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Cassiber

Man Or Monkey

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: improvisiert; RIO / Avant; sonstiges
Label: ReR Megacorp
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Christoph Anders Gesang, Synthesizer, E-Gitarre, Tenorsaxophon, präparierte Kassetten, Metallplatten, Violine
Chris Cutler Schlagzeug, Geräusche, Objekte, Pfeife
Heiner Goebbels Piano, Synthesizer, Orgel, chinesische Violine, E-Gitarre, Akustische Gitarre, E-Bass
Alfred Harth Altsaxophon, Tenorsaxophon, Trompete, Posaune, Klarinette, Bassklarinette, Cello

Gastmusiker

Peter Prochir Schlagzeug (4)

Tracklist

Disc 1
1. Not Me 03:38
2. Red Shadow 03:49
3. Chor der Gefangenen 04:51
4. Our Colourful Culture 03:04
5. O Cure Me 05:53
6. This Core 04:20
7. Man or Monkey 16:38
8. Django vergibt 03:09
9. Die Verunreinigung des Flusses ist gerade noch erträglich 06:38
10. Sag mir wo die Blumen sind 02:41
Gesamtlaufzeit54:41


Rezensionen


Von: Federico Chavez @


Man Or Monkey ist das Debüt von Cassiber, einem Projekt aus drei deutschen Musikern und einem auf diesen Seiten nicht unbekannten englischen Schlagzeuger: Chris Cutler. Es hätte genauso gut auch das letzte Album sein können, aber es kam damals ziemlich gut in Deutschland an (aufgenommen wurde es aber, wie so viele RIO Produktionen, in der Schweiz) und brachte den Musikern auch gleich eine Einladung an das Frankfurt Jazz Festival 1982 ein. Es folgten Touren durch Europa, Asien und Nordamerika und die Band existierte dann doch ganze zehn Jahre (nur Alfred Harth hat die Band früher schon verlassen).

Dass das Album gleich so gut aufgenommen wurde, ist erstaunlich, da es keine einfach zu hörende Musik ist. Alle Songs und Instrumentalteile sind improvisiert. Die Idee war es, direkt „fertige Kompositionen“ zu improvisieren. Das heißt, es sollten keine typischen Improvisationen werden, im Sinne von langen Jams oder strukturlosen Klangimprovisationen. Sondern die Musik sollte schon fertig arrangiert und strukturiert klingen und trotzdem „live“ im Studio aufgenommen sein. Natürlich braucht es für einen kompakten Song auch noch einen Text. Und so schrieb Cutler, bevor sie ins Studio gegangen sind, ein paar Texte auf, die Anders nach Lust und Laune rezitieren sollte.

Das Ergebnis ist zum Teil sehr beeindruckend. Vor allem bei den Songs Not Me, Red Shadow, und Our Colourful Culture ist die Idee bestens umgesetzt worden, das könnten wirklich komponierte Songs sein. Es sind schräge RIO Stücke, sehr rhythmisch ausgelegt, laut und meist hektisch. Dabei ist der Anteil Rock überwiegender als der des Jazz, welcher eigentlich nur durch das Saxophon vertreten ist. Immer wieder lassen sich verschiedene Geräusche ausmachen; irgendwas klimpert, scheppert oder rasselt. Das Ganze übrigens gar nicht so melodielos, wie man es sich jetzt vielleicht vorstellt. Red Shadow wird z.B. fast durchgehend von einer schönen Saxophonmelodie begleitet. Our Colourful Culture hat eine Melodie als Motiv, mal von Trompete, Sax oder Piano gespielt. Die Texte von Cutler, die wie so oft anprangern und linksgerichtet sind, werden von Anders eher laut vorgetragen als gesungen und steigern die Intensität der Songs. Darum, und wegen der „Live-Produktion“, ist die Stimmung recht „punkig“ (der Sound ist trotzdem wunderbar). Von den ganzen Bands aus dem Henry Cow Umfeld, erinnern mich diese Stücke vor allem an Skeleton Crew (bzw. umgekehrt).

Die anderen Stücke sind entweder ein bisschen freier und ausladender, d.h. nicht mehr so kompakt und strukturiert wie ein Song. Das im Vergleich ruhiger ausgefallene Chor der Gefangenen, das This Core mit nervösem Saxophon und vor allem das lange und freie Man Or Monkey, wo so ziemlich alle oben angeführten Instrumente und Geräusche vorkommen, sind doch eher typische Improvisationen, wie man sie aus RIO-Kreisen kennt und nicht speziell arrangiert oder strukturiert. In O Cure Me gibt es allerlei Schräges von Piano, Sax oder Violine, begleitet von einem Schlagzeug und Synthesizer Duo á la Kraftwerk/Neu! zu hören. Und der Text wurde ausnahmsweise erst im Nachhinein dazu gemischt, eine Übersetzung von „Ach Herr, Mich Armen Sünder“ von J.S. Bach. Die letzten drei Stücke sind rein instrumental und wieder etwas unfreier, was einer sehr perkussiven Grundstruktur zu verdanken ist. Highlight dort ist das hypnotische Die Verunreinigung des Flusses ist gerade noch erträglich, durchzogen von einer harmlosen aber effektiven Synthesizer/Klaviermelodie.

Insgesamt kann man sagen, es wurde ein bisschen zu viel versprochen, was die Sache mit den fertigen Kompositionen betrifft. Das ist dann auch auf späteren Alben besser gelungen. Trotzdem wird hier auf hohem Niveau und meist auch viel strukturvoller improvisiert (krasse Ausnahme ist nur der lange Titeltrack), als man es von z.B. Henry Cow kennt. Die Stücke sind nicht zu lang, sehr unterschiedlich ausgefallen und die Produktion ist großartig. Freunde des Rock In Opposition, im Speziellen dem Herny Cows, müssen das Debüt von Cassiber kennen. Wer aber mit dieser Art von Musik noch nicht soviel zu tun hatte, sollte lieber erst reinhören oder zuerst andere Projekte mit Chris Cutler ausprobieren.

Anspieltipp(s): Red Shadow, Our Colourful Culture, Die Verunreinigung des Flusses ist gerade noch erträglich
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.3.2012
Letzte Änderung: 18.3.2012
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cassiber

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Beauty And The Beast 12.00 1
1986 Perfect Worlds 11.00 1
1990 A Face We All Know 12.00 1

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