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Asia

Asia

(Siehe auch: Leitfaden "NeoProg der 80er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Geffen
Durchschnittswertung: 7.4/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

John Wetton Bass, Vocals
Geoff Downes Keys
Steve Howe GTR
Carl Palmer Drums

Tracklist

Disc 1
1. Heat Of The Moment 3.54
2. Only Time Will tell 4.49
3. Sole Survivor 4.52
4. One Step Closer 4.19
5. Time Again 4.49
6. Wildest dreams 5.13
7. Without You 5.08
8. Cutting It Fine 5.40
9. Here Comes The Feeling 5.45
Gesamtlaufzeit44:29


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 5)


1981. Der Prog war tot...

Zu dieser Zeit standen von einem Tag auf den anderen plötzlich eine ganze Menge namhafter Musiker auf der Straße, weil sich ihre Bands aufgelöst hatten: Yes, ELP und so weiter. Die Plattenfirmen, die diese Musiker teils ja noch unter Vertrag hatten, versuchten nun, ihnen über den Weg der Bildung von Supergroups Arbeit zu verschaffen. Sie wurden von Managern und Plattenfirmen vermittelt und drehten sich meist um den Südafrikanischer Trevor Rabin, der kurz zuvor mit einem Haufen Demos in der Tasche nach London gekommen war und dem man ein großes Potenzial nachsagte.

Und so wurden viele Besetzungen gehandelt. Eine beinhaltete zum Beispiel Rabin, Rick Wakeman, John Wetton und Carl Palmer. Der ehemalige Yes-Manager Brian Lane brachte Wetton aber mit Steve Howe zusammen, der gerade aus Yes herausgepurzelt war. Die beiden schlossen sich zusammen ein und erspielten die Songs "Cutting It Fine", "Without You" und "Here Comes the Feeling", die alle auf Wettons Mist gewachsen waren. Als A&R-Mann John Kalodner, damals bei Atlantic Records, die neuen Songs hörte, sah er seine Chance: Er bildete ein Team um Wetton und Howe, das aus Brian Lane und David Geffen bestand, der eben sein eigenes Plattenlabel Geffen Records gegründet hatte. Ein weiterer wichtiger Spieler war der Queen-Produzent Mike Stone.

Aber es brauchte noch ein paar Musiker. Zunächst dachte man an den Schlagzeuger Simon Phillips, aber der forderte einen zu hohen finanziellen Anteil. Dann war Alan White (ex Yes) im Gespräch. Als Nächstes kam man auf Carl Palmer, der, ähnlich wie Howe aus Yes, aus Emerson, Lake and Palmer herausgepurzelt war. Der sagte zu, sah jedoch eine Keyboard-Ära heraufdämmern und regte daher an, einen Keyboarder in die Band zu holen. Nun war wieder Wakeman im Gespräch, Howe schlug jedoch Geoff Downes vor, der Wakeman kurz zuvor bei Yes mit Erfolg ersetzt hatte und stilistisch deutlich moderner war. Auch ein reiner Frontmann als fünftes Bandmitglied war angedacht, und eine Reihe von Musikern wurde gecastet, darunter natürlich wieder Trevor Rabin, letztlich entschied sich die Band aber dagegen, vor allem weil Wetton den Gesang und Howe die Gitarrenarbeit nicht aufteilen wollten. Damit war Asia komplett - und Rabin suchte sich anderswo Arbeit.

Im Sommer 1981 ging es ins Studio. Von Anfang an war klar, dass man trotz der Vergangenheit der Musiker kein Prog-Album machen wollte. Konzisere Songs und ein einheitlicher, geschlossener Bandsound waren angesagt. Schnell bildete sich mit Wetton und Downes ein sehr produktives Songwriterteam, das in den nächsten Jahren das Output der Band bestimmen sollte. Die Aufnahmen waren im Winter abgeschlossen und am 8. März 1982 veröffentlichte die neue Supergroup ihr Debütalbum - eines der erfolgreichsten Debüts der Achtziger.

Das erste Asia-Album ist vielleicht das am liebsten unterschätzte Album, das Progressive-Rock-Musiker jemals aufgenommen haben - vermutlich, weil wir Rockhörer dazu tendieren, (zu) sehr auf den Sound und (zu) wenig auf die musikalische Substanz zu achten. Sei es uns verziehen - vielleicht ahnen wir ja, wie das Ergebnis ausfallen würde und wollen uns das lieber ersparen. Allerdings sollte man hier ruhig mal etwas tiefer graben. Denn vielleicht nicht unbedingt produktionstechnisch, aber auf jeden Fall musikalisch ist "Asia" vielen AOR-Alben der gleichen Zeit (den Platten von Journey, Kansas, Yes oder Genesis) deutlich überlegen.

