Timecode
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Insideout |
| Durchschnittswertung: |
9.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Martin Eden |
Gesang |
| Udo Lang |
Gitarre |
| Tobias Budnowski |
Keyboards, Gitarre |
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| Stephan Scholz |
Bass, Gitarre |
| Tom Jarzina |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Expedition
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7:12
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| 2. |
Timecode
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8:24
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| 3. |
Half Empty, Half Fool
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11:24
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| 4. |
Child Of Hope
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6:18
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| 5. |
Living In The Human Race
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8:08
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| 6. |
Ferengi Lover
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5:29
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| 7. |
Have A Break
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8:43
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| 8. |
When the Night Begins
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7:40
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| 9. |
Mountain High
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10:13
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| Gesamtlaufzeit | 73:31 |
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Rezensionen

Nach einer fünfjährigen Pause veröffentlichten Chandelier 1997 mit "Timecode" endlich ihr lange erwartetes drittes Album. Bassist Christoph "Tiber" Rombach und Schlagzeuger Herry Rubarth hatten die Band mittlerweile verlassen. Sie wurden von den Neuzugängen Stephan Scholz und Tom Jarzina ersetzt. "Timecode" wurde von Bassist Scholz produziert und auch abgemischt. Der neue Schlagzeuger Tom Jarzina zeichnete sich übrigens für das gelungene Artwork verantwortlich.
Musikalisch sind sich Chandelier auf "Timecode" treu geblieben. Man schliesst direkt dort an, wo man 1992 mit "Facing Gravity" aufgehört hatte. Dieses dritte Album bietet gewohnt melodischen Neoprog, der zwar nicht gerade sensationell ist, aber doch sehr angenehm anzuhören ist. Das ist alles leichte Kost, aber keinesfalls einfallslose Schonkost. Der Gesang von Martin Eden ist wieder von hoher Qualität. Auch Gitarrist Udo Lang und Keyboarder Tobias Budnowski können mit ihrem intelligenten Spiel überzeugen. Für meinen Geschmack sind die Keyboards aber vielleicht doch etwas zu sehr im Hintergrund.
Der Opener "Expedition" leitet die CD "Timecode" ein und überzeugt besonders durch die rockige Gitarre von Udo Lang. Besonders originell ist hier der hohe Gesang der Sopranistin Birgit Gotzes am Anfang und am Ende dieses Titels. Der nachfolgende Titelsong "Timecode" ist dann ein weiterer Höhepunkt und ein Paradebeispiel für guten dynamischen Neoprog. Dem schliesst sich mit dem Longtrack "Half Empty, Half Fool" das absolute Highlight des ganzen Albums an. Hier werden dem Hörer sehr schöne Instrumentalparts geboten. Die Gitarre jubiliert stellenweise in bester Neoprog-Manier und auch den Keyboards wird mehr Gewicht eingeräumt. Das Ganze wird dann auch noch von kurzen ruhigen und besinnlichen Parts aufgelockert.
Leider kann die folgende Ballade "Child Of Hope" kaum überzeugen und ist einfach nur langweilig. Der Rest des Albums ist dann eigentlich nur noch ganz netter melodischer Neoprog, der eigentlich niemandem weh tut. Die meisten Songs bewegen sich zwar im beachtlichen Bereich von 8 Minuten, setzen aber wahrlich keine Glanzpunkte. So etwas kann man einfach mal nebenbei anhören und auch die Freundin bzw. Ehefrau wird der Musik von Chandelier eventuell auch mal ein wohlwollendes Ohr schenken.
1998 gingen Chandelier mit Spock´s Beard auf Tour. Damals habe ich sie in Offenbach gesehen und ihre Darbietung war genauso wie die Musik auf "Timecode": Sehr nett, aber man war weit davon entfernt, irgendwelche Bäume auszureissen. Ehrlich gesagt haben sie auf mich einen leicht hölzernen und auch biederen Eindruck gemacht. Wie man nun auch zu dem "Gepose" von Spock´s Beard stehen mag, an diesem Abend lagen zwischen beiden Bands wahre Galaxien. Spock´s Beard haben damals das Publikum mitgerissen und die Fans im Sturm erobert. Wer damals den Konzertsaal verliess, hat sicherlich keinen Gedanken mehr an die biederen Handwerker Chandelier verschwendet, zumal die Amerikaner auf ihren beiden ersten Alben noch richtig guten Prog boten. Ohne Zweifel hatte sich während der fünfjährigen Abstinenz von Chandelier doch einiges in diesem Bereich getan. Noch im gleichen Jahr lösten sich Chandlier auf.
Fazit: Ein Comeback-Album mit einer Spielzeit von 73:45 Minuten war zwar gut gemeint, jedoch nur die ersten drei Songs besitzen wahre Klasse. Der Rest ist nicht schlecht, jedoch ein wenig unauffällig. Der Freund des melodischen Neoprogs wird jedoch auch an dieser Chandelier-Veröffentlichung Gefallen finden. Auf der positiven Seite steht auch die gute Produktion und der glasklare Sound.
| Anspieltipp(s): |
Timecode, Half Empty, Half Fool |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
31.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
31.5.2002 |
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Gewohnt melodischer Neoprog; einverstanden. Keyboards oftmals zu sehr in den Hintergrund gemischt; einverstanden. Gute Produktion in glasklarem Klang; einverstanden. Aber sonst : veto ! Worin sich diese Platte im Vergleich zu seinen Vorgängern klar unterscheidet, ist das variablere Schlagzeugspiel des neuen drummers Tom Jarzina. Es findet sich ja kaum einmal ein Stück, welches nicht innerhalb von 8-16 Takten einen Wechsel des Tempos, der Metrik oder ein break erfährt. Womit wir bei den Kompositionen wären. Diese sind natürlich farbiger und anspruchsvoller geworden, was sich unter anderem eben auch in dieser rhythmischen Komplexität widerspiegelt. Und das trifft nicht nur auf die ersten drei Stücke zu, die fraglos die stärksten der Platte sind. Mit Ausnahme des wirklich inferioren child of hope und des ebenfalls nur durchschnittlichen ferengi lover bieten auch track 5 und die letzten drei Titel Abwechslung und Vielfalt.
Zum Mix : die keyboards sind wie erwähnt meist sehr schwachbrüstig, die Gitarre dominiert die tonale Ebene. Auch wenn man Stephan Scholz zugute halten muss, dass er den Bass dezent und nicht vordergründig abgemischt hat, so muss man ihm doch den Vorwurf machen, dass die keyboards kaum zur Geltung kommen. Manchmal fragt man sich beinahe, ob überhaupt welche dabei sind. So dominieren eigentlich Gitarre und drums sowie die Stimme Martin Edens das Klangbild.
Mit Ausnahme der beiden erwähnten "Aussetzer" bietet dieses Album hervorragenden MelodyProgrock, wodurch es in meiner persönlichen Chandelier-Rangliste den Sprung auf Platz 1 schafft. Nicht nur, dass es für meinen Geschmack eine Ecke progressiver ist als die beiden anderen Alben, dass die Kompositionen etwas komplexer sind, die Qualität ist auch in der Breite höher, wirklich schlecht sind bloss knappe 10 Minuten. Also : eine klare Kaufempfehlung (gilt übrigens auch für Pure; FacinGravity kann man dann gleich noch zur Komplettierung der Sammlung dazu kaufen) meinerseits. Schade, dass Chandelier den Weg alles irdischen gegangen sind.
| Anspieltipp(s): |
timecode, living in the human race |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.5.2003 |
| Letzte Änderung: |
9.5.2003 |
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