Ishoku-Sokuhatsu
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
TAM |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Katsutoshi Morizono |
Guitars, Vocals |
| Kazuo Nakamura |
Bass, Bass Pedals |
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| Daiji Okai |
Drums, Air Cymbals, Tubular Bells, Percussion |
| Hidemi Sakashita |
Piano, E-Piano, Mellotron, Mini-Moog |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hamabeth
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0:47
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| 2. |
Sora to kumo
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5:24
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| 3. |
Omatsuri
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11:16
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| 4. |
Ishoku-Sokuhatsu
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12:22
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| 5. |
Ping-Pong dama no nageki
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5:03
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| Gesamtlaufzeit | 34:52 |
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Rezensionen

Yonin Bayashi bedeutet offenbar in einer älteren, heute nicht mehr gesprochenen Version des Japanischen so viel wie "Quartett" (vermutlich etwas blumiger umschrieben). Gegründet wurde die Band mit diesem passenden Namen 1970 allerdings als Trio (Gitarre, Bass, Schlagzeug) und dementsprechend nannte man sich San-Nin, was in Altjapanisch eben in etwa "Trio" bedeutet. Als sich 1971 der Tastendrücker Hidemi Sakashita der Gruppe anschloss, war dann ein Namenswechsel nötig. Im Mai 1971 trat man in Tokio erstmals als Yonin Bayashi auf.
1974 erschien dann, nachdem man im Jahr zuvor schon einen Soundtrack namens "Hatachi no Genten" eingespielt hatte (oder daran beteiligt war), das Debütalbum von Yonin Bayashi. Das Cover mit dem pfeifenrauchenden Faultier ist ja schon mal sehr auffällig und hat damals in Plattenläden (in Japan) sicher Aufmerksamkeit erregt. In der Tat gehörte die Band in Japan in den 70er Jahren durchaus zu den bekannteren Formationen. Außerhalb des Landes war das natürlich anders. Da Yonin Bayashi in ihrer Muttersprache sangen, wurden die LPs der Band dort gar nicht erst veröffentlicht.
Japrockpapst Julian Cope, der "Ishoku-Sokuhatsu" immerhin auf Platz 49 seiner Liste mit den 50 besten Scheiben aus Japan aufführt, bezeichnet die Musik als eine Mischung aus Doors, Santana, den Isley Brothers und dem britischen Prog der frühen Yes und von Van der Graaf Generator. Na ja ... Santana höre ich hier nirgends, nicht mal ansatzweise. Bezüge zu den Doors könnten die luftigen E-Piano- und Orgellinien herstellen, dazu gibt es schon etwas soulig-poppigen Gesang und sehr viel Prog, der sich natürlich an angelsächsischen Vorbildern orientiert (aber weder auffällig nach Yes, noch nach Van der Graaf Generator klingt).
Yonin Bayashi machen auf "Ishoku-Sokuhatsu" einen durchaus eigenen Prog, der melodisch-soulige Songabschnitte mit härterem Rock und ausladendem, von den Tasten getragenen Symphoprog vermengt. Das kurze, einleitende "Hamabeth" beginnt ausgesprochen wüst mit sakralem Georgel, Gitarrenjaulen und wirrem Elektronikgelärme. Danach geht es mit "Sora to kumo" dann sehr viel gemäßigter weiter. Dabei können die luftig-jazzigen E-Piano Linien und die hypnotisch-monoton dahin schreitende Rhythmusarbeit stellenweise durchaus etwas an die Doors erinnern ("Riders on the storm"), was allerdings durch die Mellotronstreicher, die filigrane Gitarrenarbeit und den (etwas gewöhnungsbedürftigen), immer etwas kitschig wirkenden japanischen Gesang schnell relativiert wird.
Die beiden Langnummern bieten dann sehr abwechslungsreichen Prog, mal etwas jazzig-symphonisch (ein wenig à la Camel), mal härter rockend, von der E-Gitarre dominiert. Im Titelstück gibt es zudem diverse Stellen, die deutlich an Pink Floyd gemahnen, insbesondere einen Abschnitt nach gut vier Minuten, der geradezu wie eine Adaptation von "One of these days" anmutet. Fast das interessanteste Stück ist dann das abschließende "Ping-Pong dama no nageki", ein ausladend instrumentiertes, tastengeschwängertes Instrumentalstück, in dem in der Tat die Geräusche von Ping-Pong-Bällen eine gewisse Rolle spielen.
"Ishoku-Sokuhatsu" ist ein sehr nettes Album mit Prog aus Japan, das wohl aus historischer Sicht, zusammen mit dem Erstling von Cosmos Factory, eines der ersten japanischen Alben mit echtem klassischen Symphoprog darstellt. Davor war in Japan in progressiven Musikerkreisen eher Psychedelisches, Hardrock und Experimentell-Krautartiges angesagt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.10.2011 |
| Letzte Änderung: |
24.10.2011 |
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