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Rolf Trostel

Two Faces

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1982 (CD-Wiederveröffentlichungen 1995 auf Musique Intemporelle und 2016 bei Bureau B)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Rolf Trostel

Tracklist

Disc 1
1. I Love Europe 4:35
2. It's War In Europe 8:37
3. BAO 10:36
4. Two Faces 16:37
5. Hope Is The Answer 4:38
Gesamtlaufzeit45:03


Rezensionen


Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 1 von 2)


Rolf Trostel ist einer dieser Musiker, die heutztage fast vergessen scheinen und auf die man nur durch Zufall (wie beispielsweise Youtube-Ähnlichkeitsempfehlungen) trifft. Kein Wunder, denn alle vier Alben des Berliners wurden Anfang der 80er entweder als Eigenproduktionen oder über Winzlabels veröffentlicht, und auch die 90er-CD-Re-Releases von Bernd Kistenmachers Musique-Intemporelle-Label ("The M.I. Rainbow Collection") sind längst vergriffen. Entsprechend liegt die einzige Quelle für diese Musik, neben diversen Uploads, bei Ebay & Co., wo oftmals Preise um die 50€ angefragt werden. Lohnt sich eine solche Investition?

"Two Faces" war 1982 Trostels zweites Album. Eine auf dem (hier noch zu besprechenden) Vorgänger "Inselmusik" angedeutete Tendenz setzt dieses Album fort: Die elektronische Musik des Berliners, unverkennbar von lokalen Kollegen wie Klaus Schulze oder Ashra geprägt, ist äußerst rhythmisch ausgeprägt. "I Love Europe" kreiselt dank polyphoner Sequencer-Motive vor sich hin, macht sonst jedoch keine weitere Entwicklung durch. "It's War In Europa" agiert melodisch und harmonisch zwar wie die genannten Kollegen, schiebt der "typischen" Elektronik aber einen tanzbaren 4/4-Rhythmus unter und garniert das ganze obendrein mit ein paar Soundeffekten, wie sie Kraftwerk beispielsweise in "Die Roboter" verwendeten. Nach vier Minuten verfällt das Stück in einen schnelleren Marschrhythmus, nur um danach wieder zur Ruhe zu finden. Mit etwas mehr Effekthascherei ließe sich so etwas mit Tangerine Dreams "Tangram" vergleichen, wirkt so jedoch etwas hastig.

"BAO" wiederum ist wohl das klassischste Stück dieses Albums: Eine krummtaktige Sequenz und ein dazu divergenter Drumcomputer bilden einen interessanten Kontrast zu den üblichen Romantik-Akkorden. Dabei ist es gerade diese rhythmische Ambiguität, die dieses Stück nicht nur durchwegs hörenswert macht, sondern sogar zu einem ziemlichen Solitär des Genres erhebt (obgleich es eigentlich ein wenig an Klaus Schulzes "Friedrich Nietzsche" erinnert). Der folgende Titeltrack besteht dann nochmals aus mehreren Teilen, zieht sich aber anfangs ein wenig, was wohl daran liegt Polyphonie der Sequencer- und Synthie-Spuren hier keinen richtigen Vorwärtsdrang erzeugen mag. Hingegen ist die eher nachdenklich-existenzialistische denn romantisch-harmonische Stimmung eine interessante Abwechslung. Nach knapp vier Minuten wird wieder ein tanzbarer Rhythmus eingeführt, was die Musik irgendwie in coole Krautrock-Regionen hievt. Das Album schließt dann mit der eher abgefahrenen Klangskizze "Hope Is The Answer", die erneut eine Menge Kraftwerk-artiger Sounds (vergleiche "Metropolis") enthält.

Unterm Strich ist "Two Faces" damit ein Album, das der damals gängigen Elektronik tatsächlich ein paar interessante Aspekte hinzufügt, andererseits aber am Anfang mit einigen eher ziellosen Abläufen und Klangskizzen etwas schwächelt. Im Zeitkontext liegt Trostel allerdings trotzdem gut im Rennen, denn während Schulze, Froese & Co. schon längst auf eigenwillige Digitalsounds umgesattelt hatten, gibt es hier noch das volle analoge Programm, was der Disco-Rhythmik einiger Stücke eine ganz eigene, charmante Note hinzufügt. Mit Blick auf die eingangs gestellte Frage lässt sich also sagen, dass "Two Faces" als Rarität tatsächlich seinen Wert hat. Und obendrein kann man bei Auktionen ja auch mal Glück haben und ein Schnäppchen machen.