Beispiel: "Heat of the moment". DAS Schreckgespenst für jeden Progfan. Da redest du stundenlang über schiefe Takte, Jazz- und Klassikeinflüsse, 20minutensongs, virtuose Instrumentalisten, du bringst Beispiele: Yes, ELP, U. K., King Crimson - und dann sagt einer "und was ist mit "Heat of the moment"?". Treffer. Ja, es ist natürlich kein Progressive Rock. Aber abgesehen davon - was ist wirklich damit? Einstieg: 10/4-Takt. Der einzige, der mir jetzt präsent wäre. Eine echte Rarität, kommt meines Wissens nicht mal in "Mekanïk Destruktïw Kommandöh" vor. Schlichter Pop fängt anders an. Der Rest ist dann wieder eher nicht so schräg, er ist sogar in Teilen banal, aber man höre sich nur das asiatisch angehauchte Interlude oder Steve Howes Gitarrensolo an: hier wird so gut wie jedes Hardrockklischee glücklich umschifft - großartig! Wohl seine beste Leistung auf diesem Album (die doch eher simple Harmonik des Songs ist ja auch eine Herausforderung für einen Gitarristen seines Kalibers). Beides findet man nicht auf der durchschnittlichen Hardrocksingle der 80er.

Nochn Beispiel: "Sole Survivor". Man braucht nur mal den Einstieg mitzuzählen, um so richtig schön durcheinander zu kommen: 7 4/4-Takte, ein 3/3, 3 4/4-Takte, ein 5/4-Takt, dann wieder 4 gerade Takte, 3, 4, 5, 4 und so weiter. Einfach? Mainstream? Das ist das Gegenteil davon. Und auch hier sind es wieder die geschmackvoll gesetzten Akzente Howes, wie etwa die in Triolen aufgelösten Akkorde während der zweiten Strophe, die das Stück interessant machen. Oder der instrumentale Mittelteil, wieder weit ab von dem, was einem Top-Ten-Hit der 80er zuzutrauen wäre.

Beispiel drei: "Time Again". Der Anfang und das Ende könnten von Yes' "Drama" (auch ein unterschätztes Album) stammen. Dazu handelt es sich rhythmisch um einen der interessantesten Songs auf dem Album. Hier wechselt der Takt zwischen 4/4, 12/8, 9/8, 6/8 und 3/4 hin und her. Besonders interessant sind dabei die rhythmischen und stilistischen Spielereien Palmers, der von geradem Shuffle ständig zu effektgeladenen Fills und wieder zurück wechselt. Ähnlich Howe, der sich immer wieder zwischen den einzelnen Versen mit ebenso halsbrecherischen Fills meldet. Der Song ist dadurch nur so gespickt mit solchen kleinen Highlights, Feinarbeit, wieder alles andere als Massenware!

"Aber es ist halt nicht King Crimson oder Yes!" Richtig, ist es nicht. "Asia" ist sicher kein Prog. Und es gibt sogar Totalausfälle, "One Step closer" zum Beispiel. Aber viele andere Songs enthalten genügend Reminiszenzen an den klassischen Prog. Wettons King-Crimson-Bass auf "Only Time will tell" zum Beispiel. Carl Palmers Schlagzeug - leider nur hie und da, wie eben auf "Time Again", und vor allem Steve Howes Gitarre. Das Album ist in Punkto Understatement mit den 80er-Sachen von King Crimson oder manchen (wenigen) Marillion-Sachen vergleichbar. Man hört Songs wie "Time Again" oder "Discipline" ihre Komplexität nicht auf Anhieb an. Soll man auch nicht. Aber wer genau lauscht (und nicht nur auf den Sound), kann durchaus seine Freude an diesen Sachen haben.

