melodien, wunderbar wabernden Keyboardteppichen und auch Sven Larsson von Xinema darf mit seiner Gitarre Akzente setzten. Ehrlich gesagt ist es schon länger her, dass mich ein Neoprogalbum so gepackt hat. Galleon weiß zu überzeugen, sei es fetzig wie im Opener ?Stages? oder aber atmosphärisch wie im überragenden Titelsong. Das hohe Niveau wird nicht ganz bis zum Ende gehalten, so wird der Abschlusstrack ?Rain? doch ein bisschen arg in die Länge gezogen. Aber das sei den Schweden verziehen.
Fazit: Wer den klassischen Galleon Stil mag bzw. auf gut gemachten Neoprog steht, kommt an diesem Album nicht vorbei.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.11.2011 |
| Letzte Änderung: |
14.11.2011 |
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