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STATISTIK
23782 Rezensionen zu 16252 Alben von 6313 Bands.
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Nusrat Fateh Ali Khan

Shahen-Shah

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Worldmusic / Ethno
Label: Realworld
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. Shamas-Ud-Doha, Badar-Ud-Doja 11:04
2. Allah, Mohammed, Char, Yaar 11:29
3. Kali Kali Zulfon Ke Phande Nah Dalo 11:47
4. Meri Ankhon Ko Bakhshe Hain Aansoo 10:56
5. Nit Khair Mansan Sohnia Main Teri 11:53
6. Kehna Ghalat Ghalat To Chhupana Sahi Sahi 13:59
Gesamtlaufzeit71:08


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @


Nachdem Peter Gabriel sein eigenes Weltmusik-Label Realworld gründete und hierauf seinen Soundtrack "Passion" und anschließend eine Quellen-CD "Passion Sources" veröffentlichte, die Stücke der beteiligten Musiker enthielt, veröffentlichte der Qawwali-Meister Nusrat Fateh Ali Khan als erster auf seinem Label. Ein mutige Entscheidung, denn mit Shahen-Shaz wurde ein traditionelles Album veröffentlicht, völlig frei von westlichen Einflüssen. Wenn ich hier traditionell schreibe, dann muss ich einschränkend hinzufügen, dass Khan schon ein großer Innovator des Genres war, bevor er vom Westen entdeckt wurde. Innovation bedeutete freilich nicht, dass er partout versuchte, sich dem Westen anzubiedern. Auch die späteren Alben, etwa Mustt Mustt, die zusammen mit westlichen Musikern entstanden sind, sind Alben, bei denen Khan weder sich, noch seine Musik an den Westen verkauft, auch wenn das die Kritik gerne anders darstellt. Niemals hätte Khan so etwas auch nur im entferntesten in den Sinn kommen können, ist doch für ihn als Sufi die Musik heilig. Außerdem verdient er schon Jahre vor seinem "Durchbruch" im Westen genügend Alben in der arabischen Welt und auf dem indischem Subkontinent, dass die paar CDs mehr, die er in unserer Hemissphäre absetzen konnte, nicht ins Gewicht fallen können.

Doch zunächst einmal legte er mit Shaben-Shaz ein Album vor, dass über alle (kleinlichen) Zweifel erhaben ist. Den langen Gesangsstücken, die viel Raum für die Vocal-Improvisationen Khans lassen, hört man förmlich an, wie fromm, wie ernsthaft sie vorgetragen werden. Die knappen Hinweise im Booklet bestätigen diesen Eindruck - es handelt sich um sakrale Musik (wenn man sie so nennen will, ist doch im Islam eigentlich die sakrale Musik völlig unbekannt).

Wenn man sich die Mühe macht, sich in die Klangwelt des Albums hineinzuhören, dann wird einem klar, wieso Alben wie Shahen-Shaz (oder das "westliche" Album Mustt Mustt) eine ganze Phalanx an westlichen Sängern tief beeindruckt hat. Jeff Buckley, selbst ein begnadeter Sänger mit unglaublichem Stimmumfang und exzellenten Vocal-Linien, zeigte sich so sehr beeindruckt von Khan, dass er es sich nicht nehmen lassen wollte, ein Vorwort zu einem seiner späteren Alben zu verfassen. Sein Song "You and I" aus dem posthum veröffentlichtem Album "Sketches for 'My Sweetheart, The Drunk'" ist ganz eindeutig unter dem Einfluß der Stimmakrobatik Khans entstanden. Pearl Jams Frontmann Eddie Vedder duettierte auf dem Soundtrack "Dead Man Walking" mit Nusrat Fateh Ali Khan, auch auf die Gefahr hin, völlig an die Wand gesungen zu werden.

Shahen-Shaz ist vielleicht nicht einmal das beste Album des Qawwali-Meisters, der Mythos, zumindest für die westliche Welt, entstand aber genau mit diesem Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.7.2002
Letzte Änderung: 5.7.2002
Wertung: keine Künstler wie Nusrat Fateh Ali Khan können nicht im Notensystem erfaßt werden

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nusrat Fateh Ali Khan

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Love Songs - 1
1988 Devotional Songs - 1
1990 Mustt Mustt 15.00 1
1996 Night song 12.00 1

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