Das Album "Asia" gehört in eine Reihe sehr interessanter Alben der Achtziger, die auf je unterschiedliche Weise das Problem zu lösen versuchten, den Mainstream-AOR dieser Zeit, der je irgendwie auch ein Kind des Progressive Rock war, und den klassischen Prog zu fusionieren. Die Ergebnisse waren ebenso unterschiedlich wie die Methoden, aber diese Versuche brachten eine äußerst interessante Gruppe von Alben hervor: Genesis' "Duke", das Emerson-Lake-Powell-Album, "GTR", Threes "To the Power of Three", Robert Berrys "Pilgrimage to a Point" und eben "Asia". Der Hauptunterschied zum klassischen Prog liegt bei diesem Album neben dem konzisen Songwriting nicht in Melodieführung oder Rhythmik, sondern in der neuen Geschlossenheit des Bandsounds, der man ganz konsequent jedes starhafte Solospiel nachgeordnet hat. Klangen die Vorgängerbands Asias eher wie Ensembles von Solisten, die die ganze Zeit nebeneinanderhersolierten, sind Alben wie dieses (z. B. auch das Emerson. Lake & Powell-Album) geprägt durch eben diesen geschlossenen, weitaus einheitlicheren Bandklang. Allenfalls mal Steve Howe tritt hie und da als (brillanter) Solist in den Vordergrund, aber das geht über den im Rock (nicht: im Prog) üblichen Rahmen nie hinaus. "Asia" klingt damit viel mehr nach einer Band als viele Platten, die diese vier Musiker in den Siebzigern aufgenommen haben. Der Sound, der durch diese Geschlossenheit entsteht, ist angesichts der technischen Ausstattung einer Supergroup der 80er überraschend (und vielleicht auch wohltuend) satt; er steht damit einem Album wie "The Works" von Queen deutlich näher als dem technisch-kühlen Klang von Yes' "90125", dem man - bei allem Genie eines Trevor Horn und aller Aktualität und Hipness - nun wirklich mal die berühmt-berüchtigte emotionale Kälte vorwerfen darf.

Wie auch immer: egal wie die Platte klingt, drauf ist, was drauf ist. Ich ende daher mit einem leicht abgewandelten Satz von Adrian Belew: "listen to "Asia" again"!

Wer sich für die weitere Geschichte Asias und die der Progmusiker in den 80ern interessiert, kann hier weiterlesen.

Anspieltipp(s): Siehe Rezensionstext
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.1.2006
Letzte Änderung: 25.7.2013
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 5)


"Here comes the feeling" lautet der Titel des letzten Tracks. Mein Feeling beim ersten Hören war:

"Sind die das wirklich? Starren sie auf die Kontoauszüge? Haben sie sich Watte in die Ohren gestopft, damit sie den Sch... nur spielen, aber nicht hören müssen?".

Sorry, aber wenn große Namen auftauchen, erwarte ich zumindest Ansprechendes. Mich stört nicht, dass sie mal eher geradlinigen Rock spielen wollen, aber was sie hier am aufgeblasenen Pomp und schwülstigen Kitsch abliefern, das verklebte damals sofort meine Plattenspielernadel. Da rettet auch kein Steve Howe kaum was. US-Radiokitsch der üblen Sorte. Dann wirklich lieber Pop von Leuten, die das können (schon gesagt? die Deluxeausgabe von ABC "The Lexicon of love" ist klasse;->>)

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.2.2006
Letzte Änderung: 18.2.2008
Wertung: 5/15
für jeden Namen 1 Punkt + 1 für Steves Gitarrenspiel

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 5)


"Das am meisten unterschätzte Album, das Progressive-Rock-Musiker jemals aufgenommen haben"? Das sehe ich etwas anders und behaupte: wenn die Musiker nicht so illustre Namen hätten, würden Asia gar nicht auf diesen Seiten auftauchen. Mag sein, dass an der einen oder anderen Stelle ein paar weitergehende Ansätze eingebracht werden, aber letzten Endes ist das typischer Mainstream-AOR, aufgeblasen und pompös, aber von eher magerem Inhalt.

Das Asia-Debüt erinnert mich sehr stark an Utopias "Ra" (das mich auch dazu gebracht hat, mich mal wieder mit Asia zu beschäftigen), das ähnlich aufgeplusterte AOR-Mucke enthält, zugegebenermaßen mit etwas mehr progressivem Anteil, dafür aber noch stärker auf permanenten Breitwandsound getrimmt.

Auch geradliniger Rock kann durchaus ansprechend gemacht sein, aber die im klassischen Prog verwurzelten Musiker scheinen da im allgemeinen kein gutes Händchen für zu haben. Immerhin, Wettons Gesang ist meist ordentlich, Howe liefert ein paar gute Gitarreneinsätze ab. Das war's dann aber auch.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2006
Letzte Änderung: 25.2.2006
Wertung: 5/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 5)


Mir bleibt nicht viel mehr, als meinen "Kaiser Wilhelm" darunter zu setzen. Zwar wirkt Wettons Stimme gelegentlich (Sole Survivor) etwas gepresst, ansonsten gefällt sie mir aber gut. "One step closer" ist etwas schwülstig und eiert um eine banale Melodie herum, "Wildest dreams" und "Here comes the feeling" finde ich auch etwas dürftig, der Rest der Platte macht aber Spass. Vor allem die bestens bekannten "Heat of the moment" und "Only time will tell" krachen, dass es eine Freude ist.