Anspieltipp(s): BAO, Two Faces
Vergleichbar mit: einer Mischung aus klassischer Berlin-Elektronik und Kraftwerk-Disco
Veröffentlicht am: 9.5.2014
Letzte Änderung: 9.9.2016
Wertung: 10/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 2)


Auch „Two Faces“ von Rolf Trostel wurde 2016 von bureau b als CD, Vinyl und Download wiederveröffentlicht, so dass keiner mehr die Wucherpreise dafür zahlen muss. Laut Infozettel und der daraus hervorgehenden Ansicht des Musikers ist das Zweitwerk „Two Faces“ im Vergleich zu „Inselmusik“ bedeutend facettenreicher und farbenfroher ausgefallen. Nicht zuletzt dank der reichlicher Verwendung von Solo-Synthesizer Minimoog und von String-Synthesizer, die hier zusammen mit dem CR-78 Drum-Computer und dem PPG 350 Computer Sequencer klangbestimmend sind. Ein Computer-Sequencer und ein Drum-Computer zusammen mit analogen Synthies stellen zudem ein perfektes Nebeneinander von digitaler und analoger Technik dar.

Die inzwischen wohl vor allem an die 80er Jahre erinnernde Drum-Maschine von Roland, die damals von zahlreichen Popmusikern (darunter Phil Collins und Blondie) eingesetzt wurde, sorgt auf „Two Faces“ für zahlreiche flotte Rhythmen. Diese verleihen der elektronischen Musik von Trostel öfters den zusätzlichen Eindruck von Zugänglichkeit. (Da gibt es eine von Trostel wiederholt genutzte, eine recht niedliche Programmieroption, in der der Drumcomputer einen ganz besonders häufig von den Schlagzeugern benutzten Drumfill auf seine unnachahmlich unbeholfen-mechanische Weise zu imitieren versucht).

Das Interessanteste an „Two Faces“ bleiben wahrscheinlich die Stücke wie „I love Europe“, „Hope is the Answer“ und „BAO“, die die Möglichkeiten der komplexen Sequencer-Motive ausloten. Die beinahe schon feurigen, improvisiert wirkenden Synthesizersolos in „BAO“ scheinen doch im Geiste von Klaus Schulze zu erfolgen. Und die digital realisierten Sequencer-Einfälle von „Hope ist the Answer“ stehen den besten ihrer Art, nicht zuletzt den von Tangerine Dream bekannten in Nichts nach. „Is it war in Europe“ besteht aus einem temporeichen und dichten Mittelteil, der zwischen den nachdenklich wirkenden Passagen und getragenen Tempi platziert wurde. In dem dreiteilig aufgebauten Stück mag der Hörer wirklich zwei Gesichter des Musikers entdecken: die lebensfrohe und die melancholische. Das ebenfalls dreiteilige Titelstück „Two Faces“ beginnt mit einem melodischen Sequencer-Geflecht, widmet sich kurz einem melancholisch ausgerichteten Fragment, um sich danach den charmant einfachen, zu simplen Akkorden gespielten Melodien zu widmen, die diesem Teil des Titelstücks einen gewissen Pop- (stellenweise auch Kraftwerk-)Anstrich verleihen.

Beim näheren Hinschauen entpuppt sich „Two Faces“ doch tatsächlich als ein im Rahmen des Genres vielseitiges Album, das vor allem den Freunden von Michael Garrison, späteren Tangerine Dream, oder J.-M. Jarre gefallen sollte.

Anspieltipp(s): Hope is the Answer
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.10.2016
Letzte Änderung: 14.10.2016
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rolf Trostel

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1981 Inselmusik 11.00 2
1982 Der Prophet 8.50 2
1995 Narrow Gate To Life 11.00 1

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