Niemen Enigmatic
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Polskie Nagrania |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Jacek Mikula |
Organ, Piano |
| Zbyszek Namyslowski |
Flute |
| Tomasz Jaskiewicz |
Guitar |
| Janusz Zielinski |
Bass |
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| Czeslaw Bartkowski |
Drums |
| Janus Stefanski |
Drums |
| Czeslaw Niemen |
Vocals, Flute |
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Gastmusiker
| Vocal Group Partita |
Vocals |
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| Krystyna Pronko, Zofia Borca, Elizabieta Linkowska |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Czlowiek jam niewdzieczny
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20:44
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| 2. |
Aerumnarum plenus
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7:39
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| 3. |
Italiam, Italiam
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4:48
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| 4. |
Enigmatyczne impresje
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5:44
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| 5. |
Nie jestes moja
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8:10
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| 6. |
Wróc jeszcze dzis
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4:13
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| 7. |
Mój pejzaz
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5:15
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| 8. |
Sprzedaj mnie wiatrowi
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4:35
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| 9. |
Zechcesz mnie, zechcesz
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3:41
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| 10. |
Chwila ciszy
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5:03
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| 11. |
Muzyko moja
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3:52
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| Gesamtlaufzeit | 73:44 |
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Rezensionen

1971 erschien auf dem polnischen Staatslabel Polskie Nagrania als Nachfolger seiner ersten Progscheibe "Enigmatic" eine Doppel-LP von Czeslaw Niemen. Wie dieselbe genau heißt ist etwas unklar. Auf der mir vorliegenden originalen LP steht erst einmal gar nichts, weder auf dem Cover noch auf dem Rücken des Albums. Klappt man das Teil auf sind zwar die einzelnen Titel der vier Seiten aufgeführt und unten steht groß "Niemen", aber nichts weiter, was man als LP-Titel zu identifizieren könnte. Auf den LP-Labels steht dann allerdings "Niemen Enigmatic" als Titel. Im weltweiten Netz wird das Album meist unter dem Titel "Niemen" geführt, allerdings auch als "Człowiek jam niewdzięczny", "Ungrateful Man I Am", "Czerwony Album", "Red Niemen" oder "The Red Album". CD-Reissues werden meist unter dem Titel "Człowiek jam niewdzięczny" vertrieben. Verwirrend!
Sehr rot ist das Album zumindest und "Człowiek jam niewdzięczny" ist der Titel des ersten und weitaus längsten Stücks. Aber, nach meiner LP zu schließen, ist der richtige Name des Albums "Niemen Enigmatic", was natürlich zu Verwechslungen mit dem zwei Jahre vorher erschienen Album führen wird. Sehr verwirrend!
Zur Musik! Hier muss man, wie schon auf "Enigmatic", zwischen dem langen ersten Stück und dem Rest des Albums unterscheiden. Die kürzeren und mittellangen Nummern ab Track 2 bieten eine Art von bluesigem Protoprog à la Procol Harum, bestimmt von Orgel (bemerkenswerter Weise nicht von Niemen gespielt), und E-Gitarre und voran getrieben von der stark besetzten Rhythmusabteilung, in dessen Zentrum Niemens kraftvolle Stimme steht, die (leider) immer wieder von voluminösem Backgroundgesang diverser Damen unterstützt wird. Verschiedene längere, durchaus dicht verwobene Instrumentalabschnitte, kurze wüste Freispieleinlagen und einige Flötenlinien lassen bisweilen eine jazzig-rockige, progressiv-experimentelle bzw. folkige Atmosphäre aufkommen. Ansonsten ist das mitunter ganz schön hart an der Kitschgrenze, sind Niemens expressive Stimmeinlagen zusammen mit dem nicht minder ausdrucksstarken Kreischen der Damen schwer zu ertragen.
Auch "Człowiek jam niewdzięczny" beginnt erst einmal nach dem eben umrissenen Schema, wobei die Damen etwas dezenter zu Gange sind. Nach fünf Minuten übernimmt dann Mikulas Orgel und es entwickelt sich ein munterer Protoprog-Jazzrock-Jam, der fünfzehn Minuten abwechslungsreich und ganz instrumental dahingleitet. In der Mitte der Nummer gibt es einen kurzen Freispielteil, bestimmt von allerlei Gitarren-Plingen, Bass-Wummern und Getrommel, dem sich ein schwungvoller, von der E-Gitarre bestimmter Abschnitt anschließt. Nach dem obligatorischen, aber nicht überlangen Schlagzeugsolo klingt dann das Stück wieder mit einer Coda auf den Songabschnitt vom Anfang aus. Schön!
Allzu große Unterschiede zum 1969 veröffentlichten Schwesteralbum sind auf "Niemen Enigmatic" eigentlich nicht ausmachen, ist die kompositorische Rezeptur doch sehr ähnlich. Das lange "Człowiek jam niewdzięczny" und die eine oder andere komplex-jazzig-progressive Stelle in den anderen Stücken deuten aber den Wandel an, der sich in Niemens Musik ein Jahr später vollzogen haben sollte. Nachdem er mit den Musikern der Silesian Blues Band neue Mitspieler gefunden hatte, wandte sich der Pole mit "Marionetki" wirklich progressiven Klängen zu. Wer Procol-Harum-Artiges und den Vorgänger "Enigmatic" schätzt und keine Aversionen gegen uhhhhh- und ahhhhh-kreischende Damen hat, der kann hier aber trotzdem einmal reinhören.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
22.1.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.6.2012 |
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