Mein stiller Favorit ist aber der Schluss von "Cutting it fine". Eine Fanfare "allererster Kajüte" (Zitat Ende) und zur Abwechslung mal etwas anders, als der Rest der Platte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.6.2011
Letzte Änderung: 30.6.2011
Wertung: 7/15
geringer Progfaktor, als AOR/Poprock-Platte 10

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Von: Günter Schote @ (Rezension 5 von 5)


Für ein Album, das 1982 auf den Markt kam, ist "Asia" geradezu herausragend. Die Musik gibt an keiner Stelle vor, sich an den Heldentaten der jeweiligen Stammbands zu orientieren, die Songs tun nie so, als würden sie irgendwelche aberwitzigen musikalischen Grenzen ausloten wollen. Diese Musik will nichts anderes sein, als an "Erwachsene gerichtete Rockmusik". Dies allein macht sie natürlich besser und/oder wert-/gehaltvoller. Es ist AOR. Doch es ist unterhaltsam! Auch der Grund, weshalb ich dieses Album ausgerechnet heute rezensiere ist simpel: es ist Sommer in Frankfurt.

Interessant wird es auch, wenn man beim Asia-Debüt despektierlich von "auf Radiotauglichkeit getrimmt" etc. redet. Spartensender im Mittleren Westen der USA mal außen vor - auf welchem Sender sollen "Without You", "Wildest Dreams" oder "Time Again" denn laufen? Den würde ich nämlich gerne empfangen, diesen Sender. Hier in Frankfurt gibt's HR, FFH, SWF, BR etc. zu hören - und selbst "Heat of the Moment", diesen Megahit (denn das war der Song 1982), habe ich dort ewig nicht gehört. Dieser Erfolg in den Charts ist dann auch ein wenig der Malus des Albums: "Heat of the Moment" wird immer der Singlehit sein und nie dieser wirklich geile, rockige Song mit der großartigen Gesangsmelodie.

"One Step Closer" ist der ödeste Titel des Albums, schmalzig, irgendwie klingt er erzwungen mit einem Refrain, der halt im Ohr bleiben will. "Wildest Dreams" und "Without You" sind hingegen Asia-Songs mit hohem Spaßfaktor. Gar nicht auszudenken, wenn sich Howe hier noch weiter hätte austoben dürfen.

Der langen Rede kurzer Sinn: "Asia" ist ein stark produziertes, etwas zu glatt gemischtes Wetton/Downes-Album mit Unterstützung von Howe & Palmer, das kein epischer Progressive Rock sein möchte, aber als Rockalbum ordentlich punkten kann. Cool war es übrigens, dass zu einer Zeit als all meine Klassenkameraden Kiss- und Nena-Fans waren mit Asia, Yes & Genesis drei "meiner" Bands in den Charts waren. Von den Goldenen Zeiten des Prog sprechen jedoch nur sehr verwegene.

PS: Als fast essentiell möchte ich Eric Cartmans "Heat of the Moment"-Interpretation bezeichnen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.7.2011
Letzte Änderung: 5.4.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1983 Alpha 4.80 5
1985 Astra 4.33 3
1986 Aurora 2.00 2
1990 [Classic Rock Legends] (DVD) 5.00 2
1990 Then & Now 2.00 3
1991 Live Mockba 09-XI-90 8.33 3
1992 Aqua 4.00 6
1994 Aria 4.75 4
1996 Arena 7.00 4
1997 Anthology 2.00 1
1999 Rare 4.00 1
1999 Axioms - 1
2001 Aura 5.75 4
2001 Enso Kai - Live At The Budokan Tokyo 1983 9.00 1
2002 Alive in Hallowed Halls 7.00 1
2003 Live in Buffalo 8.00 1
2004 Live in Massachussettes '83 7.00 1
2004 Silent Nation 6.00 4
2005 Archiva 1 & 2 5.50 2
2005 Long Way From Home (Single) 7.00 1
2005 Gold - 1
2007 Fantasia. Live in Tokyo 9.00 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo (DVD) 9.00 1
2008 Phoenix 2.50 5
2010 Spirit of the Night - Live in Cambridge 09 9.00 1
2010 Omega 4.67 3
2012 XXX 5.33 3
2014 Gravitas 7.33 3

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